Dienstag, 31. Mai 2016

Auf Kardinal Woelki wartet ein neuer Vorschlag für einen Altar...

Es macht mich immer schrecklich traurig, wenn 
ich von Kinderarmut lese. Während meiner drei Jahr-
zehnte als Lehrer habe ich da so einiges Schlimme erlebt, und das noch nicht mal in groß-
städtischen Brennpunkten.
Kinderarmut - ein Thema auch für einen Altar in Köln?

Man lese ---> HIER und HIER und HIER !

Die Legenden-Stricker sind mal wieder fleißig: Wird Kardinal Müller vom Papst abserviert?

Vatikanist Sandro Magister, nicht gerade das Muster-
beispiel eines unbeschriebenen Blattes, hat mal wieder laut gedacht - und schon stürzen sich einige Internet-
seiten gierig darauf: Auweia, der Papst hat anlässlich seiner Enzyklika "Amoris Laetitia" nicht Müller ausdrücklich gelobt, sondern den Wiener Kardinal Schönborn, der das Werk auch vor der Presse prä-
sentieren durfte.
Eigentlich also schon ein etliche Wochen altes Thema, aber macht ja nichts: "Müller out, Schönborn in" und so ähnlich lauten die Schlag-
zeilen. ---> HIER und HIER !

Wenn die Prognose-Sicherheit genau so hoch ist wie bei einigen früheren Artikeln von Sandro Magister, dann können wir uns schmunzelnd wichti-
geren Dingen zuwenden.
Man schaue nur mal ---> HIER und HIER !

Wurden Papst Franziskus die Medjugorje-Unterlagen vom Schreibtisch gestohlen?

Wir sind, was den Vatikan betrifft,
ja allerlei gewohnt. Vor etwa sechs Wochen schrieb ich schon, man müsste eigentlich mal zählen, wie oft in den letzten Monaten angekündigt worden ist, dass nun endlich der ab-
schließende Entscheid des Vatikans zu Medjugorje kommt. ---> HIER !
Trotz ausdrücklicher Erklärung von Papst Franziskus vor ziemlich genau einem Jahr (!) tut sich jedoch immer noch nichts. In der fliegenden Presse-
konferenz auf dem Rückflug von Sarajewo hatte er am 6. Juni 2015 wörtlich erklärt: "Wir sind nahe daran, Entscheidungen zu treffen; sie werden dan bekanntgegeben". ---> HIER !

Allmählich wundern sich auch schon einige Medien, was denn die Vokabel "nahe daran" für Papst Franziskus bedeuten kann. ---> HIER !
Ironisch und "augenzwinkernd" gefragt:  Sind die Unterlagen viel-
leicht abhanden gekommen? Wurden sie gar vom päpstlichen Schreibtisch gestohlen? Oder ist die Entscheidung so schlimm, dass man sie nie bekannt geben wird?

 

Lügenpresse? -- Die Sache mit der "FAZ" und der Gauland-Äußerung über Boateng bleibt etwas dubios

Gestern schrieb ich über den von der "FAZ" (beziehungs-
weise deren Sonntagsvariante "FAS") ausgelösten Shitstorm gegen den AfD-Mann Gauland und fragte schon vorsichtig: Hat er das überhaupt wirklich so gesagt? ---> HIER !

Doch, doch beteuerte man bei der "FAZ" eifrigst, es lägen sogar übereinstimmende "Aufzeichnungen" der beiden FAZ-Journalisten vor. So wie es sich mir darstellt, konnte man aber bislang keine Tonband-Aufzeichnungen vor-
legen.
Der Journalist Mattias Matussek schreibt dazu "Unfassbar! Die FAS-
Redakteure rudern zurück"
, denn wie sich herausstellte, gäbe es gar keine Bandaufnahme, sondern nur handschriftliche Notizen. Matussek dazu:
"Ich hatte bisher felsenfest auf die Seriosität der FAS gebaut. Auch diese Gewissheit ist dahin".

Ähnlich geht es wohl anderen auch. Der Branchendienst "MEEDIA" widmet sich ausführlich der Angelegenheit und stellt schon in der Schlag-
zeile die Frage, wie seriös diese Story überhaupt ist. Offenbar sei man bei der FAS froh gewesen, ein "Krawall-Zitat" gefunden zu haben, das man "genüsslich ausschlachten und breitwalzen" könne.

Mehr noch:  Nun stelle sich heraus, dass es die FAS selbst war, die den Namen Boateng ins Spiel gebracht habe, das gebe man dort auch zu. Die FAS verwende "Methoden, die man früher der BILD-Zeitung zugeschrieben hätte".  Der Artikel schließt mit dem bemerkenswerten Satz: "Solche Me-
thoden sorgen dafür, dass die AfD weit
er an Zuspruch in der Bevölkerung gewinnen wird." ---> HIER !

Ergänzende Artikel ---> HIER und HIER !
Meine Anmerkung:  Mir kann es eigentlich ziemlich egal sein, was
da für Spielchen gespielt werden. Mir als Katholik sind andere Themen ohnehin wichtiger. Journalisten sollten jedoch aufpassen, dass sie das ohnehin miese Image ihrer Branche nicht durch Tricksereien vollends ruinieren.

Überraschende Umfrage: Die Deutschen wollen also gar nicht, dass die Kirchen eins werden?!

Da machen wir in Ökumene noch und nöcher, wir beten in den Fürbitten darum, dass die getrennten Kirchen doch end-
lich eins werden, um den Skandal der Zerrissenheit der Christen zu überwinden - und dann haut man uns im Auftrage der Nachrichtenagentur "idea" ein Umfrage-Ergebnis um die Ohren, das ziemlich überraschend ist: Nur jeder dritte Deutsche ist demnach dafür!   --   Man lese ---> HIER !

Überraschender Rücktritt des deutschen Vatikanbankers Börsig: Über Papst Franziskus verärgert?

Am Sonntag schrieb ich über den überraschenden Rücktritt des deutschen Finanzexperten Clemens Börsig, der zusammen mit einem italienischen Kollegen vorzeitig aus dem Vorstand der Vatikanbank ausschied. Viele Details sind darüber nicht bekannt, man hüllt sich allgemein in Schwei-
gen. ---> HIER !

Gestern hat die österreichische Nachrichten-
agentur "kathpress" (nicht zu verwechseln mit "kath.net") unerwartet etwas aus dem Nähkästchen geplaudert:
In einem Artikel, der nur wenige Tage online lesbar sein wird, erfährt man nicht nur von "tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten" über den Kurs des Instituts. Entgegen der nachlesbaren offiziellen Schönrederei wird ausgeplaudert, dass Papst Franziskus überraschend zu einer Sitzung erschien und "am Aufsichtsrat vorbei, dessen Aufgabe es satzungsgemäß gewesen wäre, den Leiter des operativen Geschäfts ernannt" habe.
Mit anderen Worten:  Mal wieder ein spontaner Alleingang, der bei Mitgliedern der Sitzung vielleicht nicht nur Irritationen, sondern auch persönliche Verletzungen hinterließ. "Kathpress" verpackt es halbwegs diplomatisch: "Manches spricht dafür, dass sich der Beifall in Grenzen  hielt"... ---> HIER !
In der Sache mag er ja vielleicht recht haben, aber der Führungsstil von Papst Franziskus lässt manchmal offenbar etwas zu wünschen übrig. Schade!


Kein Flüchtlingsboot in der Gebetsstätte Wigratzbad: Video über 80-jähriges Bestehen

Notfalls muss es in katholischen Kirchen auch ohne Flüchtlingsboot gehen (Ironiemodus: ein). Auch in der Gebetsstätte Wigratzbad, über die "katholisch1.tv" (nicht zu verwechseln mit "katholisch.de") berichtet,
hat man auf diese Art Altar verzichtet, ohne dass es zu Protesten ge-
kommen ist. 

Homepage ---> HIER !
                           Video zum 80-jährigen Bestehen:

>                 Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

"Kampfbeten" vor der TU in Berlin? - Konflikt um muslimischen Gebetsraum weitet sich aus

Kommt jetzt die große Stunde der Scharfmacher?
Der Konflikt in Berlin schwelte schon lange: Wie es heißt, gab es immer mehr Beschwerden darüber, dass muslimische Studenten für das Gebet an der Technischen Universität ganze Flure belagert haben sollen.
Eine ihnen dann wohl halb offiziell zugestandene Turnhalle löste das Problem offenbar auch nicht.
Man lese zur Geschichte des Konfliktes ---> HIER und HIER !

Nun schaukelt sich das, bewusst ge-
schürt, allmählich hoch. Im Internet findet man mittlerweile (von Muslim-
Gegnern verwendet) schon den Begriff "Kampfbeten".
So wie das im Moment aussieht, geht es inzwischen ums Prinzip, um eine Kraftprobe, wer am längeren Hebel sitzt - die muslimischen Stu-
denten oder die Hochschule. Videos ---> HIER und HIER !

Montag, 30. Mai 2016

Aus "Ehrfurcht" vor Flüchtlingen nicht zersägt: Flüchtlingsboot kommt jetzt in den Kölner Dom!

Da musste ich doch zweimal hingucken. Wir erinnern uns
an die umstrittene Aktion von Kardinal Woelki, an Fron-
leichnam
ein Flüchtlingsboot als Altar zu verwenden. Es gibt bekanntlich noch mehr Pro-
bleme, doch dafür gab es keinen Altar ---> HIER !

Nach Fronleichnam hieß es, die Idee, das Boot in den Dom zu stellen, scheide aus. Es passe nicht durch das Portal, und das Boot für den Transport in den Dom zu zersägen, käme "aus Ehrfurcht vor den Menschen (!)", die in diesem Boot gesessen haben, nicht in Betracht. ---> HIER !
Nun hat man getüftelt und doch eine Lösung gefunden, wie man das Boot zur weiteren Ausstellung in den Dom bekommt, ohne dass die Ehr-
furcht vor den Flüchtlingen leiden müsste. ---> HIER !

Bei Ehrfurcht wäre mir zuerst mal jemand anderes eingefallen. Einen weiteren Kommentar verkneife ich mir... 

Haben Sie vielleicht Interesse an einer 18-jährigen Sex-Sklavin? - Für 8.000 Dollar...

...ging sie über den Ladentisch, oder wie sagt man in diesem Falle, bei dem ein deutscher IS-Terrorist bei "Facebook" ein gutes Geschäft machen wollte...? ---> HIER !
Jawohl, liebe Leserinnen und Leser, Sie vermuten richtig, dass wir für heute mal wieder
in der Abteilung "Internet-
fundstücke"
angekommen sind. Da wäre als Nächstes der Hinweis, dass die Erdbeersaison ausgebrochen ist. Auch für den Computerfreak gibt's die passende Variante... ---> HIER !

Na, da hat die AfD aber schnell reagiert... ---> HIER !
Ist das Kunst o
der kann das weg...? ---> HIER !

Für das Hobby von Horst Seehofer habe ich Verständnis ---> HIER
... und zum Schluss ein Hoch auf die deutsche Bürokratie ---> HIER !

Ziemlich dreist, liebe Journalisten! - "Mit der Kirche als Arbeitgeberin ist die Unzufriedenheit am größten"

Ja, der von der Schweizer Zeitung "Blick" zitierte Satz steht auch in der Zusammen-
fassung über eine Umfrage, die der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) gemacht hat.
Es ist auch nicht zu leugnen, dass es in Einzelfällen zu ganz erheblichen Problemen kommt in der Zusammenarbeit inner-
halb eines pastoralen Teams. Dass es auch Pfarrer gibt, die nicht teamfähig sind, dürfte auch kein großes Geheimnis sein.
Dennoch ist der aus dem Zusammenhang herausgerissene Satz, der zudem im Originaltext nur ziemlich unverständlich begründet ist, eine dreiste Ma-
nipulation. Denn liest man den Artikel direkt beim Schweizer Katholi-
schen
Frauenbund, ergibt sich doch ein wesentlich entspannteres Bild  - ausdrücklich wird bemerkt, dass die ganze Bandbreite vertreten ist von hoher Zufriedenheit bis zur völlig Unzufriedenheit über die Arbeit in den Pfarreien.

Man schaue den deftigen Zeitungsartikel und die detaillierten Formulierungen beim SKF: ---> HIER und HIER und HIER !
Also ganz klar:  Liebe Journalisten, für diesen reißerischen Artikel gibt's ganz klar den Daumen nach unten!
Und mal ganz abgesehen davon: Vielleicht hat es sich sogar schon bis in die Schweiz herumgesprochen, dass es für ein gedeihliches Miteinander immer darauf ankommt, dass alle kompromissbereit und teamfähig sind. Das gilt möglicherweise sogar für Frauen...!

Hallo, ihr jungen Leute, fragt doch einfach mal den Papst! - Neues Buch ist damit geplant...

Man solle sich einfach vorstellen, was man den Papst immer schon mal fragen wollte  - und dann kann es sein, dass die eigene Frage und die Antwort des Papstes veröffentlicht wird, denn Papst Franziskus verkündete vor jungen Leuten, dass es schon konkrete Planun-
gen gibt für "Ask Pope Francis", ein Social-Media-Projekt. Das Buch soll noch dieses Jahr in verschiedenen Sprachen herausgegeben werden.

Wer mag, kann also loslegen, siehe ---> HIER und HIER und HIER !

Papst-Rücktritt: Pardon, "katholisch.de", aber so formuliert ist das Quatsch!

Das Thema "Rücktritt" von Papst Franziskus taucht so etwa jedes Vierteljahr mal wieder neu auf. Es findet sich immer irgend jemand, der einen kennt, der einen kennt, der etwas weiß. Und außerdem ist der Papst selbst recht großzügig mit seinen Äußerungen, auch zu diesem Thema. Siehe diese Beispiele ---> HIER und HIER und HIER !
Nun ist es also mal wieder so weit. Der Papst selbst hat das Thema erneut aufgegriffen, und zwar am Sonntag bei einem Treffen mit Jugend-
lichen.
"katholisch.de"
schließt aus seiner Formulierung 
"Auf der anderen Seite bin ich von Natur aus leichtsinnig und deshalb mache ich weiter"  gleich mal haarscharf laut Schlagzeile: "Franziskus schließt Rücktritt als Kirchenoberhaupt aus" ---> HIER !
Hä? Wieso denn das? - Das hat er doch gar nicht gesagt!
Erst einmal ging es dabei um sein "Bekenntnis", er habe noch nie über einen Rücktritt nachgedacht - eine Formulierung, die angesichts früherer Aussagen nicht ganz unproblematisch ist. Aber weil Gott ihm mit seiner Wahl zum Papst "einen Frieden gegeben" habe, bringe ihn das weiter.

Aber damit sagt er doch nicht, dass das Thema ein für alle mal vom Tisch ist. Im Gegenteil, er hat den Schritt von Papst Benedikt ausdrücklich ge-
lobt, dieser habe "mit viel Mut eine Tür für emeritierte Päpste geöffnet", man solle dessen Schritt also nicht als Ausnahme sehen. ---> HIER !

Die Aussage "deshalb mache ich weiter", bezogen auf seine Leichtsinnigkeit, sagt doch nur, dass er momentan nicht an Rücktritt denkt, aber es ist nicht erkennbar, dass dies eine verbindliche Erklärung sein könnte, dass er einen Rücktritt zu späterer Zeit generell ausschließt.

Bei den Details dieses heutigen Artikels über Flüchtlinge weiß man nicht, was man zuerst tun muss: Weinen oder kotzen?!

Der Nachschub an Hinweisen aus meiner Leserschaft ist er-
freulich hoch; täglich kommen drei bis acht Linktipps auf Geschehnisse bzw. Presse-
artikel. Dafür ganz generell ganz herzlichen Dank!
Mit solch einer mitdenkenden "Kundschaft" macht Bloggen sogar Freude, auch wenn ich nicht jeden Tipp (sofort) umsetze.  --  
Ein Hinweis in eigener Sache zum Thema "Flüchtlinge":  Es mag einigen aufgefallen sein - ich habe mir selbst diesbezüglich etwas mehr Zurückhaltung verordnet - verzichten Sie also bitte auf die Zusendung von Video-Links, die zeigen, wie ein (ver-
mutlicher) Flüchtling jemanden verprügelt oder ähnliches (die vorhandene Sammlung ist üppig genug).
Den heutigen Linktipp, den mir ein Leser eben per Mail zuschickte, veröffentliche ich ohne langes Pro und Contra, einfach so aus dem Bauch heraus, voller Zorn und einfach nur traurig. Was sind das bloß für Menschen, diese Schlepperbanden? ---> HIER !

Wo wir gerade beim Diskriminieren sind: Schauen Sie mal dieses Werbevideo...!

Um es vorab zu betonen: Ich habe zwar ein wenig geschmunzelt, aber ansonsten finde ich solche Werbung, wie man sie in Japan sehen kann, nicht sonderlich gelungen. Würde die in Deutschland gezeigt, gingen wir längst in einer Welle der veröffentlichten Empörung unter...

>                                Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Hat er das überhaupt wirklich so gesagt? - Medien-Shitstorm gegen AfD-Mann Gauland wegen Bemerkung über Fußballer Boateng

Was die "FAZ" und ihren sonntäglichen Ableger "FAS" betrifft, haben wir ja erst in jüngster Zeit einen Aufreger erlebt, als man es für nötig hielt, eine Schlagzeile rauszuhauen, die da lautete: "Zweifel an Christenverfolgung in Flüchtlingsheimen". Sie erinnern sich?
---> HIER und HIER !
Nun haben also zwei Journalisten der von auffallenden Auflagenverlusten geplagten "FAZ" ( ---> HIER !) ein vielleicht verkaufs-
förderndes Detail aus einem von Herrn Gauland als vertraulich bezeichneten Hintergrundgespräch veröffentlicht.        
"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." - Das soll er
also wörtlich gesagt haben. Geradezu ein Empörungs-Tsunami breitete
sich gestern rasend schnell durch das Internet aus.
Während die beiden Journalisten bei ihrer Aussage bleiben, er habe das
so gesagt, streitet Gauland  ab, Boateng beleidigen zu wollen; er kenne den Fußballspieler doch gar nicht. Der Name könne auch durch die Journa-
listen genannt worden sein. ---> HIER und HIER und HIER !

Anmerkung meinerseits:  Er habe nur die Einstellung mancher Leute beschrieben, nicht seine eigene, beteuert Gauland. Das ist clever. Dies er-
innert mich an einen momentan auf die Schnelle nicht auffindbaren Inter-
netlink, in dem Rechtsanwälte ihren Mandanten Tipps geben "So beleidigt man legal" - es kommt eben immer ganz genau auf eine Formulierung drauf an. So ging der Streit um die Formulierung "Soldaten sind Mörder" bis zum Bundesverfassungsgericht. Ergebnis: Das sei keine Beleidigung,
da nicht eindeutig ersichtlich sei, wer damit gemeint ist...

Was nun Herrn Gauland betrifft, so haben viele ihn schon in einigen Fernsehdiskussionen erlebt. Er macht keinen dummen Eindruck. - Man könnte für das konkrete Zitat, so er es denn so gesagt hat, auch andersrum rückschließen, er habe Boateng ganz im Gegenteil gelobt: Die Leute aner-
kennen seine fußballerische Leistung. - Aber da auch von "fremd" die Rede war, halte ich das für unwahrscheinlich.

Ring frei also für die Exegese der kleinen Bröckchen, die uns die "FAZ" hingeworfen hat, statt die komplette Aussage durch ihre Tonbandaufzeich-
nungen auf den Tisch zu legen.

Was wollte Gauland sagen? - Etwas ironisch vielleicht dieser Deu-
tungsv
orschlag: Er könnte auch diejenigen Leute gemeint haben (ich pro-
voziere etwas), die einerseits öffentlich immer ach so ausländerfreundlich auftreten, dann aber ihre eigenen Kinder lieber doch auf eine Privatschule schicken, weil in der öffentlichen Grundschule so viele Ausländer sind...

Man könnte das auch weiter spinnen: Die Leute könnten auch Dieter Bohlen gut finden, aber wollten vielleicht einen Dieter Bohlen dann doch lieber nicht als Nachbarn haben...   
Aber mal im Ernst: Fußballspieler Boateng wohnt in einem Münchner Luxusviertel. Anwohner, auch ärmere, beschreiben ihn keineswegs als "fremd", sondern als freundlich, auf dem Teppich geblieben, als guten, unauffälligen Nachbarn. Man könnte ja mal fragen, ob man Herrn Gauland dort als Nachbarn haben wollte.
Und im übrigen, liebe Journalisten und Internet-Herzinfarktgefährdete:
In China ist angeblich ein Sack Reis umgefallen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass mal wieder ein Aufreger konstruiert wurde...
 

Die Medien ziehen Bilanz des Katholikentages: Die AfD als Schlagzeilen-Sieger und außerdem verpasste Chancen?

Die Reaktionen in den Medien zum Leipziger Katholikentag sind auffallend kontrovers.
Wie auch schon von mir bemerkt: Das Konzept von ZdK-Präsident Sternberg, stur auf Teufel komm raus an der Gesprächsverweigerung mit
der AfD festzuhalten, hat sich medienmäßig überhaupt nicht auszgezahlt. - Er befand sich freilich in der Zwickmühle: Erst hatte man den fragwürdigen Beschluss gefasst, dann kamen mehr oder weniger er-
staunte Kommentare in den Medien - aber dann noch das Ruder herum-
reißen?
Man entschloss sich zur bewährten Methode "Augen zu und durch" - und es ging medial in die Hose, zumindest sehr überwiegend. Ausgerechnet das, was er nach ständigem Bekunden vermeiden wollte, nämlich eine Aufwer-
tung der AfD im Medieninteresse, traf durch sein bockiges Nein genau ein. Und so wurde das Großereignis dann auch von dieser Thematik regelrecht überschattet.

Insgesamt sind die Reaktionen in der Presse von freundlich bis kritisch bunt gemischt. Die einen sehen mal wieder ein Aufbruchssignal, wie seit etwa 20 Jahren, und die anderen schreiben über verpasste Chancen.
Das darf sich jeder aussuchen, auch ganz ohne schlaue Journalisten...

Man schaue z.B. ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und HIER !

Sonntag, 29. Mai 2016

Schwere Blamage für den Vatikan: Gegen die "Legionäre Christi" verloren!

Über einen unerfreulichen "Rückschlag" berichtet
heute die Nachrichtenagentur "kathpress" aus dem Vatikan. Gegen die Ordensgemeinschaft der "Legionäre Christi" musste man eine Schlappe hinnehmen.
Es wird dennoch keine Krisen-
sitzung mit Papst Franziskus geben, denn es handelte sich gottlob nur um das alljährliche Fußballturnier, bei dem die Mannschaft des Vatikans in letzter Minute durch das Elfmeterschießen verlor. Tragisch...?  ---> HIER !

Deutscher Finanzmanager wirft bei der Vatikanbank im Streit die Brocken hin!

Das kommt in den besten Familien vor und muss nicht zum Skandal aufgeblasen werden. Allerdings belegt es, dass es zumindest in der Führungsetage der Vatikan-
bank immer noch rumort.
Mit ihm zusammen warf ein zweiter von den insgesamt sechs Vorstandmitgliedern
das Handtuch. - Offenbar war man sich über den weiteren Kurs nicht einig; Einzelheiten drangen jedoch nicht nach außen. Für den ausgewiesenen Finanzexperten Clemens Börsig, vormals immerhin Aufsichtsratschef der Deutschen Bank (!), gab es allerdings offenbar keinen Bedarf mehr an Kompromissen. ---> HIER und HIER !

Weiß jemand mehr?

Papst ermahnt die Ständigen Diakone: Ein guter Diakon "äfft den Priester nicht nach"...!

Heute sprach Papst Franziskus zu mehreren tausend Ständigen Diakonen. Das Thema liegt ihm sehr am Herzen, er wiederholt es
oft in Variationen: Es geht um die innere Einstellung des Dienens bei allen in der Seelsorge Tätigen.
Geistliche sollten jederzeit für ihre Mit-
menschen verfügbar sein, und nicht nach irgendeinem Dienstplan Dienst tun. Es tue ihm regelrecht weh, betonte der Papst, wenn er z.B. in den Aushängen von Pfarreien von "Dienstzeiten" lese - man müsse bereit sein, die wohlverdiente Ruhe jederzeit zu unterbrechen, wenn dies seelsorgerlich notwendig sei. Diakone sollten gütig sein und wie ein Knecht und nicht "den Priester nachäffen"... ---> HIER !

Ich fürchte, das wird nicht jedem Priester und Diakon gefallen.
Öffentlich wird man sich nicht trauen, was zu sagen, aber so mancher wird sich denken, man solle den alten Mann in Rom mal wieder schwät-
zen lassen. Dienst ist bei manchen - nicht nur in Deutschland - Dienst,
und Freizeit ist Freizeit. Es gibt selbstverständlich auch zahlreiche Diakone und Priester, so wie der Papst sie gerne hätte...

"DER SPIEGEL" deckt heute einen Pädophilie-Skandal bei der Piusbruderschaft auf...

Wenn man das mal verfolgt, stellt man fest: Das hat Methode - solche Skan-
dalberichte
erscheinen besonders gerne sonntags, wenn viele nicht er-
reichbar sind, die vielleicht mit ihrer Sicht der Dinge auch einiges zur Klärung der Sachlage beitragen könnten.
Sonntag ist also ein bewährter Skandal-Tag, da hat man die Luft-
hoheit der veröffentlichten Meinung
fast für sich.
Ich verlinke das einfach mal un-
kommentiert und versuche, mich diesbezüglich noch "schlauer" zu machen. Vielleicht weiß auch ein Leser mehr... ---> HIER !

Trauerfeier in Hamburger Kirche für einen getöteten IS-Kämpfer --Angebracht oder nicht?

Es gibt manchmal Situationen, da denkt man: In dessen Haut möchte ich jetzt gerade nicht stecken! - So ging es mir zu-
gebenermaßen auch, als ich zum ersten Mal davon las, dass in einer evangelischen Kirche in Hamburg eine christlich-musli-
mische Trauerfeier für einen getöteten IS-Kämpfer stattfand.
Der Pfarrer hat sich so entschieden, und angesichts der Details dieser ungewöhn-
lichen Geschichte kann man das vielleicht sogar nachvollziehen... ---> HIER !

Ich will da gar kein großes Ding draus machen; deshalb folgen weitere Fundsachen aus den unendlichen Weiten des Internets. Als in Deutschland "Tchibo" da-
mit anfing, neben Kaffee auch noch allen möglichen Krimskrams zu ver-
kaufen, war das eine Marktrevolution. Heute haben wir uns längst daran gewöhnt, dass man an der Tankstelle Croissants kaufen kann und beim Bäcker auch Eintopf mit Wurst bekommt. Das schreitet voran, und inzwi-
schen kann man bei "Burger King" in die Sauna gehen...
---> HIER !
Aber wer weiß: Vielleicht bekommt man in fünf Jahren während des Gottesdienst-Besuchs die Haare geschnitten und das Auto gewaschen?!

Leider muss ich Ihnen mitteilen, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie den "Welttag des Purzelbaums" gerade verpasst haben. Sie können das aber noch heimlich nachholen... ---> HIER !
Tja, da kommen die Vegetarier unter uns jetzt wohl ganz schön in die Zwickmühle... ---> HIER !
... und zum guten Schluss:  Falls Sie was zum Entspannen brauchen - dieser Hund wäre was für Sie. ---> Kurzvideo HIER !

Das Unwort zum Sonntag? - Man nehme einen AfD-Politiker, das ZdK und ein Bordell...

Viele Worte hat er da von sich gegeben, der bekannte AfD-Po-
litiker Dr. Hans-Thomas Tillschneider. *)  In der Zei-
tung wird er dafür auch ge-
bührend zitiert, er habe "Christen verunglimpft". Wie man erfährt, hat er neben vielen anderen Wörtern genau diese auch von sich gegeben: "Mit der Globalisierung und
der zügellosen Masseneinwanderung erhebt sich der Mensch gegen die Schöpfung. Anstatt Widerstand dagegen zu leisten, treibt das „Zentral-
komitee der Katholiken“
diesen Prozeß noch an. Das völlig dem Zeit-
geist verfallene „Zentralkomitee der Katholiken“ hat mit der ecclesia ca-
tholica, von der bei Augustinus die Rede ist, ungefähr so viel gemeinsam wie ein Bordell mit einem Nonnenkloster."
---> HIER !

Von meiner bisherigen Erfahrung ausgehend, nehme ich an, dass ein Teil meiner KREUZKNAPPE-Leser solch eine Aussage empörend finden wird, und andere werden ihm (insgeheim) beipflichten. Ich selbst tendiere hier zu ersterem Teil meiner Leser, wobei ich seine Ausführungen insgesamt etwas seltsam finde, um mich am Sonntagmorgen bemüht gepflegt auszu-
drücken.

Das sagt ja auch nicht irgendein Depp, der zufällig gegen ein hingehaltenes Mikrofon gerannt ist. Falls meine Leser ihn noch nicht kennen (was viel-
leicht ein Kompliment ist), können diese hier einiges über diesen AfD-
Mann erfahren ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Wie man sieht, wird das Knirschen im Getriebe der AfD allmählich lauter hörbar. ---> HIER !
So hatte ich das auch vor Zeiten schon vermutet.
Allen Lesern und sogar allen ZdK-Mitgliedern einen gesegneten Sonntag
- und den Katholikentags-Teilnehmern noch einen schönen Abschluss!

*)   Manchmal kommt die automatische Zeilentrennung am Computer vielleicht genau zur rechten Zeit.