Sonntag, 18. Dezember 2016

Radio Vatikan zitiert Franziskus-Vertrauten: "Papst hat nie gesagt, er werde zurücktreten"

Auch das noch - das Thema "Papstrück-
tritt"
wird mal wieder ins Spiel gebracht, und das ausgerechnet von einem seiner engsten Vertrauten, dem Jesuitenpater Antonio Spadaro.
In einem heutigen Beitrag von "Radio Vatikan" wird er zitiert. Dem italienischen Fernsehen gegenüber hat Pater Spadaro erklärt, "Papst Franziskus hat nie gesagt, dass er zurücktreten will." ---> HIER !

Ich finde, es ist ja  lieb, dass der Papstver-
steher offenbar meint, da etwaigen Erwar-
tungen vorbeugen zu müssen, aber ihm sei empfohlen, sich mal zu informieren und keine Wortklaubereien zu veranstalten. Lassen wir das doch Papst Fran-
ziskus selbst entscheiden...

Für meine Leser ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die aktuelle Wortmeldung aus dem direkten päpst-
    lichen Umfeld zeigt - neben den heftigen Reaktionen
    auf die Papstkritik der vier Kardinäle -, wie angespannt
    die Situation bei dem intimen Freunden dieses Papstes
    inzwischen ist: Man spürt förmlich die Nervosität,
    und die Nerven liegen blank, sodass man jetzt schon
    "vorbeugend" tätig werden muss...

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    1. "Vorbeugend tätig"? Sie wissen selber sehr gut, dass das eher eine - passende! - Reaktion des Papstvertrauten auf die zahlreich geschmacklosen "Glückwünsche" aus dem papsthassenden Tradi-Lager zum 80ten war, die den Wunsch nach Rücktritt und Verschwinden aussprachen.

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  2. In welch traurigem Zustand befindet sich die
    katholische Kirche nach drei Jahren "Reform",
    dass man sogar kurz vor Weihnachten über Papst-
    Rücktritt spekuliert?!
    Heute seltsame Schlagzeile bei Radio Vatikan:
    "Auch Benedikt XVI. gratuliert Franziskus" - das
    Wort Papst hat man schon mal weggelassen, will aber
    offenbar besonders betonen, wie einig sich Papst
    und Vorgänger sind.
    http://de.radiovaticana.va/news/2016/12/18/auch_benedikt_xvi_gratuliert_franziskus/1279955

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  3. Ein Münchner auf Erden18. Dezember 2016 um 19:30

    Wenn die alten Wichtigtuer doch endlich
    mal den Mund halten würden...!
    Aber kaum bekommen sie ein Mikrofon zu sehen,
    müssen sie auch schon erklären, was der Papst
    meint oder nicht meint,
    so als sei er dazu schon nicht mehr selbst in
    der Lage.

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  4. Anders als gerne von seiner Umgebung behauptet,
    ärgert Papst Franziskus sich sicher über man-
    che Presseartikel, deshalb ist er neulich ja auch
    so ausfallend geworden mit seinem Vergleich mit
    "Kotessern", die Scheiße zu sich nehmen.
    Und so ist es wahrscheinlich, dass auch Spadaro ge-
    nervt war, dass von Journalisten auch immer wieder
    das Thema Papstrücktritt angesprochen wird,
    und da hat er das mal klarstellen wollen.
    Leider kenne ich das Originalinterview nicht, aber
    es liegt nahe, dass er darin auch nach dem Papst-
    rücktritt gefragt worden ist...

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    1. Sehr schlüssige Analyse.

      Das Thema kam auch vor Tagen schonmal vor, wahrscheinlich dieselbe Quelle.

      Es sind auch nicht nur neugierige Journalisten, sondern häufig unzufriedene amerikanische Papstkritiker, die mit solchen Nadelstichen provozieren wollen.

      http://www.infowars.com/vatican-insider-pope-francis-will-resign-in-2016-following-argentina-visit/
      Leo Lyon Zagami, infowars, Okt. 2015

      http://www.huffingtonpost.com/sebastien-maillard/pope-francis-remain-pope_b_9439638.html
      Sébastien Maillard, La Croix, im März

      https://cruxnow.com/church/2016/05/29/pope-francis-says-so-far-hes-never-considered-resigning-2/
      John Allen, Crux, im Mai

      http://www.foxnews.com/opinion/2016/06/17/enough-is-enough-pope-francis-should-resign.html?refresh=true
      Adam Shaw, Fox News, im Juni

      Der erste und letzte Link sind offen antibergoglianisch (Zagami als rechtsextremer Informationskrieger, Shaw als innerkatholischer Papstkritiker); die beiden mittleren seriöser journalistisch (Maillard ist führender frz. Vatikanist; John Allen ein Profi im Dienst des Opus Dei).

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