Mittwoch, 14. Dezember 2016

Schnappatmung bei "katholisch.de": Die Kirche ist grob in Lager gespalten...!

Augenzwinkernd habe ich einen versuchten Aufreger bei "katholisch.de" entdeckt: Im heutigen "Standpunkt" unter der Schlagzeile "Franziskus, der Populist" erklärt Dr. Alexander Görlach dem geneigten Publi-
kum, dass die Kirche "grob gesprochen, ge-
spalten in ein Lager des Benedikt und ein Lager des Franziskus"
ist. 

Habe ich's doch geahnt: Die beiden stecken also persönlich dahinter, dass es seit Mona-
ten so viele Meinungsverschiedenheiten in der Kirche gibt! 

Danke, Herr Dr. Görlach, für diese Hinter-
grundinformation... ---> HIER !

Eigentlich hat er das ja schon viel früher so ähnlich entdeckt ---> HIER und HIER !
Also, ich finde, die beiden hohen Herren sollten mal bei einer Tasse Mate-Tee von Mann zu Mann miteinander reden, damit endlich wieder Ruhe im Bau ist!

Kommentare:

  1. Der Kommentar ist grottenschlecht, inhaltlich aber bis auf die ätzende Kritik natürlich gar nicht wirklich falsch, sondern einfach nur viel zu kurz gedacht.
    Von der Denke her typisch für ein Mitglied konservativer angelsächsischer Eliten. Von daher finde ich besonders das Ätzen gegen angebliche "Eliten", die den Papst unterstützen, selbst wieder krass populistisches Gerede des Eliteuniabsolventen.

    Was das Spaltungsgerede angeht, so ist das nicht erst seit 2013 (wie P. Hagenkord gestern meinte), sondern schon lange lange vorher, noch mitten in der Benediktära, ein äußerst beliebtes Motiv bei konservativen Katholiken, die sich danach sehnen, dass jemand "reinen Tisch" macht und die Andersdenkenden aus der Kirche rausschmeißt.
    Rainer Bucher, selbst ein Opfer von kath.net-Kampagnen dieser Art, nannte das sehr treffend "eliminatorischen Katholizismus".
    http://rainer-bucher.de/media/50058a21ed0400c8ffff8027ffffffef.pdf

    Dass dann ausgerechnet ein "Andersdenkender" Papst wird, war natürlich ein Trauma, von dem man sich lange nicht erholte; und manche finden erst jetzt ihre Sprache wieder. Da dauert es dann vielleicht manchmal etwas länger, bis man banale Einsichten formulieren kann, auch als Eliteuniabsolvent.

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  2. Fakt ist aber jedenfalls, dass neben Franz auch Benedikt trotz allem ziemlich klar gegen ein solches eliminatorisches Verständnis von Kirche war bzw. ist, das erweist sich u.a. auch an Benedikts Handeln während und nach seinem Rücktritt. An diesem Punkt passt m.E. wirklich "kein Blatt Papier" zwischen die beiden Päpste, so abgegriffen diese dumme Formulierung auch sein mag. Jeder Papst weiß, dass er nicht der letzte ist und nach ihm auch "Andersdenkende" Papst werden könnnen.

    Es gibt aber noch eine ganze Reihe weitere Parallelen zwischen Franz und Bene, manchmal wo man sie gar nicht erwartet. Ich mache mir manchmal einen Spaß daraus, sie herauszupräparieren.

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    1. "Jeder Papst weiß, dass er nicht der letzte ist"

      Jeder Papst weiß, dass er sterben muss. Selbst der letzte Papst weiß das. Alles andere ist Spekulatius.

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    2. Naja, ist das ist jetzt Haarspalterei oder zuviele Weissagungen des Malachias gelesen?

      Klar gibt's irgendwann auch mal einen letzten Papst, ich dachte das muss man nicht groß erwähnen.

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  3. Kompliment, wenn ich mir die Sprechblasen
    im Artikel bei "katholisch.de" so durchlese,
    denke ich, der Mann hat das Zeug zum Politiker!
    Ich fürchte, um Dr. Görlach zu zitieren,
    dass man "die vielen losen Enden seiner Äußerungen"
    nicht in ein sinnvolles Ganzes gießen kann...

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  4. Wie schreibt schon eine Leserin auf "katholisch.de"
    zu diesem seltsamen Artikel von Alexander Görlach:

    "Beifall, egal von welcher Seite er kommt, ist kein
    Kriterium. Päpste gegeneinander auszuspielen hilft
    nicht weiter."
    Dem ist nichts hinzuzufügen,
    außer vielleicht der Frage, warum "katholisch.de"
    solch dürftige Artikel einkauft.

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  5. Görlach redet Unsinn, beide Päpste sind um Einheit bemüht und bestätigen auch beide immer wieder, dass sie dieses Spaltungsgeschwätz über ihre Person ablehnen.

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