Sonntag, 18. Dezember 2016

Vatikan präzisiert Aussagen: Homosexuelle sind nicht generell vom Priesteramt ausgeschlossen!

Vor genau 10 Tagen gab's bei mir im Blog die Schlagzeile "Neue Vatikan-Richtlinie bestätigt Regel: Homosexuelle dürfen nicht Priester werden!" ---> HIER !
Das hatten auch viele Medien so ausgelegt, doch heute kann man im "Osservatore Romano" nachlesen, dass dies so generell gar nicht gemeint sei. Es gelte, dass auch hier eine Einzelfallprüfung erforderlich sei - "das sei Interpreta-
tionsssache",
liest man bei "Radio Vatikan"
. - Naja, ob das in der Praxis immer klappt? 

Und die schwerwiegendere Frage:  Wie verbindlich ist diese neuer-
liche Aussage - da müsste man vielleicht auch eine Einzelfallprüfung vornehmen, denn es handelt sich ja lediglich um die Meinung eines Theologen, wenn auch vermutet wird, das sei mit Zustimmung des va-
tikanischen Staatssekretariates veröffentlicht worden...

Man lese ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Mal wieder eine Luftnummer von "Radio Vatikan"
    und KNA!
    Eine Einzelfallprüfung ist das Selbstverständlichste
    von der Welt und geschieht immer, ob nach oder vor
    den neuen Richtlinien!
    Das wird nun merkwürdig aufgeblasen, als sei das
    eine lehrmäßige Anweisung des Vatikans, obwohl das
    nur ein einzelner geäußert hat.
    Ergo: Viel Lärm um fast nichts, und wenn der Papst
    dazu etwas zu sagen hat, dann kann er das selbst tun,
    er ist doch schon groß...!

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  2. Ihre Überschrift wurde schon in dem ersten Artikel als Lüge klassifiziert. Dieser eine Theologe hat da nicht eine Meinung geäußert, sondern präzise die Fakten der Instruktionen dargelegt. Nicht jeder Mensch mit homosexuellen Gefühlen ist von der Priesterweihe ausgeschossen. Anders kann man den Text gar nicht lesen. Ansonsten hätte man lediglich formulieren müssen: Homosexuelle Menschen sind vom Priesterdienst ausgeschlossen. Hat man aber nicht.

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    1. Sie haben recht, Bert,
      die Überschrift bei Radio Vatikan ist eine Lüge:
      "Kein Verbot der Zulassung Homosexueller zum Priesteramt"
      Es ist klar, dass praktizierende Homosexuelle NICHT
      zugelassen sind, also ganz klar DOCH ein Verbot.
      Manche Leute würden sowas Lügenpresse nennen.

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    2. Bisher war mir gar nicht klar, dass praktizierende Heterosexuelle zum Priester geweiht werden ;-)

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  3. Ich zitiere aus dem BLAUEN Link
    des Kreuzknappen:

    "Die Nichtzulassung von praktizierenden Homosexuellen
    und Unterstützern der Homosexuellen-Bewegung vom
    Priesteramt bedürfe keiner weiteren Erläuterung,
    heisst es in dem «Osservatore-Romano»-Artikel. Interpretationsbedürftig sei jedoch, was unter «tief-sitzenden homosexuellen Tendenzen» zu verstehen sei..."

    Also in der Tat mal wieder die ach so beliebte
    Aufregung in den Medien.
    Auch dieser Theologe bestätigt: Praktizierende Homos
    haben im Priesteramt nichts zu suchen und werden
    erst gar nicht zugelassen.
    Was daran ist neu?
    NICHTS !

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    1. Wen daran angeblich "nichts" neu sein soll, dann wurde aber zig tausendfach bisher gegen diese Vorschrift verstoßen...

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  4. Man braucht doch nur das neue Dokument aufmerksam
    zu lesen, dessen Lektüre jedem empfohlen sei, denn es
    geht dort - sehr gut geschrieben - besonders um die
    Spiritualität des Priesters und die daraus folgenden Kon-
    sequenzen für die Ausbildung.
    Man braucht für die fast 100 Seiten aber etwas Zeit:

    http://www.clerus.va/content/dam/clerus/Ratio%20Fundamentalis/Das%20Geschenk%20der%20Berufung%20zum%20Priestertum.pdf

    Zitat (Nr 199f):
    "Falls es sich jedoch um homosexuelle Tendenzen handelt,
    die bloß Ausdruck eines vorübergehenden Problems, wie
    etwa einer noch nicht abgeschlossenen Adoleszenz sind,
    so müssen sie wenigstens drei Jahre vor der Diakonenweihe eindeutig überwunden sein."

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