Donnerstag, 5. Januar 2017

McDonalds am Vatikan: Ziehen die Gegner jetzt sogar vor Gericht?

Da hat sich der Vatikan ganz schön was eingebrockt mit der McDonalds-Filiale direkt vor dem Petersplatz; meine Leser sind durch mehrere Artikel bereits informiert; erst am Montag schrieb ich über eine geplante Protest-Demonstra-
tion
---> HIER !

Es könnte für den Vatikan
aber noch dicker kommen, denn der Widerstand formiert sich weiter:
Nun erwägt z.B. der italienische Konsumentenschutzverband eine ge-
richtliche Klage gegen die Genehmigung zur Einrichtung des Schnell-
restaurants... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Tut mir leid, das schreiben zu müssen,
    aber in diesem Falle hoffe ich, dass die Kläger
    gegen den geldgierigen Vatikan Erfolg haben,
    damit die endlich mal eine Lektion erhalten.
    Alle Vorschläge, in den Räumen ein Sozialzentrum
    zu eröffnen, sind an der Vatikanischen Güter-
    verwaltung gescheitert.

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  2. Geldgier gegen Geldgier

    Könnte es nicht sein, dass das Hauptmotiv der Anti-McDonald-Koalition ebenso die Geldgier ist?

    Den Wucher- und Neppkaschemmen der Nachbarschaft dürfte McDonald nämlich ein durchaus unangenehmer Konkurrent sein.

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    1. Könnte so sein.

      Interessant fand ich jdfs., dass sich kath.net in der McDebatte ziemlich klar auf der Seite des Schnellrestaurants positioniert (mit gar nicht so schlechten Argumenten übrigens). Und Nersinger ist zwar kath.net freundlich und lässt seine Bücher von denen vermarkten, aber im Grunde ein korrekter Typ und kein Scharfmacher.

      http://www.kath.net/news/58038
      Besonders interessant ist aber, dass auch Gandalf selbst trotz der ganzen Schmutzkampagnen gegen den Papst in den letzten Wochen für das Schnellrestaurant ist, ebenso das Opus-Dei-Netzwerk "cathwalk". Der Papstsprecher Burke (ebfs. OD) ist ja auch ganz dezidiert dafür.
      Wahrscheinlich steckt das Opus Dei hinter dem McDonalds-Geschäft.

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    2. Da sollte Jorge
      aber auch die ganze Wahrheit schreiben
      und sich die Leserkommentare anschauen.
      Ein Beispiel:
      Cremarius am 2.1.2017
      Widersprüchliches Verhalten
      Papst Franziskus schrieb bekanntlich, dass diese Wirtschaft töte. Er hatte dabei wohl eine ganz bestimmte Art der Wirtschaft im Blick. Mac Donalds reiht sich in diese jedoch ein.
      In Südamerika werden Urwälder gerodet, um Weiden für Viehherden zu schaffen, die Menschen, die in den "Restaurants" arbeiten, verdienen sehr schlecht. Der Druck auf die Zulieferer soll sehr groß sein.
      Von dem Marketing des Konzerns sollte man sich nicht hinter das Licht führen lassen.
      Man kann nun einwenden, dass Geld nicht stinke, doch macht es durchaus stutzig, wenn man sich selbst widerspricht, anders handelt als man redet.
      Ähnlich übrigens auch manches Bistum, dessen Oberhaupt sich gerne betont links gibt, welches aber zugleich Immobilien in bester Innenstadtlage bspw. an umstrittene Billig-Modeketten wie Primark vermietet, die in Asien unter schlimmen Bedingungen fertigen lassen...
      Die Kirche verstand sich einst bestens auf Symbole. Diese sind verheerend, denn es geht um Glaubwürdigkeit...

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    3. Was "kath.net" dazu meint,
      ist ungefähr so wichtig wie der berühmte
      Reissack in China, lieber Jorge.
      Ich stimme Ihnen zu, dass es weiß Gott viel
      größere Probleme in der Kirche gibt,
      aber der Imageschaden in der Bevölkerung ist
      beträchtlich, wenn man bedenkt, dass jetzt
      schon die Verbraucherschutzorganisation eine
      gerichtliche Klage erwägt.
      In nachfolgendem Beitrag der "WELT" bringt es
      ein Restaurantbesitzer genau auf den Punkt:
      "Erst redet der Papst gegen die Multis,
      und dann lässt er sie einen Laden aufmachen!"
      Wenn man nur aufs Geld schielt,
      ist es mit der Glaubwürdigkeit der Kirche dahin.
      Burger und Pommes kann man in Rom übrigens
      nur einen Kilometer weiter genauso gut essen,
      da gibt's nämlich die nächste McDonalds-Filiale.
      Man sollte als nicht heuchlerisch so tun,
      als seien Gegner dieser Filiale direkt vor dem
      Vatikan realitätsfremde Leute, die was gegen
      Schnellimbiss-Läden hätten.

      https://www.welt.de/wirtschaft/video160861722/Mit-dem-Papamobil-zur-Frittenbude.html

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    4. @Netzfischerin: Was irgendwelche kathnet-Leser schreiben, ist doch egal. Die Linie der Macher dieses Mediums fand ich aufschlussreich.

      @August Becher: Völlig richtig, kathnet ist uninteressant, und das Problem finde ich auch unwichtig.

      Was ich an der Sache interessant finde ist halt nur, dass offenbar das Opus den Deal mit McDonalds ausgeheckt hat.
      Ob der Papst gut beraten ist, auf das Opus zu hören, ist eine ganz andere Sache. Im Übrigen macht er das ja auch nicht immer, ganz im Gegenteil. Das päpstl. Familieninstitut wurde ja gerade erst vom Opus gereinigt. Wahrscheinlich ist das McRestaurant eine Art Gegenleistung dafür, mit dem der Papst dem Opus entgegenkommt, um es für den Prestigeverlust in Familiensachen zu entschädigen und ruhigzustellen. Vermutlich mischt er sich deswegen da nicht weiter ein.

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  3. Und in China fallen die allerletzten Reissackerl um...

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