Sonntag, 22. Januar 2017

Papst Franziskus will die katholische Ehe retten - oder vielleicht auch nicht?

Ich provoziere jetzt etwas, es ist also nicht ganz so bitterernst gemeint, wie manche jetzt meinen. Die konkrete Frage an diesem Morgen: Will Papst Franziskus jetzt die katholische Ehe retten - oder sieht das vielleicht nur
so aus?

Der konkrete Anlass: Gestern sprach der Papst vor Richtern des vatikanischen Gerichtshofes "Rota Romana". Sein großes Thema war die Ehevorbereitung und die Unter-
stützung der katholischen Eheleute. Wie man den Artikeln bei "Radio Vatikan" und "katholisch.de" entnehmen kann, fordert er dazu auf, die Ehevorbereitung zu intensivieren, es müsse ein "neues Katechumenat" geben, das besser auf die sakramentale Ehe vorbereite.
Zugleich erinnerte er eindringlich daran, dass es mit der feierlichen Hochzeit in der Kirche ja nicht getan ist - es sei nötig, die jungen Eheleute auch nach der Hochzeit kirchlicherseits besser zu unterstützen, leider sei
es aber so, dass diese "sich selbst überlassen würden".

Damit wir uns nicht missverstehen:  Ich unterstreiche das ganz, ganz dick und bin unbedingt dafür, was der Papst da sagt! - Allerdings: Ich habe schon so viele "Sonntagsreden" und Appelle seitens Papst und Bischöfen gehört, nach dem Motto "Man sollte, man könnte, man müsste",
dass ich mitterweile auch etwas genervt bin, wenn ich sowas lese.

Mal ganz pointiert ausgedrückt: Statt nur sein Bedauern auszudrücken
und mal wieder ein paar luftige Bemerkungen zu machen, sollte der Papst zur Tat schreiten und Nägel mit Köpfen machen; an anderer Stelle ist er ja auch nicht so zaghaft...

Es liegt in der Hand des Papstes, mitsamt seinem Beraterteam konkrete Anweisungen und Richtlinien zu erarbeiten - und auch dafür zu sorgen, dass dies umgesetzt wird. Also bitte...!
Die Artikel ---> HIER und HIER !
Video vom Treffen des Vorjahres (diesmal sicher ähnlich) --> HIER !

Kommentare:

  1. "Fensterrede" nennt man sowas.
    Geblubber, weil halt was gesagt werden muss.
    Ändern wird sich nix.

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  2. Tradi's Liebling22. Januar 2017 um 09:39

    Die Tradis lassen aber auch keine Gelegenheit
    aus, um diesem überaus beliebten Papst mal wieder
    eins überzubraten.
    Warum hat denn sein ach so guter, frommer Vorgänger
    Benedikt XVI. nicht die nötigen Reformschritte
    dazu eingeleitet???

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    1. Warum lassen einige sprungbereit feind-
      selige Leser des Kreuzknappen keine Gelegen-
      heit aus, ihm eins überzubraten?
      Ist das seelisch-gesundheitlich bedingt?
      Der Artikel des Bloggers ist sachlich und
      stellt eine durchaus berechtigte Frage.
      Genau zu diesem Mitdenken hat Papst Franzis-
      kus immer wieder aufgefordert.

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  3. Faszinierend ist an dieser Stelle jedenfalls, daß die "neue Kirche" mit ihrer ideologisch pastoralen Ausrichtung offensichtlich praktisch an der Pastoral scheitert. Nun schreit man nach mehr von demselben, anstatt zu schauen, woran es wirklich liegt: Ohne die Wahrheit, ohne das rechte Ehe- und Sakramentenverständnis nutzt auch ein mehr der schlechten Medizin nicht. Für deren Verabreichung, ich bin geneigt zu sagen: Gott sei Dank - ohnehin kein Personal da ist.

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