Mittwoch, 7. Dezember 2016

Theologe Helmut Hoping hat einen Verdacht, warum der Papst den vier Kardinälen nicht antwortet

Das Hin und her wegen "Amoris Laetitia" verfolgt uns seit Monaten, und heute gleich zweimal. Nach dem Knall in Mainz, über den ich eben schrieb, findet man bei "katholisch.de" jetzt einen Hinweis auf den Theologen Helmut Hoping, der der Meinung ist, dass Häresie-Vorwürfe an die Adresse der vier Kardinäle wegen ihres Schreibens an den Papst unsinnig sind, den Anfragen seien "gar nicht häresiefähig".
Er hat aber einen Verdacht, warum der Papst den Anfragenden keine Antwort zukommen lässt...  ---> HIER !

Mal sehen, wer morgen und übermorgen eine Stellungnahme abgibt,
ein jeder auf seine Art...

Kommentare:

  1. Wofür immer der Herr hoping ein Experte sein mag - Liturgie, Dogmatik - vom Kirchenrecht scheint er eher unbeleckt. Seine Behauptung, "Anfragen" könnten nicht häretisch sein und daher nicht zu Sanktionen führen, ist durch die Kirchenrechtsgeschichte widerlegt. Der katholische Theologe Hans Küng stellte im Jahre 1970 eine Anfrage zur päpstlichen Unfehlbarkeit, für die ihm im Jahre 1979 die Lehrbefugnis entzogen wurde. Ebenso stellen jetzt Burke und Co. die Autorität des jetzigen Papstes in Frage.

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    1. Achwas, Hoping hat schon Recht, natürlich ist die Anfrage nicht "häretisch". Selbst eine explizit abweichende Meinung eines Kardinals zu AL wäre nicht gleich "häretisch". Solche Meinungsverschiedenheiten gibt es halt.

      Aber Hoping bleibt ja in diesem Statement extrem vorsichtig und versucht einfach weiter so zu tun, als wäre es nur eine "Anfrage" gewesen. Über Kdl. Burkes Pläne, ein "formelles Lehrberichtigungsverfahren" gegen den Papst einzuleiten, spricht er wohlweislich gar nicht.
      Allerdings kann man diese Pläne den anderen Kardinälen auch nicht unbedingt mitanrechnen. Davon hat ja ausschließlich Burke selbst in seinem Interview gesprochen.

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    2. Die Eminenzen stellen nicht die Autorität des Papstes infrage. Sie haben Zweifel am Inhalt eines päptlichen Schreibens geäußert, die sich aus der Unklarheit des Textes ergeben und die sie durch die erbetenen Antworten ausgeräumt haben möchten. Der Vergleich mit der Causa Küng ist verfehlt!

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  2. Tja, auch wenn es den Tradis schwer fallen wird, die Zeiten des Schwarzweiß-Gesetzesdenkens sind wohl endgültig vorbei. Kommt klar damit ;-)

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  3. Bei diesem Papst wird man damit leben müssen,
    dass er in manchen Dingen keine verbindlichen Vorgaben
    machen wird. Eigentverantwortung ist gefragt,
    und das sollten gut ausgebildete Priester durchaus
    hinkriegen!

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  4. Der Knappe tut jetzt so, als sei die Äußerung von Hoping eine große Neuigkeit oder ein riesiger Denkfortschritt. Das ist natürlich Unsinn.
    Es sind ja seit Jahren immer dieselben Köppe, die zu diesem Thema in diese Richtung argumentieren, viel Neues kommt da nicht und auch keine neuen Leute.

    Hoping hat sich erst vor Tagen in der F.A.Z. bzw. auf kath.net geäußert und genau dasselbe gesagt, was er seit Jahren immer schon sagt, nämlich dass Kaspers Ideen bzw. jetzt Amoris laetitia ein "Bruch mit der der maßgeblichen Lehrtradition" seien.

    Irrwitzigerweise versucht er dazu in seinem letzten Beitrag auch noch Thomas von Aquin in Anspruch zu nehmen. Dabei steht ja nun gerade Thomas von Aquin einhundertprozentig hinter Amoris Laetitiae und nicht hinter der Lehre von der "objektiven Sünde", wie sie Hoping oder andere gewissensskeptische Anhänger JPIIs vertreten und die Thomas von Aquin immer abgelehnt hat.

    http://www.kath.net/news/57533

    Jetzt darf Hoping halt jetzt auch über katholisch.de etwas sagen, weil die da momentan sehr auf Proporz achten.

    Er scheint da aber erfreulicherweise deutlich vorsichtiger geblieben zu sein und redet nicht mehr von einem "Bruch mit der der maßgeblichen Lehrtradition", sondern nur von einem "Türöffner für eine Revision der katholischen Sexualmoral". Das klingt ja schon wesentlich freundlicher. Also doch etwas Neues :)

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  5. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt 5,37)!

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