Montag, 13. Februar 2017

AfD-Gegnern wird's nicht gefallen: Vorstand der AfD will Parteiausschluss von Björn Höcke!

Es ist Vorwahlkampf, wie man an etlichen politischen Statements (z.B. beim Thema "Flüchtlinge") sehen kann.
Da ist es für den Bundesvorstand der AfD ein Vorteil in der öffentlichen Wahrneh-
mung, wenn der höchst umstrittene Björn Höcke ( siehe meinen Artikel über ihn ---> HIER !) aus der Partei ausgeschlossen wird. Man lese bei-
spielsweise in der "ZEIT" ---> HIER !

Politische Gegner werden das nicht so gut finden für ihre eigene Argumentation, schätze ich mal...

Kommentare:

  1. Cleverer Schachzug der AfD-Spitze!
    Den Gegnern nimmt man Munition weg, und so ein Partei-
    ausschlussverfahren kann bekanntlich monatelang dauern,
    mindestens bis nach der Bundestagswahl im September,
    und dan ist offen, was dabei rauskommt.
    Die AfD-Macher haben schon viel Taktik von den etablier-
    ten Parteien gelernt, beachtlich!

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  2. Sollten die das wirklich durchziehen,
    woran ich zweifle, dann wäre das der Beginn
    einer Spaltung der AfD.
    Man täusche sich nicht - Höcke ist insbesondere
    im Osten Deutschlands durchaus beliebt,
    und er könnte im Falle des Falles zusammen mit
    ebenfalls "radikaleren" AfD-Politikern eine neue
    Partei gründen.

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    1. Das ist tatsächlich so. Höcke ist nicht nur bei den Nationalkatholiken hier und anderswo in der "Blokozese" sehr populär und ein Hoffnungsträger für die nationale Erneuerung und Erhebung Deutschlands, sondern gerade auch in Ostdeutschland und bei Teilen des AfD-Vorstands. Es wird nicht gelingen, ihn rauszukegeln. Die AfD ist von der wirtschaftsliberalen Partei der Lucke-Ära längst zum großen rechtsnationalen Sammelbecken geworden.

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  3. Zum beschlossenen Höcke-Ausschlussverfahren:

    Das ist Augenwischerei und (wahl)politisches Kalkül seitens der AfD.
    Ich gehe davon aus, dass er nicht ausgeschlossen wird –
    sonst dürfte der AfD der starke rechtsnationale Flügel verloren gehen.

    Man beachte, was der „nette“ Herr Meuthen,
    dto. Parteivorsitzender, gesagt hat:

    „Der zweite Parteivorsitzende, Jörg Meuthen, stimmte nach eigenen Worten gegen das Ausschlussverfahren. "Ich glaube nicht, dass dieses Verfahren aussichtsreich ist, und ich halte es auch nicht für richtig, obwohl diese Rede wirklich sehr daneben war", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.“

    Und Höcke selbst:
    „Es ist meine Überzeugung, dass ich weder gegen die Satzung noch die Grundsätze der Partei verstoßen habe. Dem Verfahren vor der parteiinternen Schiedsgerichtsbarkeit sehe ich gelassen entgegen.“

    Und was passiert eigentlich mit André Poggenburg
    (ebenfalls rechtsnationaler AfD-Flügel),
    der kürzlich nach einer von Linken massiv gestörten/blockierten
    und dann abgebrochenen Veranstaltung
    einer AfD-nahen Hochschulgruppe an der Uni Magdeburg
    im dortigen Landtag mit Blick auf die Störer
    und auf wiederholte Angriffe auf AfD-Politiker
    u. a. geäußert hat:
    „Beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden und zu beseitigen.“

    Kritik an Angriffen o. k. –
    aber das Vokabular und die dahinter stehende Gesinnung ….

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  4. Jorge Sensenbrenner13. Februar 2017 um 12:57

    "schätze ich mal..." :)

    Hübsch, wie der Knappe stichelt.

    Dabei hat das natürlich zwei Seiten.
    Tatsächlich dürfte ein Kalkül dabei sein.
    Gegner des Nationalsozialismus finden es sicherlich gut
    und könnten das als Distanzierung der Partei verstehen.
    Anhänger nehmen es nicht weiter ernst, zumal ein Ausschluss
    Höckes die AfD wohl spalten und unbrauchbar machen würde.

    Tatsächlich ist aber natürlich auch ein wirklicher Machtkampf
    zwischen Petry-Getreuen und der Meuthen-Gauland-Poggenburg-
    Koalition im Gange.
    Warum sollten politische Gegner der AfD das "nicht so gut finden"?

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  5. Wie hat man doch in den Medien gegen die
    AfD gehetzt, besonders nach den Bemerkungen Höckes
    zum Berliner Holocaust-Denkmal.
    Jetzt muss man sich was Neues ausdenken,
    da der Vorwurf, die AfD lasse rechtes Gedankengut
    einfach durch, nun nicht mehr zieht.
    Gut gemacht!

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    1. Christoph Gärtner13. Februar 2017 um 14:55

      Sie sind ziemlich desinfomiert,

      Bei allen Richtungs- und Machtkämpfen, sit es die AfD gibt, haben sich in dieser Partei bisher IMMER die rechten Extremisten durchgesetzt. Angefangen vom Verjagen des bürgerlich-liberalkonservativen Lucke-Flügels, den man mit Schimpf und Schande aus der Partei getrieben hat.

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    2. Herr Matthis,

      wie Recht Sie haben: die AfD lässt nie und nimmer rechtes Gedankengut durch – um Himmels willen! ;-)

      - Da gibt es allerhöchstens den starken ultrarechten Parteiflügel „Der Flügel“ um Höcke.

      - Da gibt es die noch ultrarechtere „Patriotische Plattform“ um Tillschneider, in „Fundamentalopposition gegen die Herrschaft der Altparteien“
      und eng mit Pegida und der „Identitären Bewegung“ verbandelt,
      allerdings (zumindest mittlerweile) gegen „eine destruktive Fundamentalopposition innerhalb der AfD“.

      - Neuerdings gibt es sogar eine noooch ultrarechtere AfD-Gruppierung,
      die „Freiheitlich Patriotische Alternative“ (um Ex-Mitglieder der „Patriotischen Front“);
      diese sieht sich „als Basisbewegung gegen hierarchistische Strukturen
      in Staat, Gesellschaft und AfD“ und kritisiert Tillschneiders Kurs als „Anpassung“ ans AfD-Establishment.
      Die „Patriotische Plattform“ sei ein „rechtes Karrieristennetzwerk in der AfD“.

      Wobei trotz Differenzen Querverbindungen zwischen diesen drei Gruppierungen, Pegida sowie Identitären bestehen.

      Einer von den „Freiheitlichen Patrioten“ hat übrigens Chancen,
      nach der Bundestagswahl als Nachrücker auf der AfD-Liste
      eines der dann frei werdenden Mandate im sächsischen Landtag zu übernehmen.

      Und, nicht zu vergessen: Die in meinem vorigen Posting
      zitierte Äußerung von AfD-Poggenburg
      zur „Wucherung am deutschen Volkskörper,
      die endgültig beseitigt werden müsse“,
      ist auch nicht im Entferntesten rechtsextrem … :-(

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  6. Ich glaube nicht dran, aber sollte der Vorstand Höcke tatsächlich ausschließen, dann hätte sich auch diese Partei auf den linksgrünen Mainstreampfad geschmeichelt. Das würde bedeuten, dass sehr viele gläubige Katholiken politisch heimatlos würden und aus Verzweiflung zur NPD wechseln würden. Will das die AfD??

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