Samstag, 28. Januar 2017

Herr Kardinal Kasper, wie wär's denn mit Kirchen-Einheit im pastoralen Einzelfall nach Gewissensprüfung des Pfarrers?

Ja, ja, ich gebe es zu, jetzt werde ich ironisch. Wie man heute gegen Abend in diversen Medien lesen kann, hält Kar-
dinal Kasper
die Wieder-
vereinigung der Christen für
in absehbarer Zeit "durchaus denkbar", wobei allerdings "keine Einheitskirche" ent-
stehen werde, "in der alles gleichgestaltet wird". --  Die theologischen Differenzen, so liest man es beim Kölner "domradio" nach einer Vorlage von KNA, seien lösbar, sagte Kasper in Coburg beim traditionellen Neujahrsempfang des Erz-
bistums Bamberg. Bei der angestrebten Kircheneinheit gehe es um einen Austausch von Gaben und Ideen, "welche die verschiedenen Kirchen be-
sitzen"
. ---> HIER !

Ja, die Trennung der Kirchen durch die Reformation ist eine schmerzende Wunde (weswegen auch nicht jeder Christ das Reformationsjubiläum 2017 "feiern" möchte) und sicher ganz und gar nicht im Sinne Jesu.
Aber ich provoziere jetzt mal und greife die Ideen für den pastoralen Um-
gang mit wiederverheiratet Geschiedenen auf: Wäre es da nicht denkbar (Gott möge es verhüten!), dass man in den Bischofskonferenzen und in den Pfarrgemeinden vor Ort entscheidet? Könnte man die Kircheneinheit dann nicht im pastoralen Einzelfall durchboxen, nach einer gründlichen Gewis-
sensprüfung des Pfarrers?

So, genug gelästert - jetzt schreite ich hier zur Vorbereitung des Abend-
essens für unsere große Familienrunde. Es gibt leckere Pfannkuchen mit diversen Füllungen, gewissermaßen also Einheit in der Verschiedenheit...