Sonntag, 22. Januar 2017

Papst Franziskus: Ich hoffe, dass ich dem nächsten Konklave nicht von der Hölle aus zuschauen werde!

Wie wir wissen, legt jeder Journalist so seine eigenen Akzente auf das, was ihm von den Nachrichtenagenturen zu Veröffentlichung geschickt wird; man sehe z.B.meinen Artikel, was gestern die "Tagesschau" an Formu-
lierungskünsten gebracht hat.
Papst Franziskus hat wieder einmal ein langes Interview gegeben; irgendjemand hat gezählt - es sollen insgesamt ca. 6.000 Wörter sein, aus denen der Text in der spanischen Zeitung "El Pais" besteht. Zu Donald Trump ist er offenbar etwas zurückhaltender geworden: Während er früher äußerte, wer eine Mauer bauen lassen, der könne kein Christ sein, reagierte er im Interview auf die Vereidigung des neuen US-Präsidenten mit dem klugen Hinweis "Man wird sehen, was er tut, und dann werde ich mir meine Meinung bilden".

Auch wenn das in Deutschland eine beliebte Schlagzeile ist - es ging nicht nur um "Rechtspopulisten" - Wieder war es eine umfangreiche, bunte Mischung an Themenfeldern, von denen einiges in der "Welt am Sonn-
tag"
angedeutet wird ---> HIER !

Das Orginal bei "El Pais" ---> HIER !
International wird das Interview in diversen Medien erwähnt, z.B. bei "CBS" ---> HIER !
Die Tradi-Seite "novusordowatch" seziert das komplette Interview und dabei auch seine Äußerung (wenn das so stimmt) im Interview, es gäbe in der Kirche auch "einige", die unterstellten, er trüge den "Keim eines Dik-
tators"
in sich.
Das sei aber nicht so, denn jeder habe ausdrücklich das Recht, ihm zu widersprechen und zu glauben, dass der von ihm eingeschlagene Weg ge-
fährlich ist. Er würde sich sogar wünschen, dass in der Kirche noch mehr debattiert werde, aber bitte ohne Verleumdungen.
Zum nächsten Konklave befragt, meinte er, dass er hoffe, es werde "katholisch", und er hoffe, dass er "es nicht aus der Hölle" mitverfolgen werde... - Humor hat er jedenfalls!

"novusordowatch" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst22. Januar 2017 um 10:44

    Dem Kreuzknappen wieder einmal ein dickes
    "DANKE" dafür, dass er wesentlich besser infor-
    miert (durch die hilfreichen Links) als andere
    Medien. Gesegneten Sonntag!

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  2. Knäppchen, Knäppchen, wer so viel klugscheißt, sollte nicht mit den gleichen Mitteln arbeiten, die er anderen, etwa der Tagesschau, ankreidet ;-)

    Reißerische Überschrift, was hat die eigentlich mit dem Kern des Beitrages zu tun?

    Zurückhaltung des Papstes gegenüber Trump? Gibt es auch nur in Ihrer Phantasie, denn es stellt sich ja die Frage, ob Trump diese Mauer wirklich baut, dann aber ist er kein Christ. Dass dieses Unterfangen (Bau der Mauer) sehr unrealistisch ist, bestätigen alle Experten, er wird also vermutlich vor dem Urteil des Papstes verschont bleiben ;-)

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    1. Ich freue mich bekanntlich immer
      über sachliche, faktenorientierte Kritik
      von Lesern.
      Daher bin ich schon sehr erwartungsvoll,
      wann Sie diese nachreichen!

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    2. Ok, ok, dann spiele ich Ihr kleines Spielchen mit ;-)

      Fakt ist, dass der Papst gesagt hat, dass der Mauerbau unchristlich ist. Fakt ist, Trump hat diese noch nicht gebaut bzw. nach seinen Ankündigungen ausgebaut. Fakt ist also, der Papst hat nicht gesagt, dass Trump unchristlich ist.

      Fakt ist dann auch, dass es sich nicht um ein Zurückrudern des Papstes handelt, wenn er sagt, dass er Trump nach seinen Handlungen beurteilen wird. Es handelt sich dabei vielmehr um ein Vorhaben der näheren Zukunft. Sollte Trump die Mauer (aus)bauen, wird der Papst also durchaus auf seine alte Aussage zu sprechen kommen: Das ist eine Prophezeiung ;-)

      Fakt ist auch, dass ihre Überschrift wie so oft reißerisch ist. Heute landet Franziskus in der Hölle, gestern war er der Teufel persönlich. Mit ihrem Beitrag hat diese reißerische Überschrift aber nur am Rande zu tun, weil das Thema des Beitrages das Interview insgesamt ist. Fakt ist also, dass Sie dieselben Methoden verwenden wie ihre sogenannte Lückenpresse, um ihr persönliches Weltbild zu untermauern, was auf einem privaten Blog nicht verwerflich ist, sich jedoch etwas mit Ihrer Kritik an den Medien beißt.

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    3. @Ups: Wieso ist der Bau von Mauern unchristlich? Leben Sie in einem Zelt?
      Merke: Wer im Freien eine Mauer baut, ist deshalb noch kein Freimaurer ... :-)

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    4. So ist es richtig, Kreuzknappe!
      Wenn schon Kritik, dann auch bitte detailliert
      und nicht nur herumnörgeln.
      Das sagt im übrigen ja auch der Papst...
      Witzigerweise sind die Leute, die sich über
      "reißerische" Überschriften geradezu erregen,
      genau diejenigen, die einen Artikel genau
      deswegen anklicken - damit sie was zum
      Aufregen haben.
      Machen Sie weiter so - die Schnappatmung gewisser
      Linkskatholiken zeigt, dass Sie einen Nerv ge-
      troffen haben.

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    5. DER BLOGGER KREUZKNAPPE zu Leser Ups - 13.59 Uhr:

      Na also, geht doch - so macht's viel mehr Spaß!
      Und was den Papst und sein Zitat zum Mauerbau be-
      trifft, so sieht das etwas anders aus,
      als Sie gedacht haben.
      Der Papst wörtlich: "Eine Person, die nur daran
      denkt, Mauern zu bauen, wo auch immer diese sein
      mögen, und nicht Brücken zu bauen, ist kein Christ.
      ... Ich sage nur, dass dieser Mann kein Christ ist,
      WENN ER SOLCHE DINGE SAGT".
      Damit wäre dann wohl auch das geklärt.

      http://de.catholicnewsagency.com/story/wer-mauern-baut-ist-kein-christ-papst-franziskus-uber-donald-trump-0531

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  3. 6000 Wörter? Ich hoffe, die hat jemand korrekturgelesen.

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  4. Naja, damit ist doch nur geklärt, dass der Papst Trump tatsächlich auch aufgrund seines Redens für einen Unchristen hält, was nach der unchristlichen Haltung "Amerika first" (hieß das nicht auch bei uns mal Deutschland über alles?) wohl auch richtig ist!

    Und als Präsidenten wird er ihn halt nach seinem politischen Handeln beurteilen. Aber meinen Respekt für den Mut dem mächtigsten Mann der Welt derart eine zu verpassen, Franziskus ist schon ne coole Type :-)

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