Samstag, 7. Januar 2017

Zehntausend Teilnehmer: Ökumenisches Beten bei der "MEHR"-Konferenz in Augsburg!

Sie sind zum Teil sogar aus dem benachbarten Ausland ange-
reist und haben vergleichsweise hohe Kosten zu tragen, um bei der viertägigen "Konferenz" in Augsburg mit dabei sein zu können.  Im Jahre 2015 waren es 4.500 Teilnehmer, im Jahr 2016 dann schon ca. 7.000,
und dieses Jahr wurde die Marke von 10.000 Teilnehmern geknackt.
Das spricht für das zunehmende Interesse an dieser Art Veranstaltung
des katholisch-charismatisch orientierten Gebetshauses in Augsburg unter der Leitung von Dr. Johannes Hartl. - Das Programm ist bunt ge-
mischt, wie auch "Radio Vatikan" es beschreibt: Lange Lobpreis-Gebete, Segnungen, Vorträge, Konzerte und viele Gespräche mit Gleichgesinnten, die auch die Sehnsucht nach "mehr" verspüren.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und Video HIER !

Kommentare:

  1. Eine tolle Sache!
    Hier ein Video über das Konzert von
    Patrick Paddy Kelly

    https://www.youtube.com/watch?v=uqS0ZhhrB-w

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    1. Das ist gar keine tolle Sache. Vieles, was dort von fragwürdigen "Referenten" aus dem protestantisch-frei"kirchlichen" Bereich gesagt wird, ist im Lichte der unveränderlichen Lehre der Kirche betrachtet eine klare Häresie.
      Erschreckend, dass viele angeblich konservative Katholiken diesen Zinnober so unkritisch beurteilen.

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    2. Sehe ich witzigerweise relativ ähnlich wie Romanissimus. Als Wahllateinamerikaner bin ich gegen Evangelikale natürlich auch sehr voreingenommen.

      Aber "erschreckend" ist das nicht, sondern erwartbar.
      Kath.net war schon immer ein Agitator der Allianz zwischen rechten Katholen und rechten Evangelikalen. Die Schnittmengen sind einfach zu groß, um sich dieses Potenzial entgehen zu lassen.

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  2. Immerhin spricht auch Cantalamessa, ein frzk. Prediger. Offen antipäpstlich ist es also nicht.
    http://www.kath.net/news/58076

    Johannes Hartl finde ich seit jeher fürchterlich, aber immerhin hat er eine vertretbare Art und Weise gefunden, den Glauben und sogar die kath. Kirche für offen schwule Gläubige attraktiv zu machen. Das ist wohl die bessere Methode, als Kleriker zu werden und im "Selbsthass" (Peter Bürger) zu enden.

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    1. Heißt das, dass Hartl selber auch schwul ist? Man liest immer, er sei verheiratet und, gut katholisch, Vater einer stetig anwachsenden Kinderschar.
      Wobei das natürlich auch nicht viel heißen muss... :-)

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    2. Woher soll ich wissen, ob Johannes Hartl "schwul" ist.
      Er tritt extrem tuntig und sexualisiert auf, so dass er für offen Schwule zweifellos interessant wirkt. Das reicht doch schon.
      http://www.kathtube.com/player.php?id=33849
      (allein die hautenge Hose!)

      Sein Privatleben ist völlig uninteressant und sicherlich moralisch absolut untadelig; seine Einstellungen zur Sexualmoral sind ja typisch verkrampft, und gerade deswegen sehr glaubwürdig.

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    3. Jorge, Jorge, hier werden sie aber überraschend emotional ;-) Ich finde Hartl gekünstelt berufsjugendlich und gekünstelt locker, aber tuntig?! Was drängen denn hier für innere Kämpfchen ans Tageslicht ;-)

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    4. Vielleicht habe ich das missverständlich ausgedrückt.

      Ich finde Hartl ja nicht wegen seiner homoerotischen Ausstrahlung "fürchterlich". Ganz im Ggt., die finde ich lustig (v.a. weil er es damit so überdeutlich stark übertreibt und darüber hinaus keiner der Zuschauer oder Anhänger was zu merken scheint bzw. alle so tun, als wäre da kein ohrenbetäubendes Knistern zu hören).

      Ist absolut positiv, dass sich jmd. in diesem relativ konservativ-frommen Spektrum (zumind. was Sexualmoral und v.a. was Homosexualität betrifft) so etwas traut. Das war ja der Tenor meiner ersten Aussage.

      Schamhaft verschweigen muss man solche Dinge im Genderzeitalter ganz sicher nicht mehr, es gehört ja zu Hartls öffentlicher Person und er stilisiert sich halt so.

      "Fürchterlich" finde ich die abergläubischen Inhalte seiner Vorträge und generell dieses Predigerformat, aber Letzteres ist nat. Geschmackssache.

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    5. Jetzt fühle ich mich fürchterlich, weil ich Sie zu dieser Rechtfertigung genötigt habe ;-) Aber ich stimme Ihnen zu, nur Benedikt ist es noch besser gelungen, das zu verschleiern ;-)

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    6. Papa em. Benedikt verschleiert meiner Ansicht nach nichts, ganz im Gegenteil.

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2016/06/kurienerzbischof-ganswein-im-interview.html

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    7. Eine spannende Theorie, allerdings beißt sie sich doch etwas mit der Anweisung Benedikts, keine Menschen mit homosexueller Neigung zu weihen.

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    8. Sehe ich anders. Aber ich bestreite auch nicht, dass Benedikt massenhaft Fehler gemacht hat und gerade in Punkto Hs. keineswegs widerspruchsfrei war in seinen Äußerungen und Handlungen. Wer ist das schon. Im Endeffekt hat er aber ein m.E. für seinen ideologischen Hintergrund ausgesprochen innovatives und für die Kirche wegweisendes Beispiel gesetzt. Schluss mit dem Versteckspiel, könnte man diese Botschaft zusammenfassen.

      Auch bei dieser Richtlinie geht's m.E. im Kern darum, das ungesunde Versteckspiel zu beenden und die Attraktivität des Klerus für hs. Menschen etwas herunterzuschrauben, was angesichts der allg. Lage des Klerus nur positiv sein kann. Viele Hs. verstecken sich ja einfach im Klerus, um sich mit ihrer Situation nicht auseinanderzusetzen. Und daraus resultieren dann logischerweise Probleme. Wirklich 1 zu 1 umsetzen lässt sich diese Richtlinie sowieso nicht, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und es geht mehr darum, einen Trend für einen etwas "heterosexuelleren" Klerus zu setzen, als darum, Hs. wirklich konsequent auszuschließen.

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    9. Ich wünschte, Sie hätten Recht! Allerdings sehe ich da eher Homophobie am Werk, ein gewisser Selbsthass gehört da ja dazu.

      Und dass man gerne Wasser predigt und selber Wein trinkt, ist ja auch ein bekanntes Phänomen. Wenn man bedenkt, was gerade gegen Franziskus geschossen wird, der sich ja lediglich auf jesuanische Barmherzigkeit beruft, kann man sich nur wundern, dass die selben Leute, die jetzt schimpfen, kein Problem damit haben, dass ein Gänswein mal so eben einen zweiten Papst installieren wollte. Wenn es um den eigenen Wein geht, ist man nicht zimperlich, das Wasser aber gönnt man noch lange nicht jedem ;-)

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  3. Wie wäre es, sich mal hierzu mit den Aussagen der Frau Küble auseinander zusetzen. Siehe: https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/07/charismatisch-oekumenische-mehr-konferenz-mit-vatikanprediger-cantalamessa/

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    1. Cantalamessa ist neben seiner Funktion als Hausprediger der Päpste auch mit dem Dialog mit den Pfingstkirchen befasst. Von daher ist er hier genau am rechten Ort.

      Hass auf Cantalamessa hat unter "Tradis" Tradition. Als franziskanischer Christ erkennt er den Wert lutherischer Theologie auf einer ganz anderen Ebene als die konfessionalistischen Kontroverstheologen. Franz von Assisi stand ja theologisch betrachtet in vielen Dingen Luther sehr nah, speziell was Gnadenlehre und Bewertung der verdorbenen Kirchenhierarchie betrifft. Im Unterschied zu Luther lehnte er aber jede Spaltung riguros ab. Luthers Bewertung von Franziskus schwankt zwischen Bewunderung seiner Person und wütender Ablehnung seines Ordens. Wirklich verstanden hat er ihn nicht.

      Dass ausgerechnet Küble (sonst immer sehr pro-evangelikal) Cantalamessa in die Tonne hauen will, dürfte kirchenpolitisches Kalkül sein. Sie findet die Evangelikalen ja v.a. deswegen gut, weil dort viele rechtsextrem sind. Cantalamessa ist das natürlich nicht.

      Im Ggs. zu Kübles Zeichnung von Cantalamessa als eine Art "Kryptoprotestant" sehe ich ihn bei diesem Event als den eigtl. Garanten für die Katholizität dieser Veranstaltung und die Verbindung mit dem Papst (s. o.).

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