Sonntag, 1. Januar 2017

Italienischer Priester schickt Hilferuf an Behörden: Wir haben Angst, dass Migranten uns lynchen!

Aus der Ferne fällt es immer relativ leicht, ein toleranter Mensch zu sein und Verständnis für alles zu haben. Wenn aber etwas in unmittel-
barer Nachbarschaft geschieht, dann regt man sich in Deutschland manchmal schon über das zu grelle nächtliche Außenlicht am Nachbar-
gebäude auf. 

In Italien ist jetzt ein katholischer Priester in die Schlagzeilen geraten, weil er einen Alarm-
Brief an die zuständigen Behörden in Mailand geschrieben hat. Wie die Presse schreibt, hat Francesco Inversini von der Gemeinde "Christo Re" im Norden Mailands ständig Ärger mit illegalen Flüchtlingen, die in einem Gebäude in der Nähe Unterschlupf gefunden haben. 

Nach seinen Angaben werden Kirchgänger regelmäßig belästigt; sogar die Kollekte sei schon gestohlen worden, und Kinder seien verängstigt durch deren Auftreten. Man fühle sich von diesen Migranten regelrecht belagert, und mittlerweile habe man Angst, "dass sie uns töten werden", erklärt ein Kirchenangestellter. 
Die Anwohner würden auch immer wütender... - Es ist im Grunde wie so oft: Erst ein erhebliches Versagen der Behörden bringt das Fass zum Überlaufen. - Wie verzweifelt muss dieser Priester sein, dass er diesen Schritt an die Öffentlichkeit wagt!
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die Familien dieser jungen Männer haben wahrscheinliche viel Geld für deren Ticket nach Deutschland bezahlt, damit sie nach Deutschland gelangen und dann ihre (Groß)Familie ins gelobte Land nachholen.

    Jetzt stecken sie in Italien fest, einem Land, das keine so herzliche Willkommenskultur kennt wie Merkelland. Wen wundert es, wenn diese jungen Männer nun etwas agressiv werden?

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  2. Bei solch einer schrecklichen Meldung
    frage ich mich zweierlei:
    1.) Warum bringt der Kreuzknappe das?
    2.) Warum bringen unsere führenden Medien das nicht?
    Gibt's Antworten???

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    1. "Stimmungsmache" ist wohl der Schlüsselbegriff, um diese Frage zu beantworten. "Narrativ" ist auch ein wichtiges Stichwort. Warum ein Ereignis unsere Aufmerksamkeit hervorruft, hat viel mit der eigenen Sichtweise und den eigenen Imaginationen zu tun. Das gilt für den Knappen genauso wie für andere Medienmacher. Und natürlich für das jeweilige Publikum.

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    2. Ich gehe davon aus, dass Sie das dann
      bei jedem meiner Beiträge fragen!?
      Vielleicht hängt beides (1+2) auch irgendwie
      zusammen...?

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    3. Gute Frage,
      denn das Thema hat bei den Linkskatholiken
      ganz sicher wieder Schnappatmungs-Qualität!
      Es wird geradezu panisch darauf geachtet, über eine
      gewisse Gruppe, die zu uns gekommen (worden) ist,
      bloß nichts Negatives zu berichten,
      gemäß der Beschwörungsformel "Wir schaffen das!"
      Allein die Veröffentlichung einer Nachricht,
      die in ITALIENISCHEN Medien ganz selbstverständlich
      offen diskutiert wird, fällt bei uns ja schon fast
      unter Hassreden.
      Dabei ist es im Grunde Schreibern wie dem Kreuz-
      knappen zu verdanken, dass man sich von den Lücken-
      medien nicht völlig überrumpelt und manipuliert fühlt.
      Danke, Kreuzknappe,
      und wenn Sie Schelte dafür beziehen, dass sie
      das schreiben, dann sehen Sie das als Ehrung an!
      Anders wäre das,
      wenn der Blogger sich in seinen Artikeln
      nur auf dieses Thema spezialisieren würde,
      dann könnte man ihm eine gewisse polemische
      Tendenz und Einseitigkeit attestieren.

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    4. HINWEIS DES BLOGGERS ZUR EIGENEN
      WORTMELDUNG um 19.10 Uhr.
      Meine Anmerkung bezieht sich auf Leser "Zaungast";
      die Wortmeldung von Leser "Jorge" war mir zu dem
      Zeitpunkt noch nicht bekannt.

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    5. Das sind halt Wahrnehmungsunterschiede.
      Der eine hält das für eine abseitige Lokalmeldung aus Mailand, die hier keinen interessiert. Der andere hält es für eine "Schockmeldung", die weltweit für Aufsehen sorgen sollte. Beides ist wahrscheinlich übertrieben bzw. nicht ganz richtig.

      Solche Meldungen interessieren durchaus auch hier einige, darunter Stimmungsmacher, die jede Gelegenheit nutzen, um Feindschaft gegen Ausländer zu schüren, oder auch Verschwörungstheoretiker, die eine "Lügenpresse" wittern, aber eben auch eher harmlose Kirchenblogger wie den Kreuzknappen oder Italieninteressierte wie mich.
      Andererseits ist es aber eben auch nichts wirklich Weltbewegendes, dass sich in Mailand Anwohner oder Kirchenmänner über unkontrollierte Unterkünfte von extracomunitari in besetzten Häusern aufregen.

      Norditalien (nicht speziell Mailand, aber z.B. das Veneto) ist in punkto Ausländerfeindlichkeit sowieso am ehesten mit einigen Gebieten Ostdeutschlands zu vergleichen. Dass es da solche Briefe gibt, finde ich nicht erstaunlich. Zumal es eben in Mailand anders als in Ostdeutschland wirklich Probleme mit unkontrollierten Unterkünften von extracomunitari in besetzten Häusern gibt.

      La Repubblica nennt außerdem den "Amri-Effekt", also die verstärkte Panik vor Islamterroristen, nachdem Amri ja in Mailand erschossen wurde. Auch das ist eine plausible Erklärung für die Stimmung, die dieser Priester zum Ausdruck bringt. Nicht ganz schlüssig natürlich, denn die Masse der extracomunitari in solchen Unterkünften sind Schwarzafrikaner und keine Islamisten, aber nachvollziehbar.

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  3. Aus der Predigt zum Altjahresabend des Kölner Erzbischofs Kardinal Woelki - den Schreihälsen ins Stammbuch gepredigt:

    "Und obwohl das so ist, ist 'Gutmensch' bereits seit längerem in unserer Gesellschaft ein Schimpfwort geworden. Gutmenschen seien naiv, dumm und weltfremd, heißt es. Doch in Wahrheit vereint ein Gutmensch viele positive Eigenschaften: Ihm ist nicht egal, wie es seinem Nächsten geht. Er begegnet ihm mit Solidarität, sogar mit Liebe. Er fühlt mit ihm, anstatt sich nur mit sich selbst und seinen Bedürfnisse zu beschäftigen. Er respektiert den Standpunkt des Anderen und seine Eigenheiten, ohne dabei die eigenen Überzeugungen aufzugeben. Dabei ist es ihm wichtig, das Gemeinwohl im Blick zu behalten – und das nicht nur national, sondern global. Wenn er handelt, dann handelt er immer auf Grundlage dieser Überzeugungen. Er setzt sich aktiv für diejenigen ein, die seine Hilfe brauchen, wer auch immer sie sind und woher auch immer sie kommen. Genau deshalb brauchen wir den Mut zu sagen: 'Ja, klar versuche ich gut zu sein, Mensch!' Das ist unsere Weise, das Jahr der Barmherzigkeit fortzuführen, denn wir wollen, dass Gottes Verheißung auch im kommenden Jahr für uns und für alle Menschen gilt: 'Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut!'“

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  4. Ich kann nirgendwo feststellen,
    dass sich der Blogger Kreuzknappe negativ gegenüber
    diesen illegalen (!!!) Flüchtlingen geäußert hat.
    Wer lesen kann, dürfte bemerkt haben, dass die Zielrichtung
    seiner berechtigten Kritik die Behörden sind, die solche
    Zusammenballungen dulden und damit die Probleme erst herauf-
    beschwören, unter denen die Anwohner so massiv zu leiden
    haben. Das sehe ich ähnlich, und auch in Deutschland sind
    Massenunterkünfte mit 400 und z.T. noch mehr Asylbewerbern
    (zu 90 % junge Männer aus unterschiedlichsten Ländern)
    psychologisch und menschlich eine Katastrophe
    und geistig gesehen manchmal vielleicht sogar eine moralische
    Mittäterschaft!!!

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    1. Sebastian

      Wenn dem so wäre, sollte der Kreuzknappe voll auf Merkellinie sein, die diese armen Menschen auf ganz Europa verteilen wollte, damit es zu solchen Zuständen nicht kommt, dann müsste der Knappe vor allem die ach so katholischen Länder im Osten Europas kritisieren, die sich weigern Hilfe zu leisten.

      Es ist aber vielmehr so, dass der Kreuzknappe Meldungen von deutlich rechten Medien sammelt (niemand sonst interessiert sich für solche Fälle in Italien) und hier tagtäglich auflistet, und damit den Rechtsradikalen einen Bärendienst erweist.

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    2. Sebastian, Ihnen ist voll zuzustimmen,
      aber die sprungbereite Feindseligkeit der Linken
      lässt eine Berichterstattung, die in Italien
      sogar von den Massenmedien so formuliert wird,
      in Deutschland nicht zu.
      Merke: Andere Meinungen sind uns Linken immer
      sehr willkommen, unter der Bedingung, dass diese
      unserer Meinung entsprechen!

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