Sonntag, 15. Januar 2017

Antrag abgelehnt: Die Evangelischen kriegen das Freiburger Münster nicht!

Das war wohl doch ein bisschen zu viel verlangt: Die evangeli-
sche Kirche in Freiburg hat den Antrag gestellt, ihren zentralen Reformationsgottesdienst aus-
gerechnet im Freiburger Münster, der Bischofskirche, feiern zu dürfen.
Der Dompfarrer schien anfangs gar nicht abgeneigt, doch das Freiburger Ordinariat pfiff ihn zurück: Kommt nicht in Frage!

Nun feiern sie halt im Stadttheater, und wie man sieht, hat die Ökumene doch irgendwo noch ihre Grenzen, sogar in Deutschland. ---> HIER und HIER !
Video Freiburger Münster ---> HIER !

Kommentare:

  1. Die Arroganz der katholischen Kirche
    kommt wieder einmal zum Vorschein.
    Wenn man freundlich um die einmalige Über-
    lassung einer Kirche gefragt wird, ist es
    unanständig und beleidigend, die Glaubens-
    brüder derart zu brüskieren!!!

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  2. Tipp für die Protestanten:
    Einfach mal beim Papst anrufen, die Sixtinische
    Kapelle steht garantiert zur Verfügung...!
    :-)
    Aber mal im Ernst:
    Wenn man eine große Feierlichkeit begehen will,
    macht man das im eigenen Haus - und nicht beim Nach-
    barn, wie das Freiburger Ordinariat sehr treffen be-
    merkt hat. Wie konnten die Organisatoren nur auf
    solch eine Schnapsidee kommen?

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  3. Wenn ich sowas schon lese
    als Begründung der Evangelischen, warum sie nicht
    eine ihrer eigenen Kirchen dafür benutzen wollten:
    "Wir wollen als Kirche raus in die Welt, dahin,
    wo das Leben spielt" -
    Dann frage ich mich doch, warum man das Freiburger
    Münster dafür haben wollte.
    Wie wär's mit einem Inserat in der Zeitung:
    "Evangelische Kirchen in Freiburg umständehalber
    preisgünstig abzugeben"...?!

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  4. Eine Peinlichkeit für beide Seiten!
    Musste das sein?
    Konnte man das nicht intern bereinigen?
    Davon abgesehen - das war keine gute Idee.
    So bringt man die Katholiken in Schwierigkeiten.

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  5. Helmut Schneider15. Januar 2017 um 13:50

    Es bleibt jedem selbst überlassen,
    sich lächerlich zu machen. Das gilt auch
    für die evangelische Kirche...

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  6. Es geht nicht nur darum, dass Dompfarrer
    Wolfgang Gaber den Antrag zunächst positiv bewertete,
    zumal er und der evangelische Dekan des Kirchen-
    bezirks Freiburg, Markus Engelhardt, miteinander
    befreundet sind.
    Aber soviel Selbstaufgabe oder auch Selbstverleugnung
    von jenen katholischen Freiburgern zu erwarten, denen
    ihre Bischofskirche noch etwas bedeutet, zeigt wenig Einfühlsamkeit.
    Und wenn argumentiert wurde, die evangelische Kirche
    wolle hinaus in die Welt, so steht das Freiburger
    Münster nicht unbedingt für diese Welt.
    Es ist ein Ort, in dem Eucharistie gefeiert wird,
    also auch die Wandlung geschieht. Diese Wandlung
    aber leugnen die Protestanten.
    Eine Sporthalle, ein Kino- oder auch ein Theatersaal
    können stellvertretend für "diese Welt" stehen, nicht
    aber ein Münster.
    Dies ist völlig absurd!

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  7. Als Freiburger Katholik kenne ich die Hintergründe etwas besser. Die Entscheidung des Ordinariats ist zwar psychologisch und vielleicht auch kirchenpolitisch verständlich, aber sie ist kurzsichtig. Was für eine vertane Chance für ein weit beachtetes kräftiges Ökumene-Statement: die protestantischen "Spalter" feiern einen ökumenischen Reformationsgottesdienst in der Freiburger Bürger- und Bischofskirche. Da drückt sich ja auch etwas von"Rückkehrökumene" aus, dir den vorkonziliar orientierten Katholiken so wichtig ist! Der evangelische Freiburger Dekan gilt als sehr katholikenfreundlich. Zwischen ihn und den kath. Dekan passt kein Blatt Papier.

    Schade, dass am Ende die Angst gesiegt hat.

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  8. Nur mal nebenbei: in unserem mehrheitlich protestantischen Kleinstädtchen dürfen wir an hohen Feiertagen seit Jahren selbstverständlich in der deutlich größeren evangelischen Kirche Gottesdienst feiern. Niemand regt sich darüber auf, weder bei uns noch bei den Evangelischen. All freuen sich, dass solches heute selbstverständlich geworden ist.

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  9. Hä? Was geht denn da ab?
    Der Weltkongress der Veganer trifft sich schließlich auch nicht in einem argentinischen Steak-Tempel!

    Aber Freiburg gilt ja sowieso als ein durchgeknalltes Pflaster.

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