Montag, 16. Januar 2017

Zeitschrift schreibt: Warum sich immer mehr Priester von Papst Franziskus abwenden...

"The Spectator" ist eine bekannte britische Zeitschrift, die sich laut "Wikipedia"
( ---> HIER !) an konservative Intellektuelle wendet. 

Dort findet man aktuell einen längeren Artikel von Damian Thompson, der schon in der Schlagzeile behauptet, dass sich immer mehr Priester von Papst Franziskus abwenden. Angeblich soll der Papst einen pädophilen Priester, den Papst Benedikt abgesetzt hat, wieder in Amt und Würden eingesetzt haben. 
Auch das Vokabular von Papst Franziskus wird von ihm beanstandet,
so z.B. der Ausdruck von den Medien und Lesern, die "Scheiße fressen". Noch schlimmer die Behauptung, Vatikan-Angestellte bestätigten, dass Papst Franziskus zuweilen zu Mitarbeitern unfreundlich sei und sogar Wutausbrüche habe.
Die Art seiner Machtausübung sei "weitaus brutaler" als die seiner Vorgänger, was dazu führe, dass der Papst die Kirche spalte. Die Kurie habe es satt, von "Bergoglio" ständig gescholten zu werden, und man moniere seinen "Personenkult". Müsse der Papst alle vier Jahre wieder-
gewählt werden, so Thompson, dann würde er "schon in der ersten Wahlrunde aus dem Kandidatenkreis eliminiert" werden...

Harter Tobak, finde ich, und das schreibt ja nicht irgendein böser Kardinal, sondern ein konservativer Journalist. Für meinen Geschmack hat er bei aller berechtigten Kritik den Bogen dabei aber überspannt. - Wie sehen Sie das, liebe Leser?   
Deutsche Übersetzung ---> HIER !
Original im britischen "Spectator"  --->HIER !

Kommentare:

  1. Der besagte Artikel ist ja nicht sonderlich neu,
    sondern nur eine Zusammenfassung von bekanntem.
    Dass mittlerweile auch immer mehr Presseleute in die
    Kritik an diesem Papst einstimmen, ist die eigentliche
    Nachricht.
    Das ist beunruhigend, finde ich.

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  2. Kirchenmäuserich16. Januar 2017 um 19:42

    Ich bin immer wieder beeindruckt,
    welche hierzulande weithin unbekannte Quellen
    der KREUZKNAPPE auftut.
    Einfach mal ein danke an den emsigen Blogger,
    wobei ich seiner Kurzeinschätzung zustimme
    "Harter Tobak"!
    Klar, bei Papst Benedikt hat es auch rumort,
    aber was sich jetzt alles zeigt, ist schon
    echt krass.
    Ich fürchte, die Kirchenspaltung ist gar nicht
    so unreal, denn aus dem Funkenflug kann schnell
    ein Großbrand entstehen.
    Beten wir, beten wir, beten wir !!!

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  3. Die Einschätzung, es würden sich "mittlerweile auch immer mehr Presseleute in die
    Kritik an diesem Papst einstimmen" ist so nicht haltbar. Damian Thompson war von Anfang an ein erklärter Todfeind von Franziskus. Hier ein Beispiel aus 2015: http://www.creativeminorityreport.com/2015/10/did-you-read-what-damian-thompson-wrote.html
    Damals hat er den Krieg zwischen Kurie und Franziskus ausgerufen, und eine Kirchenspaltung, falls die Kurie den Krieg verliere. Thompson ist eines der Sprachrohre aus dem Sumpf, den Franzsikus trockenzulegen beauftragt ist.

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  4. Da ist nichts überspannt. Man darf da einfach auch nicht so überempfindsam und harmoniebedürftig sein. Die Katholische Kirche kennt ein Reaktions-Portfolio zur Krisenintervention bis hin zum Tyrannenmord. Auf der Skala ist Thompsons Beitrag also recht gut da zu finden, wo er auch hingehört: Deutliche, aufrüttelnde Rede in der Phase der Meinungsbildung.

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  5. "Tyrannenmord"

    JPI?

    Aufrufe zum Hass auf den Papst sind kirchenrechtlich strafbar. Da sollte man auch nicht überempfindsam und harmoniebedürftig sein. Die Katholische Kirche kennt Spielregeln.

    Hab jetzt keinen CIC-Kommentar da, sondern nur das Handbuch des nachkonziliaren Kirchenrechts von 1979 (also vor Inkrafttreten des neuen CIC). Strigl zufolge, der das Strafrecht dort abhandelt, wäre so eine Tat nach altem Recht nach can. 2344 aF als „verbaler Angriff gegen kirchliche Amtsträger und Behörden durch vorsätzliche öffentliche Beleidigung, Verächhtlichmachung oder Gehässigkeit auf Antrag oder von Amts wegen nach Ermessen des Oberhirten“ zu bestrafen gewesen (also ohne festes Strafmaß). Inhaltlich gilt das noch heute.

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    1. @Jorge: Sie fantasieren. Wahrscheinlich projizieren Sie Ihre eigene Gewalttätigkeit oder -neigung in meine Aussagen. Mehr ist da nicht. Ich habe - korrekt und zutreffend - die legitimen Interventionsmöglichkeiten bis zu deren extremen Ende aufgezeigt. Der Rest Ihrer Unterstellung ist, wie gesagt, fantasiert.
      Wenn Franziskus und Leute wie Sie, Menschenseelen zu Sakrilegien und Todsünden gesetzmäßig und massenweise verführen, so ist dies übrigens keine Kleinigkeit. Und wenn solche Seelenmassenmörder einst in der Hölle schmoren, dann nutzt Ihnen auch kein CIC von 1979 mehr.
      Wenn Sie und Ihre Modernistenmeute allerdings im Recht sind, dann erklären Sie bitte widerspruchsfrei, warum die Sakrilegien keine sind und die Todsünde keine ist. Und handeln Sie die Darlegung bitte nicht in einer Fußnote ab, sondern auch formell und formal genügend.

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    2. Der CIC ist doch von 1983, Eule (8-)

      Und Aufrufe zum Hass auf den Papst sind kirchenrechtlich strafbar.
      Das ist alles, was ich gesagt habe.
      Wird selten erwähnt, ist aber heute gar nicht so abwegig, das mal in Erinnerung zu rufen.
      Kissler bekam deswegen schon Scherereien.

      Das Thema Wiederverheiratetensakramente hab ich doch jetzt wirklich schon *so* oft für "Tradis" gut verständlich und verdaulich, liebevoll und geduldig aufbereitet und in leicht nachlesbaren Dosierungen seit 2013 erklärt und erklärt, wie oft denn noch.
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/maltas-bischofe-das-gewissen-und-der.html

      Ich glaube, es reicht schon fast eine Google-Suche mit "Jorge" und "Müller" (oder irgendwas Aussagekräftigeres) und man findet alle Antworten sauber angeordnet und zum Abheften.

      Bin seit Jahren schon immer für euch da, und was ist der Dank?
      Man kriegt Höllenverwünschungen :-(

      Aber kein Thema, wir sehen uns :-)

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    3. Sehr schön wird anhand ihrer Darlegungen andernorts (die ich mir durchgelesen habe) klar, daß die neue deutsche Linie in Rom, die Sie verteidigen genau dann klar ist, wenn man - wie Sie - von falschen Axiomen ausgeht.
      Das Heilige (!) Sakrament (!) der Ehe kennt keinen Ehebruch. Sie verwenden hier schlicht den weltlichen Begriff und übersehen dabei - sexfixiert sind da allein Sie -, daß es auch andere Untreue gibt, die zu Trennungen von Eheleuten führt. Zum Beispiel Krankheit des einen Partners, die der andere nicht mehr (mit)trägt - ganz ohne sexuelle Untreue. Oder noch andere Gründe, die das Leben eben auch schreibt.
      Darauf kommt es hier gar nicht an. Denn das Eheband, so lehrt es die Kirche, besteht, sobald die Eheleute sich das Sakrament der Ehe gültig gespendet haben, bis zum Tod eines der Ehegatten.
      Wer nun, trotz bestehenden Ehebandes, mit einer dritten Person sexuell verkehrt, begeht also Ehebruch - spätestens dann. Dies gilt als Todsünde. Wichtig ist hier - und da irren Sie entscheidend: Dies löst das Eheband nicht auf. Kann selbstredend gebeichtet werden, gültig allerdings nur mit dem Vorsatz, dies fürderhin nicht mehr zu tun. Dies ist in einer festen Beziehung, die oft ja sogar als bürgerliche Ehe registriert ist, wohl eher unrealistisch. Jeder neue Beischlaf führt also zu einer neuen Todsünde. Das ist die Lehre der Kirche was den (fortgesetzten) Ehebruch angeht.
      Eine Trennung der Ehegatten verstößt gegen die Treue (als Vertrag und Gelöbnis) und versündigt sich gegen das Ehesakrament. Sie stellt jedoch keine Todsünde dar.
      Von daher ist ihre angedachte Absolution gegenüber einer bürgerlichen (!) Scheidung tatsächlich völlig irrelevant.
      Worum geht es denn überhaupt in der aktuellen Auseinandersetzung? Um den würdigen und gültigen, den nichtsakrilegischen und wirksamen Empfang der Heiligen Kommunion, dem Allerheiligsten (!) Sakrament (!) des Altars (!). Und dazu gehört, auch dies ist immer Lehre der Kirche gewesen, mindestens ein Zustand frei von Todsünde.
      Wenn die katholische Sakramentenlehre nicht mehr gültig sein soll, so sage man das, aber trickse nicht irgendwie herum. Nur ist die in über 2.000 Jahren entwickelte Lehre der Kirche eine Erkenntnis von Wahrheit. Man kann sie gar nicht ändern, will man in der Wahrheit bleiben. Man kann natürlich postulieren und glauben, was man will. Soweit ist der Mensch frei. Aber ein Tisch bleibt ein Tisch und ein Frosch bleibt ein Frosch, auch wenn es den Revoluzzern gefällt, beides irgendwie anders zu nennen oder Frösche zu Möbeln und Tische zu Tieren zu erklären.
      In der Hoffnung, auch ohne Power-Point-Folie verständlich vorgetragen zu haben, verbleibe ich grüßend.

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