Freitag, 27. Januar 2017

Nicht so voreilig mit der Kritik an der KREUZ-Entfernung bei "Real Madrid"...!

Es sind mal wieder viele in den Medien mächtig empört, und das aus gutem Grund: Der Fußballverein "Real Madrid" will Geld verdienen, viel Geld. - Für einen Großhändler von Fan-Artikeln ist man in die Knie gegangen und hat sich - jetzt schon zum zweiten Mal - vertraglich bereit erklärt, das kleine Kreuz auf dem Wappen des traditionsträchtigen Vereines verschwinden zu lassen. Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Ja, die Kritik ist berechtigt.
Aber gilt hier vielleicht auch: Jeder kehre erst einmal vor der eigenen Tür? Damit meine ich nicht nur hochrangige Bischöfe, die ihr Kreuz bei einem Besuch in Jerusalem verschwinden lassen. Es geht auch um das Einknicken im Alltag und oft auch um den berühmt-berüchtigten vorauseilenden Ge-
horsam: Man gibt vorsichtshalber schon mal nach, bevor der Ärger mit Muslimen überhaupt da ist, siehe z.B. bei der Kantinenverpflegung ohne Schweinefleisch, siehe die Vermeidung von öffentlichen Weihnachtsbäu-
men, die Duldung der Vollverschleierung und vieles mehr.

Wer jetzt auf "Real Madrid" voller Verachtung hinab sieht, hat vielleicht lange nicht mehr in den Spiegel geschaut...

Kommentare:

  1. Selbstkritik ist angebracht, da stimme ich zu.
    Das ändert aber nichts daran, dass die Kritik
    über dieses geldgierige Verhalten von "Real"
    mehr als berechtigt ist!

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    1. Ein Profifußballclub ist nicht aus weltanschaulichen und/oder religiösen Motiven unterwegs, sondern um möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist nun mal so. Gilt auch für jede sonstige Firma.

      Wenn das Kreuz im Vereinswappen in bestimmten Teilen der Welt potentiell geschäftsschädigend ist, dann würde sich der Vereinsvorstand der Untreue verdächtig machen, wenn er aus diesem Grund das Kreuz nicht wegnehmen würde.

      Sorry, aber das ist einfach so. Was die einzelnen Spieler und Funktionäre in ihrem Privatleben als Katholiken oder sonstig Gläubige machen, ist ihre Privatsache.

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  2. Damit meine ich nicht nur hochrangige Bischöfe, die ihr Kreuz bei einem Besuch in Jerusalem verschwinden lassen.

    Das kann man nicht vergleichen.

    Das Verhalten der deutschen Bischöfe in Jerusalem war aus christlicher Sicht und unter Glaubensgesichtpunkten betrachtet vollkommen richtig (der einzige Fehler war wohl, dass sie die Emotionen der von selbsternannten Islamkennern verunsicherten pseudochristlichen Öffentlichkeit daheim unterschätzt und ihre Entscheidung anschließend nicht offensiv genug vertreten haben).

    Bei Real Madrid ist das dagg. eine rein kommerzielle Entscheidung. Die kann aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch "richtig" sein, hat aber mit Glauben gar nichts zu tun. Das kann man viel eher kritisieren, wenn einem das Christentum wichtig ist (oder halt einfach einsehen, dass Real Madrid das Christentum völlig schnuppe ist).

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  3. Das Ablegen des Brustkreuzes durch Kardinal Marx
    ist mir als Peinlichkeit noch in schlimmer Erinnerung.
    Der Image-Schaden für die Kirche ist enorm, und nach-
    träglich hat er versucht, sich herauszureden und andere
    für die Panne verantwortlich zu machen, indem er vor der
    Presse erklärte, die Reise sei von den Organisatoren
    "schlecht vorbereitet" gewesen.
    Vorsichtig erinnert: Als Papst Benedikt die Blaue Moschee
    besuchte, legte er das Brustkreuz NICHT ab...

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    1. Blaue Moschee (Istanbul) ≠ Tempelberg (Jerusalem)

      offizieller Papstbesuch ≠ private Bischofsvisite

      2006 (kurz nach der Regensburger Rede) ≠ 2017 (kurz nach Beginn der Rückeroberung Mossuls)

      Außerdem wäre der Shitstorm gegen Papst Benedikt wegen seines "Gebets" in der Blauen Moschee heute sicher auch noch viel schärfer ausgefallen als damals und von denselben Leuten betrieben worden, die auch gegen die dt. Bfe. polemisieren.

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    2. 2016 natürlich, nicht 2017, sry!

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    3. Und auch vorsichtig erinnert: Als Johannes Paul II. die Omayaden-Moschee zu Damaskus aufsuchte, küsste er dort demonstrativ den Koran!

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  4. Lesetipp für Leute,
    denen die einseitige Sichtweise von "Jorge"
    zu simpel ist:

    http://www.achgut.com/artikel/kreuz_ab_zum_besuch_und_nichts_als_aerger_mit_den_juden

    https://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/deutsche-bischoefe-ohne-kreuz-auf-dem-jerusalemer-tempelberg-anschwellendes-unbehagen-ld.130529

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  5. Der Logik von Kardinal Marx folgend
    sollten wir auf Fronleichnamsprozessionen ver-
    zichten, denn es gibt genügend Mitbürger (und
    Flüchtlinge), die das als Provokation empfinden.

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  6. Kardinal Marx selbst ist eine einzige Provokation. So wie er sein Kreuz auf dem Tempelberg verleugnet hat und sich vor dem Islam verbeugt hat, so verleugnet er Christus. Er hat Gott, seinen Herrn, anzubeten und ihm treu zu dienen. Dies hat er Gott geschworen. Er ist jedoch zu einem Verleugner Christi geworden und zu einem Protestanten geworden. Merkel und Marx sind ja wie Pech und Schwefel zusammen.

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