Dienstag, 17. Januar 2017

Die "Tagespost" schlägt Alarm: "Amoris Laetitia" - das Schisma ist jetzt faktisch da!

Würde man beispielsweise einen der engsten Vertrauten des Papstes fragen, wie denn die Stimmung derzeit ist, würde der bestimmt berichten, Papst Franziskus sei angesichts der zuneh-
menden Kritik dennoch ganz gelassen und entspannt. 

Im Internet findet man auch etliche Stimmen, die argumentieren, die "Aufregung" über "Amoris Laetitia" und z.B. über das Dokument der Bischöfe von Malta sei doch nur ein Sturm im Wasserglas, inszeniert von den Erzkonservativen in der Kirche, wie auch z.B. der Brief der vier Kardinäle an den Papst.
Es gibt also sehr verschiedene Wahrnehmungen, und das in einer Mächtigkeit oder medialen Präsenz, wie das doch für kirchliche Verhält-
nisse eher ungewohnt ist. Ganz aktuell kann man z.B. in der "Tagespost" zwei Artikel lesen, die sich kritisch mit den Folgen bzw. der praktischen Umsetzung von "Amoris Laetitia" befassen, und denen fehlt es nicht an Dramatik: Da wird zum einen Kardinal Caffarra zitiert, der darüber berichtet, in welch furchtbare Lage nun Priester gebracht würden; sie seien zum Teil schon ratlos und könnten das kaum noch mit ihrem Gewissen vereinbaren, was andere da - ebenfalls mit Berufung auf ihr Gewissen - beim Kommuniongang praktizierten. Aus Gesprächen wisse er, dass da
bei manchen Priestern "ein Gewicht auf ihren Schultern lasten würde,
das sie gar nicht tragen können..."
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Ein "Hammer" ist auch der zweite Artikel, den Guido Horst gestern veröffentlichte: Unter der Schock-Schlagzeile "Faktisches Schisma" schreibt er, bei Gesprächen im Vatikan stoße er in diesen Tagen auf Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit. Wenn jetzt z.B. die Bischöfe von Malta unter der Verantwortung eines dem Papst nahe stehenden füh-
renden Mitarbeiters der Glaubenskongregation (Erzbischof Charles Scicluna) die Priester anweist, zu respektieren, was die wiederverheiratet Geschiedenen mit ihrem Gewissen und dem lieben Gott ausmachen, dann ist das faktisch schon das befürchtete Schisma.
Der Vatikan, der früher in Konflikten eingegriffen habe, sei nun "nicht mehr in der Lage, für Klarheit zu sorgen". Das "große Anliegen des Papstes" sei gerade dabei, in einer "immer giftiger werdenden Auseinandersetzung... unterzugehen"... ---> HIER !