Freitag, 6. Januar 2017

"katholisch.de" im Kampfmodus: "Soll der Reformpapst niedergemacht werden?"

Bei "katholisch.de" muss man darauf achten, dass man möglichst alle Seiten artikelmäßig zufriedenstellt, das ist auch
in Ordnung. Heute lässt man den Redakteur der linkskatholischen Zeitschrift "PUBLIK-Forum" zu Wort kommen, und der befindet sich offenbar im Kampfmodus:
Thomas Seiterich fragt: "Soll der Reform-
papst niedergemacht werden?"
 

Vor unserem geistigen Auge sehen wir schon die Phalanx schwer bewaffneter Konservativer, wie sie dem Stellvertreter Christi auf Erden heimtückisch auflauern, um ihn brutal nieder-
zumetzeln...  -  Der Papst sehe sich "scharfer Opposition gegenüber", erfahren wir nicht ganz überraschend, verbunden mit der Feststellung "Einer so massive kirchliche Kritik am Pontifex gab
es noch nie..."
, und das Schlimmste: "Der Papst hat es immer schwerer. Denn nur wenige stehen ihm im Ringen... so klar bei wie Kardinal Rein-
hard
Marx..." ---> HIER !

Um "katholisch.de" und Herrn Seiterich mal ein wenig auf die Sprünge zu helfen, was Anfeindungen gegen einen Papst betrifft,
habe ich ohne weiteren Kommentar hier einfach mal ein paar Links zum Anklicken bereit gestellt, die auf Artikel im von Herrn Seiterich verant-
worteten "PUBLIK-Forum" verweisen und sich kritisch mit dem Papst beschäftigen...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER ! 
Klar, wenn das bei "PUBLIK-Forum" steht, dann sind das natürlich keine Anfeindungen, sondern perfekt getarnte Lobgesänge...! 

Kommentare:

  1. Herrlich, wie der Kreuzknappe Herrn Seiterich
    entlarvt. Publik-Forum war, wie die Links zeigen,
    früher ja eher ein Kampfblatt gegen den Papst.
    Wenn ich nur daran denke, mit welcher Häme
    man gerade bei uns in Deutschland Papst Benedikt XVI.
    seitens etlicher Funktionärskatholiken immer wieder
    überhäuft hat, wird mir schlecht bei der Heuchelei,
    die ich bei "katholisch.de" lesen muss.

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  2. Ich stimme Herrn Seiterich ausdrücklich zu:
    In den letzten Jahrzehnten gab es noch nie derart
    massive Kritik an einem Papst!
    Wir unterscheiden uns allerdings in der Erklärung
    der Ursachen: Während der Linksjournalist irgendwelche
    von ihm nicht näher genannten Reformen in Gefahr sieht,
    sehe ich zusammen mit den zahlreichen Kritikern den
    Glauben in Gefahr, und darum ist die Kritik mehr als
    berechtigt.
    Papst Franziskus hat es selbst in der Hand, dass die
    vielen Kritiker verstummen...

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    1. Hybris und Erpressung statt Einsicht. Das ist tatsächlich das Problem. Die Kritiker glauben, sie wüssten es besser als der Papst und er müsste ihnen folgen statt umgekehrt. Sie sind aber eben nicht allein in der Kirche.
      Das fiel auch Reformern wie PUBLIK-Forum in der Benedikt-Zeit schwer zu begreifen (sie ignorierten die "Tradis" ja ziemlich arrogant), aber die jetzigen Kritiker sind völlig unbelehrbar und deutlich gefährlicher, weil sie den Papst regelrecht stürzen wollen und keinerlei Rücksicht nehmen.

      https://www.lifesitenews.com/news/2016-the-year-pope-francis-finally-showed-his-hand
      Der Gründer des rechtsextremen Lebensschützermagazins ist ein krasses, aber durchaus nicht mehr abseitiges Beispiel. Solche offen schismatischen Aufrufe gab es m.W. früher so nicht (oder wenn doch, spielten sie kirchenpolitisch keine Rolle und wurden nicht ernstgenommen). Und das, obwohl JPII und Benedikt es den Progressiven ja nun wirklich nicht leicht gemacht haben.

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  3. Kritik und Kritik ist zweierlei.
    Was sich derzeit an Hetzkampagnen gegen den Papst
    abspielt, spottet jeder Beschreibung und ist teil-
    weise gehässig und unter der Gürtellinie!
    Dass selbst führende Kardinäle mit ihrem Brief
    mit Ultimatum an den Papst sowas Unanständiges
    mitmachen, ist enttäuschend!

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  4. Herr Seiterich vermittelt den Eindruck,
    dass er in den letzten Monaten, um sein festes
    Weltbild nicht zu gefährden, weitgehend auf
    Zeitungslektüre verzichtet hat.
    So ist ihm auch entgangen, wie viele Papstfreunde
    ihm zur Seite gesprungen sind, vor wenigen Tagen
    erst Kardinal Baldisseri (der Kreuzknappe schrieb
    auch darüber).
    Offenbar will Herr Seiterich noch ein paar Plus-
    punkte bei Kardinal Marx sammeln...

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  5. Ich schlage vor, Herr Seiterich liest mal
    in einer ruhigen Stunde nach, wie es gerade in
    Deutschland (aber auch anderswo) Papst Paul VI.
    nach der Veröffentlichung von "Humanae Vitae"
    ergangen ist.
    Währe Kübel von Schmutz und Beleidigungen gab es,
    wie ich mich noch recht gut an meine damaligen
    Jahre im PGR erinnern kann.
    Papst Franziskus ist einer, der recht großzügig
    und oft auch mit harschen Worten austeilt,
    da darf man ihm auch zumuten, dass er mit ent-
    sprechender Münze Antwort bekommt!

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  6. Die Papstbejubler sehen allmählich ihre Felle
    davonschwimmen. Der Superpapst hat nichts ge-
    bracht, die Kirchen werden immer leerer.
    Schlimm, wenn man dann auch noch lesen muss, wie
    mit seinen Kritikern umgegangen wird.
    Die Linkskatholiken stempeln jeden, der nicht
    ihrer Meinung ist, gleich mal zum Faschisten ab,
    so einfach geht das.
    Originalzitat im Facebook-Auftritt von "katholisch.de"

    "Die Spreu trennt sich vom Weizen:
    für Rechtskatholiken, Nazis und andere Rechte
    ist dieser menschliche Papst ein Dorn im Auge".

    Wie schön, dass unsere Linkskatholiken mal wieder
    demonstrieren, dass sie im Alleinbesitz der Wahr-
    heit sind. Wer diesen Papst kritisiert, der ist
    auf jeden Fall ein Nazi.
    Und diese Leute gehen brav zur Kommunion,
    nachdem sie derart niederträchtig über konservative
    Katholiken hergezogen sind.

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    1. Lesen kann Leser @Matthis aber schon, oder?
      Merkst du nicht, dass dein eigenes Zitat ("Die Spreu trennt sich ..." etc.) die anschließende Aussage, Papstkritiker würden mit "Nazis" gleichgesetzt, unmittelbar widerlegt??

      (kopfschüttel)

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    2. Lesen kann Jorge aber schon, oder?
      Das habe nicht ich behauptet, sondern ein
      Leser bei "katholisch.de".
      Er nennt "Rechtskatholiken" und "Nazis"
      in einem Atemzug, für ihn ist also ein kon-
      servativer Kardinal wie Burke demnach ein
      Nazi.

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    3. Und für Leser Matthis waren die Benedikt-Kritiker alle pöhse Linksgrüne und Antikirchler.

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