Donnerstag, 22. Dezember 2016

Papst Franziskus unterstellt seinen Gegnern Böswilligkeit

Es gebe "böswillige Widerstände" gegen seine Reformbestrebungen, liest man heute in den Medien über die diesjährige Weihnachtsan-
sprache des Papstes an die römische Kurie.
Solche böswilligen Attacken rührten von "versteinerten Herzen" her.
Und so passte es wohl, dass er den Kurienmitgliedern ein Buchgeschenk machte mit dem Titel "Maßnah-
men zur Behandlung der Seelenkrankheiten"
...

Im Jahre 2014 war Papst Franziskus bei vielen mit der Formulierung angeeckt, in der Kurie gebe es etliche Krankheiten, darunter auch "geistlichen Alzheimer"...
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Gerade den Feed des Kreuzknappen gelesen.
    Ich bin entsetzt:
    Ist das der Beitrag des Papstes zum Weihnachtsfrieden,
    dass er gegen treue Katholiken und Mitarbeiter stänkert?
    Einfach nur traurig,
    hätte er doch ausnahmsweise mal den Mund gehalten...

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  2. Ja, ja, die altbewährte Methode:
    Immer sind die anderen schuld!

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  3. Ordinariatsgeschädigter22. Dezember 2016 um 13:45

    ... und wieder eine vom Papst verschenkte Gelegenheit,
    den Konservativen die Hand zur Versöhnung zu reichen.
    Irgendwie hat das fast Kindergartenniveau:
    Ihr habt mich geärgert, jetzt schlage ich zurück und
    ärgere euch.

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  4. Das war so sicher wie die "Brüsseler Spitze" und die Weihrauchvergiftung in der "Alten Messe", dass die Tradis darüber wieder in Schnappatmung verfallen.
    Tut eigentlich nicht gut so kurz ante festum.

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  5. Schade, einfach nur schade!
    Kann dem Mann denn keiner mal einflüstern,
    wie sehr er den Konflikt damit weiter anheizt
    und der Kirche schadet?!

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    1. Das hätte man zuallererst den "vier Kardinälen" einflüstern sollen. Insbesondere dem unverschämten Kardinal Burke, der der Welt jetzt schon seinen "Zeitplan" für die offizielle "Zurechtweisung" des Hl. Vaters mitgeteilt hat.

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    2. Ich glaube nicht, dass das hier direkt mit "dem Konflikt" (um AL) oder mit Kdl. Burkes geplanter "Zurechtweisung" zu tun hat und als unmittelbare Replik darauf gewertet werden kann. Das interpretieren @August und @Viola da nur hinein.
      Hier geht es konkret um die Entmachtung der Kurie. Kdl. Burke gehört ja nicht zur Kurie und AL ist auch kein kuriales Thema.

      Sicherlich mag es da Querverbindungen geben (wie ja der LifeSiteNews-Artikel von letzter Woche über das "Klima der Angst" belegt).
      Aber die wie gewohnt kritischen Äußerungen Franzens zum "römischen Moloch" lassen sich nicht direkt auf diese Auseinandersetzung beziehen, sondern betreffen die kuriale Bürokratie insgesamt, die Franz eben als "Monster" begreift.

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  6. Teil 1:

    Vor einer vorschnellen Beurteilung sollte man
    in Ruhe die betreffenden Aussagen von Franziskus
    komplett und im Kontext lesen
    und sich nicht mit reißerischen Headlines/Artikeln zufrieden geben.

    Franziskus, dem die Kurienreform ein Herzensanliegen ist,
    hat aktuell angeknüpft
    an seine beiden letzten Weihnachtsansprachen an die Kurie:
    2014 hatte er 15 „Kurienkrankheiten“ aufgezählt,
    2015 einen „Katalog der notwendigen Tugenden“ präsentiert.

    2014: http://de.radiovaticana.va/news/2014/12/23/die_papstansprache_an_die_kurie/1115831

    2015:
    http://de.radiovaticana.va/news/2015/12/21/ansprache_an_die_kurie_%E2%80%9Ekatalog_der_notwendigen_tugenden%E2%80%9C_/1195849

    Auch diesmal, 2016, machte er die Reform der römischen Kurie
    wieder zum Thema seiner Ansprache an die kurialen Mitarbeiter
    und nannte 12 Kriterien.
    Er gliederte seine Überlegungen in drei Abschnitte:
    Worum geht es bei der Reform?
    Welche Kriterien braucht sie, um zu gelingen?
    Welche Schritte sind bereits getan?

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/12/22/papst_an_kurie_%E2%80%9Ekein_fitnessraum_f%C3%BCr_verborgenen_ehrgeiz%E2%80%9C/1280868

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    1. Ja, wir können lesen,
      und wir haben das schon im blauen Link des
      Kreuzknappen gelesen.
      Es ändert aber nichts daran,
      dass es schlicht unpassend ist,
      was der Papst da schon wieder sagt.
      Irgendwie tut er so, als sei er von Feinden
      umzingelt.

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  7. Anstatt sachlich oder theologisch zu
    argumentieren, wird der derzeitige Papst mal wieder
    persönlich übergriffig.

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  8. Teil 2:

    Was das BUCHGESCHENK des Papstes an die Kurialen betrifft:

    Der Text stammt aus dem Jahr 1600 und wurde verfasst
    vom damaligen Generaloberen der Jesuiten, Claudio Aquaviva:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Aquaviva

    Der lateinische Titel ist:
    „Industriae pro Superioribus Societatis Jesu ad curandos animae morbos”,
    es geht also um Anweisungen an die Oberen des Jesuitenordens
    zur Behandlung von „Krankheiten der Seele“ (im Orden).
    Wobei der Krankheitsbegriff damals ein anderer als heute war
    und Aquaviva zu den „Seelenkrankheiten“ z. B. auch
    „Weltlichkeit und Interesse am höfischen Leben“ rechnete.

    Hier der Originaltext aus 1600:
    https://books.google.de/books?id=KAE8AAAAcAAJ&redir_esc=y

    In „Anweisungen zur Behandlungen der Krankheiten der Seele“
    nennt Aquaviva 15 (! vgl. die Ansprache von Franziskus aus 2014)
    solcher Krankheiten,
    der Text ist in die Regelbücher des Jesuitenordens eingegangen.
    Pater Hagenkord von Radio Vatikan hat 2015 im Zusammenhang
    mit der damaligen päpstlichen Ansprache an die Kurie
    und unter Verweis auf die Ansprache von 2014
    einen sehr interessanten Artikel zu Aquavivas Text geschrieben, u. a.:
    „Nun ist die päpstliche Kurie nicht der Orden, aber alles geistliches Leben beruht auf einigen geistlichen Prinzipien, und die kann man anfragen. Und das hat Papst Franziskus vor einem Jahr getan.“

    http://blog.radiovatikan.de/die-15-krankheiten-der-seele-revisited/

    Im Gesamtkontext der drei päpstlichen Ansprachen 2014 bis 2016
    (vgl. Teil 1 meines Kommentars)
    erscheint es mir folgerichtig und nicht als fieser Affront,
    dass Franziskus diesen jahrhundertealten Text überreicht.


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  9. Habe bei Teil 2 meines Kommentars
    den Link zu einem Artikel vergessen,
    der Hagenkords Anmerkungen zu Aquavia/Franziskus
    nochmals aufgreift:

    http://www.vaticanhistory.de/wordpress/?p=11141

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  10. Der echte Normalkatholik22. Dezember 2016 um 17:24

    Böswillige Widerstände?
    Das ist eine infame Unterstellung dieses Papstes
    und zeigt, dass er nicht im Traum daran denkt,
    seinen Kritikern auch nur einen Millimeter ent-
    gegen zu kommen.
    Ich kämpfe immmer häufiger gegen den inneren
    Wunsch an, aus dieser Kirche auszutreten.

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  11. Gab es jemals bei einem Papst
    so viel Streit und Unfriede in der katholischen
    Kirche wie jetzt?
    Gott, erbarme dich!

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    1. Ja, unter seinem Vorgänger. Und zwar viel mehr. Heimholung der rechtsextremen antisemitischen Piusbrüder inkl. eines Neonazi-Bischofs - Mißbrauchsskandale weltweit im Klerus - Korruption in der Kurie (Vatileaks) - Regensburger Rede, in deren Folge Christen ihr Leben verloren etc.pp.

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