Sonntag, 15. Januar 2017

Therapeut Wunibald Müller will zum x-ten Male die Aufhebung des Zölibats...

Alle Jahre wieder, kann man da nur sagen: Wie man heute beim Kölner "domradio" lesen kann, soll der Zölibat mal wieder weg. Nach den alten Herren, der bei meinen Lesern erhebliche Reaktionen auslöste ( ---> HIER !), wird nun mal wieder der Psychotherapeut Wunibald Müller dazu befragt. Für ihn ist es klar: Der Zölibat ist der große Übeltäter, der bei den Priestern für Verdruß sorgt. Wenn sie vom Dienst ins Pfarrhaus heim-
kommen, ist niemand da, der das Leben mit ihnen teilt. So werden sie zwangsläufig einsam, und diese innere Leere wird "bei manchen Priestern durch zu viel Essen und Trinken ersetzt", oder auch durch "Cybersex im Internet". Gerade im Alter verschärfe sich das Problem des Fehlens einer "signifikanten Person", und der Geistliche stelle fest "Ich bin alleine".
Die automatische Lösung ist klar - "die Aufhebung des Zölibats", und das bekommt er auch immer wieder bestätigt, so Müller, denn es gebe eine Reihe von Geistlichen, "die auch ein guter Ehemann und Vater geworden wären".
Um nicht missverstanden zu werden: Wer wollte ernsthaft ab-
streiten, dass es bei Priestern Einsamkeit geben kann? - Die Frage ist nur, ob die Aufhebung des Zölibats das Patentrezept ist, und da habe ich so meine Zweifel. Schon die auffallend hohen Scheidungsraten bei evange-
lischen Pfarrern deuten an, dass man da vorsichtig sein sollte. - Und im übrigen wäre es ja auch mal reizvoll, von den vielen Priestern zu sprechen, die keine oder nur geringe Probleme mit dem Zölibat haben...

Artikel beim "domradio" ---> HIER !
Wie man sieht, ist das nicht neu ---> HIER und HIER und HIER