Mittwoch, 28. Dezember 2016

Verstehe ich Professor Zulehner richtig, dass er sich in Zukunft Hobby-Priester vorstellt?

Der Wiener Pastoraltheologe Prof. Dr. Paul Zulehner ist meinen Lesern schon gerüchte-
weise bekannt - er hat nämlich schon von Gerüchten gehört, wonach manche kon-
servative Katholiken ernsthaft darüber nachdenken, Papst Franziskus zu ermorden... ---> HIER !
Heute erfährt die katholische Öffentlichkeit von einer Zukunftsidee des Professors: Er kann sich durchaus vorstellen, dass in den Pfarreien Hobby-Priester tätig sind; schließlich habe jeder Katholik eine Berufung. Das Ehrenamt werde eine viel größere Rolle in der Kirche spielen, und im Rahmen dessen solle die "Priesterkirche" umgebaut werden zur "Volk-Gottes-Kirche".
Dann könnten Priester einem Broterwerbs-Beruf nachgehen und an-
schließend nach Feierabend ehrenamtliche priesterliche Dienste in der Gemeinde verrichten...  ---> HIER und HIER

Das erinnert irgendwie an die französischen Arbeiterpriester, finde ich. Um die ist es längst sehr still geworden. - Von ehrenamtlichen Professoren hat er übrigens nichts geschrieben...

Kommentare:

  1. Absurd!
    Was soll ein Priester, der das nur "nebenbei" macht?
    Dann kommt der nach 9 Stunden Maloche und 1 Stunde
    Autofahrt gegen 18 Uhr daheim an und kann ab 19 Uhr
    Seelsorger sein. - Hoffentlich stirbt keiner vor 19 Uhr!

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  2. Da schwimmt die Kirche im Milliardenvermögen,
    und mal wieder sollen "Ehrenamtliche" ran,
    die es gratis machen, so wie beim Kirchputz.
    Das nenne ich Ausbeutung!

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  3. Der Priesterberuf verlangt vollen Einsatz!
    Jesus war auch nicht nebenbei mit seinen Jüngern
    unterwegs, um im Hauptberuf Zimmermann weiterzu-
    arbeiten, und von den ersten Jüngern lesen wir
    im NT, dass sie ihre Fischerboote liegen ließen
    und Jesus folgten.
    Was also soll dieser neumodische Quatsch?

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  4. Ordinariatsgeschädigter28. Dezember 2016 um 20:04

    "Als Paulus Geld für die hungernden Christen in Jerusalem entgegennahm, wollte er von Titus begleitet und überprüft werden, damit nicht einmal der Verdacht aufkommen konnte, er wolle sich an dieser Spende bereichern (2Kor 8,16-24). Trotzdem hält er es nicht für falsch oder unmoralisch, wenn jemand, der sich überproportional für die Gemeinde engagiert, dafür auch eine Entschädigung erhält:

    „So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.“ (1Kor 9,14; vgl. 1Kor 9,4-14; 1Tim 5,17f.; 2Thess 3,8f.)."

    https://bibelbund.de/2015/04/bezahlte-mitarbeiter-in-der-gemeinde/

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  5. Naja, gerade Paulus legt Wert darauf, dass er niemals Unterstützung verlangt hat, sondern als Zeltmacher selbst für seinen Unterhalt gesorgt hat. Apg 18,3; 1Thess 2,9

    Und welcher Priester verlässt denn seine Familie und lässt alles zurück, um als Wanderprediger das Evangelium zu verkünden? Man sollte nicht für jeden Stuss irgendeine Bibelstelle anführen, das macht wenig Sinn. Oder man ist dann so konsequent und sagt, dass alle Priester wie die Apostel verheiratet sein müssen, einen handwerklichen Beruf erlernen müssen und dann als Wandermissionare durch die Welt ziehen sollen. Das wäre dann altmodischer Quatsch ;-)

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