Sonntag, 8. Januar 2017

Die Bloggerszene habe sich bezüglich Papst in eine Schlammschlacht verwandelt...

... erklärt Guido Horst in einem langen Artikel in der "Tagespost".  Bezüglich
Papst und Vatikan habe sich
die "kirchennahe Blogger- und Twitter-Szene in eine Schlamm-
schlacht verwandelt"
, konnte man am 5. Januar lesen; der Beitrag ist zur Zeit noch online.
Als Beispiel zählt er den Vati-
kanisten Sandro Magister auf, der weltweit viel beachtet und gelesen wird. Aber auch Guiseppe Nardi von "katholisches.info" fällt ihm ein, "den unter diesem Namen noch niemand persönlich kennengelernt hat"

Früher sei Sandro Magister durch besondere Treue zum Lehramt auf-
gefallen, aber "mit Franziskus kam die Wende"; Magister sei ein im Vati-
kan gut vernetzter Dokumentensammler, den man zeitweilig sogar unter Papst Franziskus aus dem Vatikanischen Pressesaal ausschloss, weil er zu indiskret war. 

Dann fällt Guido Horst ein, dass im Mai 2011 insgesamt 150 von 750 an-
gemeldeten katholischen Bloggern aus aller Welt im Vatikan zu Gast sein durften, und es sei vom "Beginn einer wunderbaren Freundschaft" die Rede gewesen. Der Vatikan habe die Bedeutung der Internet-Schreiber richtig erkannt. 

Doch seit dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. habe eine "Polarisierung der Internet-Szene" eingesetzt. Zur endgültigen Spaltung der "Internet-Gemeinde" hätten die beiden Familiensynoden 2014/15 geführt, und der Bogen der Franziskus-Kritiker habe sich immer weiter gespannt...
Ob das so stimmt? ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich habe den Eindruck, da hat Guido Horst so
    ziemlich alles verwurstet, was im gerade unter die
    Finger kam. Nichts Neues, und viel zu langatmig dazu.
    Er wirft auch alles in einen Topf, die Vatikanisten
    und die katholischen Freizeit-Blogger, für die er
    nur das Sätzchen übrig hat, dass es in Rom mal eine
    Tagung für sie gab. - Unergiebige Lektüre!

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    1. Tradi's Liebling8. Januar 2017 um 19:12

      Quatsch, die angeblich katholischen Blogger
      sind doch indirekt alle zitiert - man schaue
      nur auf das Wort "Schlammschlacht".
      Genau so ist es, die meisten Blogs haben doch
      ihre private Hetzjagd auf Papst Franziskus
      im Dauerprogramm!

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  2. Es ist unter Papst Franziskus eisernes Prinzip,
    dass grundsätzlich immer die anderen schuld sind.
    Er schimpft auf die bösen Zeitungen, denn das sind
    "Kot-Esser", er schimpft auf die Kurie, die sind
    alle krank, er schimpft auf seine Kritiker, er
    schimpft auf die Kapitalisten...
    Eine Schlammschlacht kann es immer nur geben, wenn
    jemand den Schlamm dafür zur Verfügung stelllt,
    um das Wort Kot zu vermeiden.

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  3. Guido Horst zeigt hier eine bemerkenswerte Analysekraft sowie eine bemerkenswerte Loyalität zum Papstamt. Denn wer Horsts Beiträge kennt, der weiß, dass Horst eigentlich auf der anderen Seite steht: Auf der Seite der Sperrminorität der Synode, also auf Seiten derer, die Amoris Laetitia ablehnen.

    Damit positioniert er sich mit seiner Analyse gegen seine alten Freunde, und, trotz gegenteiliger Meinung, auf Seiten des Papstes. Er kann damit als einer der wenigen verbliebenen "Papsttreuen" oder "Romtreuen" durchgehen. Die anderen sollten dringend ihr peinliches "Blogger gegen Romophobie"-Schildchen von ihren Seiten entfernen.

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    1. "Loyalität zum Papstamt" ist für den inoffiziellen Pressechef des Glaubenspräfekten erstens eine Selbstverständlichkeit. Zweitens hat er sie erst vor einer Woche gröblich verletzt.

      Sollte er sich hier wirklich wie Herr @Kuhn meint "gegen seine alten Freunde" positionieren (was ich so gar nicht sehen kann), dann tut er das allenfalls als Alibi für letzte Woche, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und nicht auf Spadaros Abschussliste zu geraten.

      Das Lob ist also unverdient, ich sehe ihn als eine der unangenehmsten und falschzüngigsten Gestalten überhaupt in dieser Szene. Die Finger macht er sich nicht schmutzig, aber aus dem Hinterhalt mischt er mit.

      Klar einzuordnende Papstfeinde wie Nardi oder Tosatti (oder auch Magister) sind mir lieber. Bei denen kommt die Feindschaft jedenfalls von Herzen. Horst schießt aus der zweiten Reihe mit vergifteten Pfeilen und will es danach nicht gewesen sein. Unangenehmer Typ.

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    2. Ich denke, da muss ich ihnen in weiten Teilen rechtgeben. Mir scheint, ich war gestern nacht bereits in zu friedlicher Schlafstimmung. Macht aber nichts, wenn man jemanden, den man nicht leiden kann, aus Versehen auch mal lobt.

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    3. Ok, da haben Sie auch wieder Recht.

      Ich bin auf Guido Horst ehrlich gesagt auch schlecht zu sprechen, weil er mir schon häufig als besonders hinterhältig aufgefallen ist und gern über Bande spielt. Das mag nicht ganz ausgewogen sein.

      Soo schlecht ist der Kommentar zugegebenermaßen nicht und an "Analysekraft" fehlt es Horst natürlich auch nicht.
      Ich sehe Horsts Kommentar jdfs. im Schatten seiner unkritischen Übernahme der Tosatti-Geschichte letzte Woche. Damit hat er ganz bewusst ein Schmähgerücht weitergetragen und salonfähig gemacht und kein einziges der verdrehten und verzeichneten Details dieser Meldung ausgelassen, korrigiert oder in Frage gestellt (obwohl er es als Intimus von G.L.Müller selbstverständlich besser weiß und die Geschichte korrekt oder aus eigener Kenntnis hätte schildern können). Meine empörte Reaktion darauf hat Felizitas Küble leider nicht freigeschaltet (wahrscheinlich fand sie's zu "gehässig", schaltete aber zugleich die unmöglichsten Schmähkommentare gegen den Papst frei :-)

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