Montag, 9. Januar 2017

Das wird jetzt einige enttäuschen: Kardinal Müller distanziert sich von Papst-Kritikern!

Es werden im Internet immer wieder
gerne erhebliche Differenzen zwischen Papst Franziskus und Kardinal Müller konstruiert, und man müsste mal nachzählen, wie oft schon gemutmaßt wurde, der Rauswurf des obersten Glaubenshüters stände unmittelbar bevor.
Doch Kardinal Müller lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass er die Art und Weise der Papstkritiker nicht begrüßt, und in einem aktuellen Interview demonstriert er, wenn ich die holprige maschinelle Über-
setzung richtig verstehe, seine Solidarität
mit dem Papst.
"Ich mag es nicht", muss er da wohl erklärt haben, dass versucht werde, eine "brüderliche Korrektur des Papstes" zu fordern. Und ergänzend sinn-
gemäß: "Wir sind sehr weit weg von einer Korrektur", und er sehe es als einen "Verlust" für die Kirche an, dass diese Diskussion öffentlich statt-
finde. -     Übersetzungsexperten können mich gerne korri-
gieren oder ergänzen!  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wieso enttäuschen?
    Anfangs hat Müller sich auffallend zurückgehalten
    und keinerlei Kommentar dazu abgegeben,
    aber offenbar wird er jetzt vom Papst unter Druck
    gesetzt und will seine eigene Haut retten.

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  2. Angesichts der auf Hochtouren laufenden amerikanischen Kampagne wohl das Mindeste, was Müller machen kann.
    https://www.youtube.com/watch?v=MUvcqiIEvko

    Die wichtigste Aussage ist wohl die Klarstellung:
    ...non si tratta di un pericolo per la fede...
    (es gibt hier keine Gefahr für den Glauben)

    Damit widerspricht er in erster Linie dem schrägen Statement von Kdl. Brandmüller ("Wer fortgesetzten Ehebruch und den Empfang der Heiligen Kommunion für vereinbar hält, ist Häretiker und treibt das Schisma voran.") aus der Spiegel-Reportage von Walter Mayr, das auch in dem obigen EWTN-Video prominent ausgeschlachtet wird.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/12/papst-franziskus-soll-gesagt-haben-er.html

    Es gibt keine "unabänderliche Lehre", der die behutsamen Zugeständnisse aus AL irgendwie widersprechen würden. Das schließt natürlich auch die "Fußnoten" ein.

    Ansonsten legt er sich nicht groß fest und kritisiert vor allem, dass die Kritik öffentlich gemacht wurde. In dem Punkt finde ich ihn aber nicht überzeugend. Brandmüller hat grds. schon recht, wenn er sagt: „Die dubia sollen die Debatte in der Kirche fördern, und das geschieht ja auch.“
    http://de.radiovaticana.va/news/2016/12/27/vatikan_%E2%80%9Ekeine_%C3%B6ffentliche_br%C3%BCderliche_zurechtweisung%E2%80%9C/1281939
    Das Problem an den "dubia" ist nicht die öffentliche Debatte (die wollte der Papst sowieso), sondern die versuchte Erpressung und die Behauptung, es gebe in dem Punkt eine "unabänderliche Lehre".

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  3. Es ist typisch und verräterisch, dass Müller
    auf die Argumente bzw. Fragen im Schreiben der
    vier Kardinäle überhaupt nicht eingeht.
    Ihn interessiert nur, dass er selbst ungeschoren aus
    der Situation herauskommt und dass man den Papst un-
    gestört schalten und walten lässt.
    Kardial Müller wird immer mehr zu einer Enttäuschung!

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    1. Nein. Kardinal Müller weiß eben noch, dass auch bei einem Papst, der einem selber nicht so gefällt (und das ist hinichtlich Franziskus bei Müller sicherlich so, der wurde ja von Benedikt kreiert), dennoch unumstößlich gilt: Ubi Petrus, ibi ecclesia!

      Das sollten die (gar nicht mehr) "romtreuen" Dauerkritiker des Papstes und jetzt auch von Müller mal meditieren.

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  4. Da ist wohl dringend
    eine brüderliche Zurechtweisung von Kardinal
    Müller angebracht!

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