Freitag, 27. Januar 2017

Heutiger Gedenktag an Nazi-Opfer: Nur die politisch obligatorische Routine-Trauer?

Am 3. Januar 1996 "verordnete" der damalige Bundespräsident Roman Herzog, dass zukünftig
der 27. Januar jährlich der
"Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" sein soll. Erst im Jahre 2005 wurde dieser Tag auch von der EU zum europäischen Gedenk-
tag erklärt.
Nun wird jedes Jahr im Bun-
destag und bei verschiedenen Gedenkveranstaltungen völlig zu Recht der schlimmen Verbrechen der Nazis und insbesondere der riesigen Schar ihrer Opfer gedacht. 

Dieser Tage liest man (dem Leser danke für den Tipp), dass die AfD daran herumnörgelt und zum Teil argumentiert, man solle doch endlich von die-
ser "dämlichen Bewältigungspolitik" Abstand nehmen - eine Formulierung, die bei manchem Zeitgenossen Brechreiz verursacht. ---> HIER  und HIER !

Aber wie empfinden es die Leute, die Normalbürger?               Können unsere Schüler heutzutage wirklich noch etwas damit anfangen? - Ich fürchte, man würde eine bittere Pleite erleben, wenn man in den Schu-
len danach fragte, was alles im Dritten Reich passiert ist (als ehemaliger Lehrer habe ich da einige üble Erlebnisse gehabt).

Also eine Gedenkfeier nur für die Eliten, und nur ein "Alle-Jahre-wieder", weil es politisch obligatorisch ist? - Ich schätze mal, das ist ein Thema, bei dem heutzutage womöglich nicht jeder seine ehrliche Meinung öffentlich bekunden wird...
Was mich betrifft, ich bin ohne Wenn und Aber für solche Gedenktage,
wie ich auch im privaten Leben "Gedenktage" habe, die Todestage und die Geburtstagstermine geliebter Menschen usw. - Eine Erinnerungskultur,
so meine Meinung, ist aber weit mehr als solche Routine-Gedenken wie heute...

Man schaue z.B. mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER !