Montag, 23. Januar 2017

Bistum Essen: Wir brauchen unbedingt Pop-Musiker in den Kirchen...!

Da gibt es vermutlich auch konträre Sichtweisen, aber vielleicht gilt hier ähnlich wie bei der Diskussion um Trump: Messt das Bistum Essen nicht an dessen Verlautbarungen, sondern an dem, was nachher in der Praxis rauskommt - ob das ankommt, ob das kirchlich und liturgisch sinnvoll und verantwortbar ist, oder ob man wieder mal dem Zeitgeist hin-
terher hechelt und ihn doch nicht erreicht...
Jedenfalls hat man im Bistum Essen beschlossen, zwei Pop-Musiker einzustellen (da gibt es mittlerweile sogar einen Studiengang mit Bachelor-Abschluss dafür), damit die Pop-Musik in der katholischen Kirche des Bistums gefördert wird. ---> HIER !

Ich für meinen Teil habe damit nur geringe Blutdruck-Probleme, aber ich habe es mir notiert und schaue in einem Jahr noch mal, was denn dabei wirklich rausgekommen ist (im Sinne einer würdigen Feier der Liturgie) - und was nicht.

Kommentare:

  1. Wir brauchen nicht mehr Pop-Musiker,
    sondern mehr Beter in unseren Kirchen.
    Wie der Kreuzknappe schon andeutet, leider ohne
    klar Position zu beziehen: Das hat mit würdiger
    Feier der Liturgie oft - nicht immer! - ziemlich
    wenig zu tun,
    es ist laut und hektisch und grell,
    und die Menschen feiern vor allem sich selbst,
    aber nicht Gott!

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  2. Nööö, bitte nicht!!!
    zum reinhören und abgewöhnen

    https://www.youtube.com/watch?v=yyAJfcbyYxE

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  3. Der "Würde"-Begriff des Knappen kommt aus den Steinzeit, im Klartext: aus irgenwelchen monarchistischen Epochen, wenn er meint, nur "Gregorianik" und bloss kein Pop werde die "Würde" der Messe sichern.

    Was ist überhaupt "Würde"? Art. 1 GG: "Die Würde des Menschenist unantastbar" - dann dürfte nach dem Weltbild der Tradis nur noch mitttelalterliche Musik gespielt und verkauft werden.

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    1. Hinweis des Bloggers
      an den Leser "Schorschi":

      Ihnen ist da ein bedauerlicher Tippfehler
      unterlaufen - der Würdebegriff des Knappen
      kommt nämlich nicht aus der Steinzeit,
      sondern...

      http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html

      http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html

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    2. Falls @Schorschi zu faul ist, im ersten vom Kreuzknappen angegebenen Link lange zu suchen:

      Kap. 6, Pkt. 116: "Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen. Andere Arten der Kirchenmusik, besonders die Mehrstimmigkeit, werden für die Feier der Liturgie keineswegs ausgeschlossen, wenn sie dem Geist der Liturgie im Sinne von Art. 30 entsprechen."
      Auch interessant: Pkt. 120: " Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben. Andere Instrumente aber dürfen nach dem Ermessen und mit Zustimmung der für die einzelnen Gebiete zuständigen Autorität nach Maßgabe der Art. 22. § 2,37 und 40 zur Liturgie zugelassen werden, sofern sie sich für den heiligen Gebrauch eignen oder für ihn geeignet gemacht werden können, der Würde des Gotteshauses angemessen sind und die Erbauung der Gläubigen wirklich fördern."

      Vielleicht noch ein besonderer Hammer für Schorschi (in ebenderselben Konzilskonstitution): Kap. 3 ("Die Erneuerung der Heiligen Liturgie"), Pkt.36,1,§1: "Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben, soweit nicht Sonderrecht entgegensteht." (Mit "Sonderrecht" ist vor allem die uralte Erlaubnis gemeint, für einige Gegenden -Tschechien, Kroatien - zu gewissen Anlässen statt Latein auch Kirchenslawisch zu verwenden)
      Perfekt dazu passend: Kap. 2, Pkt. 54: "Der Muttersprache darf im Sinne von Art. 36 dieser Konstitution in den mit dem Volk gefeierten Messen ein gebührender Raum zugeteilt werden, besonders in den Lesungen und im "Allgemeinen Gebet" sowie je nach den örtlichen Verhältnissen in den Teilen, die dem Volk zukommen. Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden Teile des Meß-Ordinariums auch lateinisch miteinander sprechen oder singen können. Wenn indes darüber hinaus irgendwo der Gebrauch der Muttersprache bei der Messe in weiterem Umfang angebracht zu sein scheint, so ist die Vorschrift des Artikels 40 dieser Konstitution einzuhalten."

      Falls Schorschi und andere "vom Geist des Konzils beseelte", für die schon das Wort "Latein" pfui ist und die meinen, wahre Kirchenmusik muss auf jeden Fall fetzen, mir das alles nicht glauben sollten: Ich habe euch jetzt angegeben, wo ihr das genau findet. Schaut selber nach.

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  4. "Macht das Haus meines Vaters nicht zu
    einer Räuberhöhle" - wer hat das wohl gesagt,
    Schorschi?
    Die würdige Feier der Eucharistie ist Quelle und
    Höhepunkt christlichen Lebens.
    Sie finden sicher selbst heraus, wo das steht...

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