Dienstag, 10. Januar 2017

Offener "Jubiläumsbrief" von Kölner Priestern mit Kritik und Rückblick nach 50 Jahren im Amt

Bei "katholisch.de" fin-
det man heute aktuell einen "Jubiläumsbrief": Etwa ein Dutzend Priester melden sich mit einem offenen Brief zu Wort, den sie "Rückblick und Perspektiven" überschrieben haben. Klar, wer die Namen liest, der wird den einen oder anderen vielleicht schnell "einsortieren", aber Vorsicht: Man sollte das, was alte Fahrensleute erlebt haben und für die Zukunft der Kirche in Deutschland sehen, nicht von der Hand weisen, sondern sorgfältig lesen, auch wenn man vielleicht nicht mit allem übereinstimmt, wie z.B. mit der Forderung nach Weiheämtern für Frauen.

Lesen lohnt immer, finde ich. -- Artikel ---> HIER, Originalbrief als pdf ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich habe mir gleich mal die Namen der Unterzeichner
    angeschaut, und da sprang mir sofort Winfried Jansen
    ins Auge.
    Ist der identisch mit diesem Priester?

    http://www.rundschau-online.de/region/rhein-erft/sexuelle-grenzverletzungen-erzbistum-versetzt-pfarrer--winfried-jansen-in-den-ruhestand-23468754

    http://www.ksta.de/region/rhein-erft/erftstadt/missbrauchsvorwurf-vatikan-versetzt-erftstaedter-pfarrer-jansen-in-den-ruhestand---23452110

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  2. Offenbar sind einige der Herren auch dem
    "Kreuzknappen" aufgefallen.
    Ich habe auf Anhieb vier der besagten Herren
    (Bussalb, Jansen, Pehl, Hoffsümmer) in der Liste
    der unseligen "Pfarrer-Initiative" als Mitglieder
    entdeckt, das sagt ja wohl genug über solche Leute!
    Wer's nicht weiß,
    der lese mal den "Forderungskatalog" dieser oppositio-
    nellen Gruppe
    http://www.pfarrer-initiative.at/unge.pdf

    Eine Ungeheuerlichkeit !!!

    In einem der sieben Punkte des Forderungskataloges
    der Pfarrer-Initiative heißt es: „WIR WERDEN möglichst vermeiden, an Sonn- und Feiertagen mehrfach zu zele-
    brieren, oder durchreisende und ortsfremde Priester
    einzusetzen“.
    Ich übersetze das mal: Man will also allen Ernstes nur
    eine einzige Sonntagsmesse feiern, egal, wie dringend
    der Bedarf ist.
    Der Priestermangel wird dadurch künstlich gesteigert,
    denn dadurch sind absehbar immer mehr Gläubige ohne
    Priester und ohne Heilige Messe. Langfristiges Ziel
    könnte sein:
    Immer mehr Wortgottesdienste in Laienverantwortung
    statt einer Messe.
    Noch übler stößt die Formulierung „liturgische Gastspielreisen“ auf, die man laut Forderung der
    Initiative unterbinden will. Sprich: Heilige Messen
    mit auswärtigen Priestern sind in Gemeinden der
    Protestler unerwünscht.
    Erstaunlich, dass man die theaternahe Formulierung „Gastspielreisen“ verwendet, als würde der Priester
    eine schauspielerische Leistung für das Gottesdienst-
    publikum erbringen.

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  3. Unglaublich schon die Überschrift "Weil uns die
    Kirche nicht gleichgültig ist" -- das wäre ja noch
    schöner, dass die Priester dickes Gehalt über Jahr-
    zehnte einstreichen und ihnen die Kirche dennoch
    am Ar... vorbeigeht.
    In den Formulierungen steckt viel bla-bla, z.B.
    "Zudem stellen wir fest, dass die neueren Erkenntnisse
    über die Bibel und über die Geschichtlichkeit (!) unserer
    Kirche nicht zum Allgemeingut im Glauben der Christen ge-
    worden sind".
    Nein danke, meine Herren, auf diese Art Bibel-Exegese,
    wie wir sie schon zur Genüge erlebt haben, verzichte ich
    gerne!!!

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  4. "Die Welt staunte und wir fühlten uns bei der Avantgarde
    einer sich erneuernden Christenheit. Leider nahmen später bei Kirchenmännern in Rom und auch im Kölner Bistum die Ängste zu."

    Traurig wenn Priester nach 50 Jahren ihres Wirkens, die Schuld bei anderen suchen. Avantgarde sollte man bei Künstlern und Intellektuellen vermuten, weniger bei Priestern. Kein Wunder, dass ihr Resumé so deprimierend ausfällt. Gott, Jesus der hl. Geist, die Jungfrau Maria, Erlösung, Sündenvergebung, Himmel, Hölle, Tod und Leben sucht man in diesem Brief vergebens. Wie gesagt: Traurig.

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  5. Typische Nörgler!
    Da bejammern sie die Einsamkeit, die sie als zölibatär
    Lebende erleiden mussten. Offenbar haben sie die Möglich-
    keiten, miteinander zu kommunizieren oder sogar zusammen
    zu leben, nicht genutzt; klar, auf jedem Mist kann es ja
    auch nur EINEN Gockel geben.
    Der Zölibat ist keine Strafe, meine Herren, sondern ein
    Geschenk und eine Hilfe für den Dienst als Priester!
    Einfach nur traurig, das zu lesen!

    http://www.rp-online.de/nrw/kultur/der-zoelibat-ist-zeitgemaess-und-notwendig-aid-1.4394529

    https://www.youtube.com/watch?v=EheQi2ApglQ&feature=c4-overview&list=UUu085hrMtY8TbQT_RhXD5dA

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  6. All das, was diese linken Priester wünschen,
    ist in der evangelischen Kirche bereits verwirklich.
    Das Ergebnis (noch mehr Pfarrermangel als bei den
    Katholiken und noch schlechterer Gottesdienstbesuch)
    kennen wir.

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  7. Ich vermute, dass nach dem 2. Vatikanischem Konzil
    Viele davon ausgegangen sind, bald heiraten zu dürfen
    und deshalb Priester geworden sind.
    Da sich ihre als sicher geglaubte Erwartung nicht
    erfüllte, fühlten sie sich womöglich betrogen.
    Da kann sich in all´ den nachfolgenden Jahren schon
    Frust ansammeln.
    Aber ist es nicht so, dass sich auch bei anderen
    Menschen ihre Lebensträume häufig nicht verwirklicht
    haben und sie nun damit zurechtkommen müssen?
    Auf protestantischer Seite sieht es in puncto Glauben,
    wie jeder weiß, nun wirklich nicht besser aus,
    trotzdem dort die Pfarrer und Pfarrerinnen heira-
    ten dürfen.
    Dass sich der Zölibat für manchen in seiner Pfarr-
    wohnung allein Lebenden schwerer leben lässt als in
    einer Gemeinschaft scheint mir nachvollziehbar.
    Allerdings, unser voriger Priester gab mehrmals zu verstehen, dass er nicht Priester sein könne und
    wolle ohne den Zölibat.
    Wenn zukünftig statt eines Priesters eine Priesterin
    am Altar stünde,würde das noch keine lebendigere
    Kirche garantieren.
    Ich bin sicher, die Leute kämen größtenteils nur aus Neugier oder
    Sensationslust und die Kirche wäre erst mal voll, des ungewohnten
    Anblicks wegen.
    Und danach blieben sie auch wieder weg, weil trotzdem Grundlegendes in
    ihrem Glaubensleben fehlte.

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  8. Mal wieder die notorische Tradi-Selbstgerechtigkeit. Alle greifen unisono die Priester an, die natürlich allein Schuld sind am Niedergang der Kirche. Wer die Dinge so simpel sieht und meint, mit mehr Höllenpredigt und Rosenkranz würden die Kirchen wieder voll, ist wirklich blind.

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  9. Liebe Elisabeth,

    es ist vollkommen richtig, dass Höllenpredigt und Rosenkranz nicht automatisch volle Kirchen bewirken. Allerdings sind volle Kirchen auch nicht der Maßstab, an dem sich eine gesunde Kirche messen kann. Unsere Pfarrkirche war zur Christmette proppenvoll. Voll mit Menschen, die noch nicht einmal ansatzweise das verstanden was dort vollzogen wurde. Ich würde auch nicht voreilig eine Tradi-Selbstgerechtigkeit den Kommentatoren unterstellen. Die Verfasser des Briefes haben ja ihrerseits, man kann es lesen, die Ursache für eine angeblich kranke Kirche genannt. Ängstliche Kleriker, Frauenphobie in der Kirche, Sprachlosigkeit und noch einiges mehr. Das könnte man als Modernisten-Selbstgerechtigkeit betrachten, ist es aber nicht. Die Priester schreiben wie verheiratete Männer, die darüber grübeln ob sie die richtige Frau geheiratet haben. Das ist legitim, allerdings nach 50 Jahren, entschuldigt bitte, recht erbärmlich.

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    1. „Er hatte Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.“

      Gilt auch für unwissende Christmettenbesucher.
      Ist gar nicht nötig, dass die verstehen, "was da vollzogen wurde" (außerdem ist das eine krasse Unterschätzung dieser Menschen, Weihnachten versteht eigentlich jeder). Das ist schon ganz gesund so, dass nicht alle so fromm sind wie wir.

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  10. Lieber Jorge,

    vielleicht können wir uns darüber einigen, dass eine volle Kirche noch nichts darüber aussagt, wie die Besucher einer Christmette glauben oder nicht glauben. Ob es nötig ist oder nicht etwas zu verstehen, was man vollzieht, kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich bin da anderer Meinung als sie. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich frommer wäre als Jorge. Nur so zur Absicherung.

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    1. D'accord :-)

      Wobei mein Punkt im Blick auf die Christmette der ist, dass man sowieso das meiste "mit dem Herzen sieht" (also auch ohne die "Vollzüge" theoretisch alle genau aufdröseln zu können), gerade bei einem Stimmungsfest wie Weihnachten ist das ja offensichtlich.

      Orthodoxie ist kein (oder bloß marginal ein) rationales Geschehen, der Punkt ist vielmehr die Anhänglichkeit an das Gute, Wahre und Schöne in Christus. Gerade in Stimmungsgottesdiensten wie an Weihnachten wird das deutlich.
      Nur so ist auch eine kopflastige Orthodoxie zu überwinden und das jedem Anarchismus, auch dem christlichen innewohnende Primat der Praxis zu verwirklichen (die richtige Stimmung motiviert viel eher zum richtigen Tun als die rein theoretische Einsicht).

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  11. "Man sollte das, was alte Fahrensleute erlebt haben und für die Zukunft der Kirche in Deutschland sehen, nicht von der Hand weisen, sondern sorgfältig lesen"

    Also wirklich, diese Beschreibung machte mich neugierig. Umso enttäuschter bin ich, dann die gleichen ollen Kamellen der selbsternannten "Avantgarde" zu lesen. Auch nach 50 Jahren scheinen diese nicht zur Selbsthinterfragung fähig.

    "Es tut uns besonders weh, dass außerhalb der „Erstkommunion-Saison“ kaum noch Kinder und junge Familien zum Gottesdienst kommen" - Aber gleichzeitig gemeinsames Abendmahl fordern, also die Hl. Messe selbst nicht im höchsten Masse wertschätzen.

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