Freitag, 27. Januar 2017

Wenn die Schnappatmer von "gmx.de" und andere eine "Schallende Ohrfeige für Trump" sehen wollen...

... dann handelt es sich z.B. um einen gestrigen Artikel über die "komplette Führungsriege" im US-Außen-
ministerium, die angeblich wegen
Donald Trump zurückgetreten ist (inzwischen rudert man bei "web.de"
& Co. zurück und baut den Artikel um).
-- S
creenshot von "gmx.de" --
Offenbar kann man diesen Vorgang so oder so beurteilen, denn es gibt mehrere Erklärungsvarianten: Die Diplomaten sind zurückgetreten oder quasi zurückgetreten worden (um entsprechenden Maßnahmen zuvor-
zukommen) - man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Sonderlich gut finde ich sowas nicht, denn gerade in der Außenpolitik
und Diplomatie sind jahrelange Erfahrung und Fingerspitzengefühl ein wichtiges politisches Kapital, aber andererseits ist sowas auch nicht unüblich, wie man auch in Deutschland belegen kann: Wechselt die Regierung, laufen in den Ministerien die Aktenschredder heiß, und es werden führende Büros geräumt, weil die alsbald mit Parteifreunden
des Siegers besetzt werden.

Interessant ist, dass man in den USA beinahe eine Katastrophe herbei-
schreibt, wenn einige Köpfe ausgetauscht werden, aber in Deutschland ist es selbstverständlich überhaupt kein Problem, auch z.B. dann nicht, wenn schwuppdiwupp sogar ein Minister (ich nenne den Namen Sigmar Gabriel natürlich nicht!) das schwierige Außenministerium übernehmen kann, obwohl er auf diesem Gebiet nicht gerade übermäßig viel Erfahrung hat... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Gratulation, gut auf den Punkt gebracht!
    Wir Deutschen haben selbstverständlich multi-
    kompetente Politiker, und demnach fällt die
    Politik dann auch aus...
    Die Rücktritte im US-Außenministerium als
    "schallende Ohrfeige für Trump" darzustellen,
    ist jedenfalls an Dreistigkeit kaum noch zu
    überbieten.
    Ich vermute auch, aufgrund des Gesprächsverlaufes
    mit der Trump-Administration haben die vier Herren
    - mehr waren es gar nicht! - es vorgezogen, frei-
    willig das Feld zu räumen, denn das lässt noch aller-
    lei Spielräume offen, auch was die "Letztbearbeitung"
    sensibler Akten betrifft...

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  2. Das US-Außenministerium hat insgesamt
    gut 30.000 Mitarbeiter, darunter in den
    höheren Funktionen mehrere Hundert.
    Wenn da jemand uns den Bären aufbinden will,
    die seien wegen des Rücktritts von vier Abteilungs-
    leitern nun "im Blindflug",
    der hat entweder seit Jahren seine Brille nicht
    mehr geputzt - oder er ist bösartig.
    Es wird genügend gut ausgebildete Nachwuchs-
    Leute geben, die sich bislang über Jahre mit den
    Assistenten-Posten zufrieden geben mussten, die sich
    nun über ihre große Chance freuen.

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  3. Unsere Lückenpresse, wie sie leibt und lebt,
    ein wunderbares Beispiel!
    Aber die Strategie ist leicht durchschaubar:
    Man will die Leute dazu bringen, sich auf den
    "schlimmen" Trump zu konzentrieren,
    während es hierzulande mehr Probleme gibt denn je:
    Frauen haben Angst, abends allein rauszugehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=5iacS0iiA6E

    Sprachkurse teuer bezahlt, die kaum was bringen:

    https://www.youtube.com/watch?v=AwGAo4WQShQ

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  4. Die Herren sind ihrer Entlassung zuvorgekommen.
    Wenn man sich die Bilanz der US-Außenpolitik
    der letzten 10 Jahre anschaut, dürfte es spielend
    leicht sein, solche Experten durch bessere zu
    ersetzen.
    Abgesehen davon ist es, wie der Kreuzknappe richtig
    betont, auch in Deutschland üblich, Spitzenbeamte
    auszutauschen, und in der Kirche ist es auch z.T.
    üblich, seine Vertrauten mitzunehmen, wie man etwa
    an Kurienerzbischof Gänswein sieht, der durch die
    Karriere von Ratzinger ebenfalls die Treppe hinauf
    fiel.
    Im deutschen Beamtenrecht ist es sogar oft so fest-
    gelegt, dass sogeannten "Hausbesetzungen" für Leitungs-
    posten nicht gewünscht sind, um Verkrustungen und
    Routine zu vermeiden. Während z.B. der stellvertre-
    tende Rektor einer Schule bei der Neubesetzung des
    Rektorpostens keine Chance hat, nimmt man fast immer
    einen Konrektor von außen, obwohl der die Schule
    oft so gut wie gar nicht kennt.
    Also trifft es zu - manche deutsche Medien betreiben
    hier heftige Schnappatmung, zur Täuschung der Leser.

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  5. ... dürfte es spielend leicht sein, solche Experten durch bessere zu ersetzen.

    Natoll.
    @Kaffeetante, @Heimattreuer, @August Becher und die @Zeitungsfrau. Da sind doch schon die richtigen 4 Experten beisammen. Realitätsverweigerer sind jetzt besonders gefragt, also bewerbt euch!

    J. Sensenbrenner

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    1. Kaum wagt mal jemand was gegen die
      linken Realitäts-Panscher zu schreiben,
      gibt's hier gleich den Herzkasper,
      und das übliche Schubladendenken dazu.
      Typisch linksextrem:
      Wer nicht deren Meinung ist, wird platt gemacht,
      zumindest verbal.

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    2. Jorge Sensenbrenner27. Januar 2017 um 17:30

      Mein Gott, man darf doch wohl noch ein bisschen Humor verbreiten. Ich finde das lustig.

      Vor allem wenn man die Kommentare der Leute zum linkspopulistischen Papst mit denen zum rechtspopulistischen POTUS vergleicht.

      Wenn der Papst die nervige Kurie ärgert oder die Roten Ritter annektiert, wird Zeter und Mordio über die (m.E. eher heilsame) "Unordnung" in der Kirche geschrien.
      Aber wenn der US-Präsident sein eigenes Außenamt lahmlegt, US-Botschaften einfach mal dichtmacht oder einen Raubzug nach Mexiko befiehlt, findet man das politisch klug. Ich finde das lustig.

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    3. Sie mögen also Unordnung in der Kirche? Sie sind wohl auch ein kleiner Diabolo? Soso! Einen Raubzug nach Mexiko, wie bitte? Na dann werden Sie ja noch herzlich Freude mit dem neuen US Präsidenten Trump haben. Sie wissen ja selber, lachen ist gesund.

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    4. Über Trump mache ich mir keine Sorgen.
      Solche Verrückten kommen und gehen.

      Unordnung in der Kirche kann sehr erfrischend sein
      und führt zurück zur Wahrheit des Evangeliums,
      das ja auch sehr viel Unordnung verbreitete.
      Heilsame, subversive, antiklerikale Unordnung natürlich.

      Hier ein gesundes Gleichgewicht zu finden ist das Metier jedes Religionsstifters (siehe Jesus Christus oder Franz von Assisi).

      Jaulende ordnungsliebende Klerikale oder Tradis finde ich in der Tat lustig.
      Aber man darf es halt nicht übertreiben und sollte
      auch für sie Verständnis aufbringen und sie in die
      Revolution des Hl. Geistes einbinden und nicht immer
      nur vor den Kopf stoßen. Das gebietet die Menschenliebe.
      Sehr gut zu sehen beim hl. Franz, der einerseits die
      Kirche vor den Großpriestern retten musste,
      andererseits (wiewohl meist vergeblich) immer
      versuchte, die Großpriester selbst zu bekehren,
      und sich weigerte, die Gemeinschaft mit ihnen zu beenden.

      Sein wichtigstes Mittel sind Provokationen,
      das ist ganz ähnlich wie bei Jesus, dem Kreuzknappen
      oder dem Papst.

      Soviel zu meinem Hintergrund als "kleiner Diabolus":
      Franziskanische Revoluzzer retten die Kirche.

      Mein Humor ist hier dem des Papstes sehr ähnlich:
      Bissig, spöttisch und provokativ, aber letztlich doch
      liebevoll und sehr tolerant. Lateinamerikaner halt.

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  6. P.S.
    Achja, noch ein wichtiger Tipp:

    Damit es klappt, die Bewerbungen einfach bei der nächsten Esso-Tankstelle abgeben.

    (Nicht etwa aus Versehen bei amerikanischen Botschaften nachfragen, die sind momentan unbesetzt %-)

    J. Sensenbrenner

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    1. Nein, die Bewerbungen sollten im Kreml in den dortigen Fake-News-Stuben der Agitprop-Abteilung des ruhmreichen Putin abgegeben werden.
      Einige hier sind offenkundig sowieso schon länger als Lohntrolle Moskaus unterwegs.

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  7. Helmut Schneider27. Januar 2017 um 14:07

    Vielleicht sollte Trump mal in Deutschland
    nachfragen, wie die das machen - da wird ein
    Europa-Politiker mit nullkommanull Erfahrung
    in Innenpolitik über Nacht zum Experten für
    Kanzler, und ein Wirtschaftsminister mit null-
    kommanull Erfahrung in Außenpolitik wird zum
    Außenminister.
    Merke: Wenn es die "richtigen" Leute sind, ist das
    alles für die Medien gar kein Problem.
    Wenn aber 30.000 Experten aus dem Außenministerium
    vier Leute ersetzen sollen, wird sich selbstver-
    ständlich NIEMAND finden, der diese ersetzen könnte.
    Klaro...
    Man muss sich schon sehr anstrengen, wenn man an-
    gesichts deutscher Pressemeldungen nicht größere
    Lachkrämpfe bekommen will.

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  8. Der Kreuzknappe versteht es,
    über Schnappatmung zu schreiben - und schon
    bekommen die Linksgrünen einen entsprechenden
    Anfall. Herrlich!

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