Montag, 30. Januar 2017

"taz"-Interview: Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch ist gegen die Homo-Ehe!

So sollte es sein: Man spricht miteinander! - Die bekannt linksorientierte Berliner "taz" bat den Berliner Erzbischof zum Interview, und der sagte prompt zu. Und so entstand ein längeres, interessantes Gespräch, das man derzeit auch online nachlesen kann.
Auf seine Funktion als "Familienbischof" der Deutschen Bischofskonferenz ange-
sprochen, ließ Erzbischof Heiner Koch sich nicht aufs Glatteis locken, als man ihn fragte, ob es nicht auch Familie sei, wenn zwei ho-
mosexuelle Erwachsene "in Liebe ein Kind erziehen" wollten. 

Nein, erklärte der Bischof, da muss man schon sauber differenzieren, "Ehe" ist etwas anderes als der pauschale Begriff "Familie"
Und um sich nicht vor einer klaren Aussage zu drücken, fügte er hinzu: "Ich glaube, für ein Kind ist es das Beste, wenn es mit Vater und Mutter groß wird". - Es sei nicht seine Aufgabe, Richter zu sein über die Sexualität von Menschen, aber er sage auch, dass die Kirche den Menschen mit seiner Sexualität ganzheitlich sehe...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Dass ein katholischer Erzbischof
    den katholischen Standpunkt vertritt,
    ist also mittlerweile schon besonders
    erwähnenswert.

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  2. Nur widersprechen sich "katholisches Lehramt" und "den Menschen mit seiner Sexualität ganzheitlich sehen" erheblich.
    Die Kirche reduziert die menschliche Sexualität doch rein auf die "tierische" Komponente der Fortpflanzung (und das auch nur nach vorheriger Genehmigung durch die Kirche aka "Ehe" -> Machtinstrument), der soziale Aspekt und ja, auch der Lustgewinn, gehören zur menschlichen Sexualität, werden von der Kirche aber verdrängt bzw. verdammt...

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    1. Die Belege für Ihre originellen
      Behauptungen liefern Sie uns sicher bald nach?

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  3. Hier irrte der Herr "Familienbischof".

    Den Ausdruck finde ich irgendwie passend, für einen Mann, der niemals einer Frau näher kommen darf und der niemals Kinder haben wird und der somit auch niemals eine eigene Familie haben kann.

    Das wichtigste für Kinder ist nicht die Zusammensetzung seiner Familie nach römisch-katholischem Kirchenrecht, sondern dass es LIEBEVOLLE Eltern und möglichst auch Grosseltern, Geschwister, Cousins und Cousinen, Onkel und Tanten hat. Alles andere ist in diesem Zusammenhang wirklich nachrangig.
    Mein Schwester ist ab ihrem siebten Lebensjahr als Halbwaise aufgewachsen, weil unser Vater verstarb. Sie hatte eine liebevolle Mutter, zwei liebevolle Grossmütter, liebevolle Onkel, Tanten etc. und mich als liebevollen älteren Bruder. Ihr ging es sehr, sehr gut bis zu ihrem Tod.

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  4. gerne katholisch31. Januar 2017 um 15:51

    Erzbischof Koch hat das hervorragend und intelligent gelöst: sehr differenziert und doch auf der Linie der Kirche bleibend.

    An Gallowglas und F.M. - Ihre Argumentationen, dass Priester keine Ahnung von Familie, Partnerschaft und Kindern haben, klingen arrogant und nerven. Jeder Priester kommt aus einer Familie hervor und kennt daher das familiäre Zusammenleben. Oft haben sie Geschwister und Freunde mit Partnern und haben darüber hinaus durch das Beichtehören eine viel weiteren Blick auf Familie und Partnerschaft, als Menschen, die nur die engere Perspektive eigener familiärer Bindungen kennen. Wenn Sie selber nicht im Gespräch mit Priestern über ihr Leben sind, dann sollten Sie sich mit solchen pauschalen Urteilen über das Priestertum zurückhalten.

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  5. Erzbischof Koch hat im selben Interview auch gesagt: "Demokratie ist Achtung vor dem anderen."
    Das wird hier natürlich nicht erwähnt, weil es den demokratiefeindlichen Tradis gar nicht gefällt.

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  6. @gerne katholisch
    "Ihre Argumentationen, dass Priester keine Ahnung von Familie, Partnerschaft und Kindern haben, klingen arrogant und nerven."

    Wenn blanke Tatsachen Sie nerven, sollten Sie nachdenken, ob Ihr Nickname noch passend zur Wirklichkeit gewählt ist.

    Ein römisch-katholischer Priester DARF keinerlei Erfahrung in ehelicher Liebe und Liebe zu eigenen Kindern haben. Das ist nicht eine Gemeinheit von mir sondern im Codex Iuris Canonici als Gesetz der Kirche verankert.

    Alles was eine geweihte Person darüber wissen darf, ist Wissen aus zweiter Hand. Sie haben dazu ein Beispiel genannt, den Beichtstuhl. Nun ist das nicht nur Wissen aus zweiter, oder gar dritter Hand und entsprechend gefärbt, sondern beihaltet, der Natur der Beichte nach, immer nur die negativen Seiten der Liebe, der Familie, der Geschwister, der Kinder. Das mag auch wertvoll sein, sollte aber als Negativauslese durch Wissen und fühlen aus erster Hand ergänzt werden. Was in der römisch katholischen Kirche wiederum vom Kirchenrecht verhindert wird, da nicht geweihte Laien, die solche Erfahrungen haben, keinerlei Entscheidungbefugnis in der Kirche haben dürfen. Raten Sie wo das steht; richtig, im Kirchenrecht. Bevor Sie also andere, die bruta facta darlegen der Arrognaz zeihen, sollten Sie vielleicht die einschlägigen Gesetze Ihrer Kirche gelernt haben.

    Aber ich wage -fast- zu wetten, Sie haben noch nie auch nur einen kurzen Blick in den Codex Iuris Canonici geworfen; haben wahrscheinlich auch keinen Neuner-Roos, keinen Denzinger-Schönmetzer, pardon Hünermann in Ihrer Bibliothek. Und was den Autoren des Katechismus der katholischen Kirche das allerwichtigste Thema war, mit den meisten Stichworten im Register der gedruckten Ausgabe, wissen Sie sicher auch nicht. So viel sei verraten, die Religion der Liebe hat NICHT das Wort Liebe als häufigstes Stichwort im Register des Katechismus stehen. Aber so was ist ja auch gar nicht wichtig. Das sind ja alles alternative Fakten, um bei einer hochmodernen Bezeichnung zu bleiben.

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