Montag, 9. Januar 2017

Flüchtlingspolitik: Ein Pfarrer macht sich (un)beliebt, weil er nicht mehr mitspielt...

Pfarrer Zoltán Németh sieht nicht aus wie ein Revoluzzer, und er ist auch keiner. Aber er spielt nicht mehr mit bei der ablehnenden Haltung Flücht-
lingen gegenüber, wie sie in Ungarn der Normalfall in Politik, Gesellschaft und Kir-
che ist. 

Wer sich nicht daran erinnern kann: Ein ungarischer Bischof widersprach öffentlich und international zitiert Papst Franziskus, als dieser die Katholiken zur Hilfe für Flüchtlinge aufrief: "Das sind keine Flüchtlinge, das ist eine Invasion", wird er zitiert ---> HIER !
Die katholische Kirche Ungarns hat in der Flüchtlingsfrage mehrheitlich eine völlig andere Haltung als die meisten Katholiken Deutschlands:
Man ist skeptisch, ob das gut geht, und man verhält sich still gegenüber dem strikt ablehnenden Kurs der ungarischen Politik. Kritiker dieses Kirchenkurses vermuten, das könnte zum Teil auch mit einer gewissen Abhängigkeit der Kirche zu tun haben ---> HIER !
Es gibt jedoch durchaus Pfarrgemeinden, die Flüchtlingen helfen, aber die Kirchenführung hält sich überwiegend bedeckt ---> HIER !

So, nun können Sie, liebe Leserinnen und Leser, in etwa ermessen, was der Pfarrer von Körmend mit seiner Aktion an Beachtung auslöst, wenn er z.B. Flüchtlinge aus einem nahen Lager in seinem Pfarrheim aufnimmt. Die Zu-
stände dort seien so schlimm, dass er sich zum Handeln gezwungen sah, lässt er seine Vorgesetzten und die Öffentlichkeit wissen ---> HIER und HIER !

Ich schätze mal, er würde viel Papier brauchen, wenn er jetzt alle Mord-
drohungen und Beleidigungen aufschreiben wollte...