Samstag, 14. Januar 2017

Sie wollen Briefmarken kaufen oder ein Paket abschicken? - Dann gehen Sie doch einfach zur katholischen Kirche!

Manch einer wird jetzt im ersten Anlauf annehmen,
der augenzwinkernde Tradi "KREUZKNAPPE" wolle seine Leser auf den Arm nehmen.
Dies ist jedoch nicht so: Es stimmt tatsächlich, dass man in einer Schweizer katholischen Kirchengemeinde ab Sommer 2017 alle Postgeschäfte erle-
digen kann, von der Renten-
auszahlung bis zum Paket-
versand. -  Die Pfarrgemeinde St. Josef in Gurtnellen im Urner Ober-
land ist malerisch gelegen, wie man durch dieses Video schon erahnen kann ---> HIER !

Doch von einer malerischen Gegend allein kann man weder Briefmarken bekommen noch Überweisungen vornehmen. Sowas machen üblicherwei-
se kleine Postämter bzw. Poststellen, die nebenbei vielleicht von einem Schreibwarenladen betrieben werden. In einem Dorf mit gerade mal 580 Einwohnern ist der tägliche "Andrang" jedoch so bescheiden, dass sich das kaum als Lebensunterhalt rentiert. Bevor man im Ort nun ganz auf eine Postdienstleistung verzichten muss, hat sich die katholische Kirchen-
gemeinde entschlossen, da in die Bresche zu springen.
Das ist gewissermaßen für alle eine "win-win-Situation", wenn die Ge-
schäftsstelle des dortigen Seelsorgerraumes mit den Postdiensten kombi-
niert werden kann; sowas nennt man  "Synergieeffekt", die im Geschäfts-
leben heutzutage längst ( ---> HIER !) üblich sind.

Nähere Einzelheiten über die neue "katholische" Poststelle... ---> HIER !
Sooooo ungewöhnlich sind geschäftliche "Nebentätigkeiten" für die Kirche nun auch wieder nicht; man denke nur an die vielen Vermietungen z.B. von Wohnungen, von Pfarrsälen usw. - So wundert es auch nicht, wenn man z.B. in der evangelisch-lutherischen Kirche darüber nachdenkt, an mög-
lichst vielen Kirchengebäuden Auflade-Stationen für Elektroautos einzu-
richten, was auch Geld in die Kasse bringt... ---> HIER !
Und wann wird der erste katholische Tante-Emma-Laden eröffnet...???

Kommentare:

  1. Es ist nicht Aufgabe der katholischen Kirche,
    Briefmarken zu verkaufen!!!
    Demnächst macht man noch einen Imbiss auf
    oder ein Kino. Nicht zu fassen!

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  2. Helmut Schneider14. Januar 2017 um 17:04

    Gerade in einem kleinen Ort halte ich es für
    bedenklich, dass die Kirche dann auch noch Infor-
    mationen über die finanziellen Verhältnisse ihrer
    Schäfchen bekommt, z.B. Rentenstand usw.
    Ich würde dringend davon abraten, das können genau-
    so gut auch andere übernehmen!

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  3. Die Argumente der Bedenkenträger über-
    zeugen nicht. Wenn man dem folgt, dann
    dürften auch Wohnungsvermietungen und
    Geldanlagen der Kirche nicht sein.
    Die Kirche sollte am Puls der Zeit bleiben
    und den Menschen dienen - da ist so ein
    "Postamt" eine gute Möglichkeit.
    Der Papst hat z.B. sogar einen Friseur-
    salon eröffnen lassen, und zwar aus dem
    gleichen Grund, weil es nämlich einen
    dringenden Bedarf dafür gibt!

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  4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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