Dienstag, 31. Januar 2017

Harter Vorwurf in Medien: Papst Franziskus misst bei Missbrauch mit zweierlei Maß!

In mehreren Zeitungen findet
man derzeit Artikel wie den in der "Badischen Zeitung", wo es in der Schlagzeile heißt: "Papst Fran-
ziskus misst bei der Verfolgung sexuellen Missbrauchs mit zweierlei Maß"
... ---> HIER !

Wir erfahren dort und anderswo
( siehe z.B. Vorwurf der bloßen "Lippenbekenntnisse" ---> HIER !), dass Papst Franziskus angeblich oder tatsächlich nicht unbedingt in jedem Falle von bekannt geworde-
nem Missbrauch wirklich durch-
greift. Man glaubt, ihm nachweisen zu können, dass er bei Geistlichen, die auf der päpstlichen Linie liegen, deutlich sanfter verfährt als mit Priestern aus der konservativen Ecke. ---> HIER und HIER und HIER !

Ist das wirklich so - oder wird da schlicht und einfach Stimmung ge-
macht gegen einen Papst, der vor Jahresfrist noch jubelnd in den Medien-Himmel gehoben wurde?

Kommentare:

  1. Sie brauchen garnicht so herumzueiern,
    lieber Kreuzknappe,
    nicht "man glaubt ihm nachweisen zu können",
    sondern es muss heißen: man hat ihm nachge-
    wiesen, die Fakten sind doch nicht zu leugnen!

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  2. ...oder wird da schlicht und einfach Stimmung ge-
    macht gegen einen Papst...?

    Das ist schwer zu sagen.

    Artikel wie der in der "Badischen Zeitung" beruhen auf Emiliano Fittipaldis nach allem, was man liest, recht banalem und oberflächlich recherchiertem Enthüllungsbuch, über das die einschlägigen Leser dieses Blogs vor ein paar Tagen noch sehr kritisch urteilten.
    https://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/enthullungsbuch-uber-missbrauch-und.html

    Mynonarius' Reaktion kann man da wohl nur als Reflexposting eines Papstfeinds einstufen, der überall da, wo der Papst unter Beschuss gerät, automatisch den Like-Button drückt.

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  3. Solche Papstfeinde nehmen momentan natürlich jegliche Munition dankbar auf; von daher kann man davon ausgehen, dass da vieles von der Bannon-Burke-Connection bzw. generell aus dem rechtsextremen amerikanischen Spektrum lanciert oder gehypt wird, was in der Berichterstattung auftaucht.
    Auch in der skandalösen Anti-Papst-Sendung von EWTN vom 5. Januar tauchte die Geschichte nat. auf (ab Minute 20:30):
    https://www.youtube.com/watch?v=MUvcqiIEvko

    Die Sache mit der Verschiebung der Zuständigkeit von der Glaubenskongregation weg ist relativ brisant, wurde aber klar aus dem papstkritischen Sektor gehypt und in nicht ganz nachvollziehbare Zusammenhänge gestellt (siehe dazu den ebfs. Anfang Januar ersch. Artikel von Brendan Dougherty).
    In dem Buch von Fittipaldi taucht das natürlich alles noch nicht auf.

    Von den im Artikel der "Badischen Zeitung" genannten Fällen ist die chilenische Geschichte besonders unschön. Bei der Durchsetzung des umstrittenen Bischofs von Osorno, eines Karadima-Vertrauten, machte der Papst eine sehr schlechte Figur -- ebenso allerdings auch die Glaubenskongregation (die mit der Verfolgung von Tätern bislang betraute Behörde) und Kdl. Müller selber bei seinem Chilebesuch. Karadima behauptet ja seit Jahren, er habe massenhaft belastendes Material gegen alle möglichen Bischöfe in der Hand.

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/behauptung-papst-franziskus-wirft-drei.html?showComment=1483560630838#c704675681736998040

    Pell ist ein alter Hut, sein Fall ist am besten von John Sylvester im August 2016 bewertet, meine ich.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/08/vatikan-sexuelle-vorwurfe-gegen.html?showComment=1470677037782#c5604728264447359179

    Maradiaga ist Kardinal in Honduras, einem Staat mit völlig marodem Rechtssystem; eine mit rechtsstaatlichen Verhältnissen unvergleichbare Lage. Dass er da zögerlich war, beschuldigte Priester dem zivilen (komplett korrupten) Justizsystem auszuliefern, kann man bis zu einem gewissen Grad verstehen. Inwieweit Anschuldigungen überhaupt stimmen oder aus politischen oder kriminellen Motiven heraus lanciert werden, ist da oft gar nicht einzuschätzen. Das muss man zumindest mitbedenken.

    Der u.a. auch in Tradikreisen seit langem gegen den Papst verwendete und m.W. auch bei Fittipaldi herausgestellte Fall des belg. Kdl. Daneels taucht in dem Artikel der "Badischen Ztg." komischerweise gar nicht auf.

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  4. Ich wäre dafür, dass er sich endlich um die liturgischen Missbräuche kümmert.

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