Dienstag, 31. Januar 2017

Was man allerdings auch wissen sollte, wenn Prälat Jüsten gegen die AfD wettert...

Großer Artikel bei "katholisch.de": Prälat Karl Jüsten, der das Katholische Büro in Berlin leitet, ist laut Schlagzeile der Meinung:
"AfD mit christlichen Wertvorstellungen unvereinbar"
. - Nun gut, darüber kann man durchaus streiten, und das geht schon in Ordnung, dass er dies so sieht; damit steht er ja auch nicht gerade alleine. ---> HIER !

Allerdings sollte man auch mal die Reaktionen der Leser betrachten, die man beim "Facebook"-Auftritt von "katholisch.de" studieren kann. Die sind ganz und gar nicht alle seiner Ansicht, wie man (dort nach unten scrollen!) nachlesen kann ---> HIER !
Leider zwingt "Facebook" die Leser, sich selbst auch einen "Account" bei diesem "sozialen" Netzwerk anzulegen, wenn man sämtliche Leserkom-
mentare lesen will, ein Ärgernis!

Ich fasse mal so zusammen: Zum einen wird ihm vorgehalten, ihm fehle die nötige Distanz zum Thema, da er ständig mit den Herrschenden im Berliner Regierungsviertel zu tun hat (z.B. mit direktem Zugang zur Bun-
deskanzlerin), und die befinden sich bekanntlich im Vorwahlkampf gegen die AfD.  Da habe seine "Schützenhilfe" für Merkel eher einen faden Beigeschmack.
Aber nicht nur das: Es wird von Lesern auch die Frage gestellt, wie es denn um die christlichen Werte bei den anderen Parteien bestellt ist, wenn sie z.B. nicht wirklich etwas gegen die Abtreibung unternehmen, Waffen in Krisengebiete exportieren usw. - Seine Nähe zur Regierung sehen manche da kritisch; ob da die sonst so gerne betonte Trennung von Kirche und Staat noch gilt? 

In einem früheren Interview räumt Jüsten die enge Verbandelung mit der Regierungspolitik selbst ein; es gäbe sogar turnusmäßige gemeinsame Gespräche. Und dann Prälat Jüsten wörtlich: "Um Anliegen anbringen zu können, müssen Sie die richtigen Kontaktpersonen kennen. Die Beziehungspflege... ist sehr wichtig..."  ---> HIER !