Sonntag, 5. Februar 2017

Anti-Papst-Plakate in Rom: Jetzt ermittelt deswegen eine Sondereinheit für Extremismus-Bekämpfung!

Unser Besuch ist aus dem Haus, und da will ich doch kurz noch mal auf die anonymen Plakate in Rom gegen Papst Franziskus zu sprechen kommen, siehe meinen Artikel von gestern ---> HIER !
Wie "Radio Vatikan" mitteilt, ermittelt deswegen jetzt auch eine "Sondereinheit für Extremismus-Bekämpfung"  
Soll das etwa heißen, dass man Terroristen hinter der geheimnisvollen Aktion vermutet?
Nein, natürlich nicht, nehme ich an, man schießt hier vielleicht ein wenig übers Ziel hinaus und macht die anonymen Schmier-
finken nur noch interessanter.

Ansonsten lese man ---> HIER und HIER und HIER !
Die Plakate wurden inzwischen alle entfernt, aber wie man betont, nicht deshalb, weil sie sich gegen den Papst gerichtet haben, sondern  weil das wilde Plakatieren rechtswidrig ist.

Kommentare:

  1. Allmählich wird's lächerlich -
    Extremismus-Polizei wegen eines Plakates,
    haben die sonst nichts zu tun?

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    1. Das war schließlich EXTREME Majestätsbeleidigung.

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  2. Du meine Güte!
    Was musste Papst Benedikt alles an Verleumdung
    und Hass ertragen, und hier geht es um ein paar
    Plakate gegen Papst Franziskus,
    und schon wird eine Staatsaktion daraus gemacht.
    "Mister XY" hat recht,
    das ist einfach lächerlich!

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    1. "Verleumdung und Hass", die Papst Benedikt angeblich "erleiden" musste, waren ein laues Lüftchen gegen den Hass, bis hin zu Todeswünschen, der dem jetzigen Papst v.a. aus dem Milieu der selbsternannten "konservativen Katholiken" entgegenschlägt.
      Wie man an den abwiegelnden Reaktionen - um nicht zu sagen: klammheimliche Sympathie - der Kreuzknappe-Community gegen diese Hetz-Plakate sehen kann.

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    2. Ihr Papst-Feinde solltet euch langsam entscheiden, ob das ein lächerlich harmloser Vorgang war (wie ihn Benedikt von seinen innerkirchlichen Feinden noch viel schlimmer ertragen musste), oder ob es sich hier um eine außerordentliche, noch nie dagewesene Rebellion handelt, die beweist, wie übel dieser Franziskus ist.

      Beides gleichzeitig wirkt irgendwie nicht so konsistent.

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  3. „Franziskus, du hast Kongregationen unter kommissarische Leitung gestellt, Priester entlassen, den Malteserorden und die Franziskaner der Immakulata enthauptet, Kardinäle ignoriert, aber wo bleibt deine Barmherzigkeit?"

    So lautet die Übersetzung nach Radio Vatikan (deutsche Sektion), dort nachzulesen. Bitte markieren Sie doch mal die Stellen, an denen Hass (oder neudeutsch: Hatespeech) eingearbeitet ist! Ansonsten ist das Kritik, die durchaus nichts mit Majestätsbeleidigung zu tun hat. Ein Papst, der empfiehlt, man dürfe Kinder ruhig mal hauen und er schlage dem auf die Schnauze, der seine Mutter beleidige, ist aus gröberem Holz geschnitzt.

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  4. Immerhin kennen wir jetzt die Auflage.

    Rund 200 papstkritische Plakate sind von der Stadtreinigung in Rom entfernt worden.
    http://www.tt.com/panorama/12584110-91/200-papstkritische-plakate-in-rom-entfernt.csp

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  5. Was auch mich äußerst wundert, ist,
    dass sich das römische Büro von DIGOS,
    der italienischen Sondereinheit zur Extremismusbekämpfung,
    in die Sache eingeschaltet hat.
    Bei popeligen 200, vom Inhalt her ja nun wirklich
    blass-harmlosen papstkritischen Plakaten!

    Die Aktivitäten der stadtrömischen Polizeitruppe PICS
    (u. a. zuständig bei illegalem Mülldeponieren, Plakatieren
    und Hundekot-Liegenlassen)
    zum Auffinden und Entfernen der illegal angebrachten Plakate,
    unterstützt von der Stadtreinigung,
    hätte doch voll genügt –
    wobei selbst so ein Aufwand
    bei mickrigen 200 Harmlos-Plakaten
    eigentlich fast schon zu viel ist –
    und wobei auch auffällt,
    dass eine derartige Reinigungsaktion in Rom
    in anderen Fällen wohl kaum so ratzfatz ablaufen dürfte.

    Was passiert eigentlich, wenn DIGOS
    bei Auswertung der Überwachungskamera-Aufnahmen
    Kardinal Burke, Malteser-Festing und einen Immaculata-Franziskaner
    als Täter der Nacht-und-Nebel-Aktion entdeckt?
    Die neue Generation der Extremisten ;-) ;-) :-) ?

    D i e Aufnahmen würde ich mir dann aber
    unbedingt gerne reinziehen wollen!

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    1. Natürlich sitzt der eitle Schleppentraeger lieber beim edlen Rotwein, statt eigenhändig Hetzplakate zu kleben. Man macht sich als Eminenz ja seine Finger nicht schmutzig. Aber ebenso natürlich hat er die ekliger Aktion inspiriert.

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    2. @Pjotr
      Es ist völlig naiv zu glauben, die hinter den FFI etc. steckenden Finanz- und Politikerkreise seien harmlos. Jeder in Italien weiß das.
      Solche (zunächst einmal) ganz "harmlosen" Fingerzeige entsprechen eben einer bestimmten Bedrohungsstrategie, die man keinem Italiener zu erklären braucht. Deshalb sind da viele so aufgebracht. Und die Behörden wissen auch, woher der Wind weht.

      Die Plakate selber sind natürlich harmlos.
      Im Netz kursierten schon 2013 hundertmal härtere Sachen. Das Aufsehenerregende daran ist nicht der Inhalt, sondern die Plakatierung auf der Straße.

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  6. Ein Münchner auf Erden7. Februar 2017 um 05:52

    Es ist einfach lächerlich,
    wegen ein paar Plakaten gleich den Staatssschutz
    einzuschalten oder sowas ähnliches.
    Dass auch Radio Vatikan so ausführlich darüber
    schreibt, zeigt wieder einmal, wie überempfindlich
    der derzeitige Papst auf jede Art von Kritik
    reagiert.
    Ein souveränes Verhalten wäre gewesen, die eigenen
    journalistischen Kettenhunde anzuweisen, den Ball
    schön flach zu halten,
    dann erledigt sich sowas nämlich von selbst.

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    1. Eine verleumderische Legende zu stricken, wie der Münchener das hier tut, ist ja schon der Anfang.

      Alle Medien, die die Reaktion des Papstes auf diesen Vorfall behandeln, berichten genau das Gegenteil. Der Papst soll überhaupt nicht besonders beleidigt reagiert, sondern dem Ganzen wenig Bedeutung zugemessen haben. Anders seine Umgebung, die sich sehr empört und alarmiert gab, so etwa Vallini, dgl. andere führende Geistliche (wie Kdl. Ouellet) oder die röm. Bevölkerung (die angeblich Plakate herunterriss). In diese Reihe gehört auch der Staatsschutz, der italienische wohlgemerkt.

      Die Gründe, warum die Leute in Italien bei so etwas so dünnhäutig sind, habe ich oben erläutert: Es ist ein bekanntes Muster.

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