Montag, 2. Januar 2017

Vergleich erlaubt? - Gedenkfeier für Opfer des Berliner Anschlages - Deutschland und Polen


In Deutschland hat das Parlament keine Zeit für eine offizielle Trauerfeier ---> HIER !

Zum Vergleich die Trauerfeier in Po-
len für den ermordeten LKW-Fahrer ---> HIER und Video ---> HIER !

 
Aber ich weiß: Das darf man nicht miteinander vergleichen. Oder doch?

Kommentare:

  1. Weiss jemand ob es eine offizielle Liste der Toten und Verletzen gibt? Sind die Schwerverletzten auf dem Weg der Genesung?

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  2. Der Vergleich ist durchaus erlaubt,
    ja sogar geboten.
    In der deutschen Politik und in den Medien
    erfährt man typischerweise kaum noch was
    über die Opfer, über deren Familien, über die
    noch im Krankenhaus behandelten Menschen usw.
    Man will das Thema möglichst schnell
    wieder los sein. Schämt euch!
    Immerhin, wenn schon die große Politik das nicht nötig
    hat, wissen die kleinen Leute noch, was Anstand und
    Mitleid ist.
    So haben z.B. die Schausteller der Berliner Weihnachts-
    märkte zum Gedenkgottesdienst eingeladen:

    http://www.pz-news.de/ticker-nachrichten_artikel,-Berliner-Schausteller-gedenken-der-Terroropfer-_arid,1141732.html

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    1. Sind Sie, Herr August Becher, noch nie auf die Idee gekommen, dass es auch was mit Takt und Pietät zu tun haben könnte, die Namen, Familien und Biografien der Opfer nicht öffentlich breitzutreten? Wenn ein Angehöriger von mir bei so etwas zum Opfer würde, ich würde mich bedanken, wenn die Medien such darauf stürzen würden. Und wenn ich dann noch daran denke, wie das Freiburger Mordopfer und deren Familie von den rechten Wutbürgern geschmäht wurden...

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    2. Werte Viola,
      als vor einiger Zeit Schüler aus Haltern am See von einem depressiven Piloten umgebracht wurden, war man nicht so zimperlich oder "pietätvoll". Die Bild brachte in kürzester Zeit ein Form einer "todesanzeige" alle Namen auf der Titelseite, die Geschichte des Piloten wurden in allen Einzelheiten ans Licht gezerrt, das Weiterleben seiner Eltern in der Heimat quasi verunmöglicht. Wie sich die Medien im paralysierten Haltern am See aufgeführt hat, war fernab aller "Standesethik", wenn ich den Erzählungen von dort trauen darf. Da war keine Methode zu mies, um an eine Info, ein Video oder Bils zu kommen über lange Wochen. Und das ist jetzt nach ein paar Tagen einfach vom Tisch!
      Der Mordanschlag in Berlin birgt politischen Zündstoff. Besser schnell entsorgen...

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    3. Werter Laurentius,
      zu dem Flugzeug-Suizid und "Haltern" gebe ich Ihnen in allem Recht.
      Dass der Berliner Anschlag "politischen Zündstoff" birgt, kann sein - rechtfertigt aber in keiner Weise, über die Namen und persönlichen Geschichten der Opfer zu berichten. Das trägt zum "politischen" nichts bei.
      Was diesbezüglich in Blogs und asozialen Medien mit den Angehörigen der Freiburger Studentin gemacht wurde, war der moralische Tiefstpunkt des vergangenen Jahres.

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  3. Ich lasse mich mal überraschen, ob der Bundestag in der kommenden Woche eine Gedenkveranstaltung für die Terroropfer in Istanbul abhält. Wundern würde mich das nicht.

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  4. Es gibt nur ganz vereinzelt
    Artikel zu dem Thema, was mit den Opfern
    und deren Familien ist.
    Fast könnte man glauben, unsere investigativen Jour-
    nalisten wollten der Politik und deren Beschwichtigungs-
    modus nicht in den Rücken fallen.
    Naja, sind ja letztlich auch die gleichen Leute,
    die Polit- und Meinungselite.
    Zwei Artikel:
    "Zwölf Leben, zwölf Schicksale" - mein Dank
    dafür gilt der "Süddeutschen Zeitung"

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/anschlag-von-berlin-zwoelf-leben-zwoelf-schicksale-1.3312353

    "Berliner Zeitung": 20 sind noch im Krankenhaus

    http://www.berliner-zeitung.de/politik/anschlag-in-berlin-noch-20-opfer-befinden-sich-im-krankenhaus-25386446

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  5. Durch eine Gesetzeslücke könnte es sogar passieren,
    dass die Opfer des Attentats und die Familien, die
    z.B. ihren Ernährer verloren haben, keine staatliche
    Entschädigung bekommen.

    https://www.welt.de/vermischtes/article160639609/Fuer-Anschlaege-mit-Lkw-gibt-es-keine-Entschaedigung.html

    Zum Glück sind Privatleute mit mehr Gefühl und Barmherzig-
    keit unterwegs als unser Staat, und so wurden schon hohe
    Spendenbeträge gesammelt:

    http://www.morgenpost.de/berlin/article209111885/Riesenspende-von-US-Band-fuer-Opfer-vom-Breitscheidplatz.html

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