Donnerstag, 16. Februar 2017

Bischöflicher Leitfaden geplant? -15 % der Katholiken würden die AfD wählen?

Ich stehe da mal wieder auf dem Schlauch, auch infolge Zeitmangels (Enkelkinder-
betreuung hat gerade oberste Priorität!): Aktuell kann man in einem Artikel des "Deutsch-
landfunks"
lesen, dass angeblich 15 % der Katho-
liken AfD wählen würden
, so ein Umfrage-Institut.
Und da erfahre ich gerade auch, dass die Kirche "einen Leitfaden für den Umgang mit AfD-nahen Gemeindemitgliedern" plant.
Das klingt spannend, finde ich. Ob das so gehen soll wie bei Erzie-
hungsratgebern: Wie gehe ich mit aufmüpfigen Kindern im Flegelalter um? ---> HIER !

Frage in die Runde: Was ist darüber bekannt? Kennt jemand den Entwurf des Leitfadens? Wer ist der Verfasser? - Danke für jeden ernst gemeinten Tipp!
Im übrigen befindet sich die AfD umfragemäßig klar im Abwärtstrend und es knirscht mächtig im Getriebe, habe ich den Eindruck...

Kommentare:

  1. Im verlinkten Text steht doch dazu
    was ganz diffuses: Die "ostdeutschen Kontaktstellen
    der Kirche zur Landespolitik" ließen sich von Wissen-
    schaftern eine Handreichung erarbeiten.
    Nie gehört.

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  2. Das Beunruhigende an der Meldung ist, daß 85 % der Katholiken nicht wählgen gehen oder ihre Stimme einer der Blockparteien geben.

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    1. "Blockparteien" - was für einen "Block" repräsentieren Linkspartei und CSU denn???

      Kommen Sie jetzt bitte nicht mit "kommunistisch" oder "linksgrün" oder "gutmenschenhaft" oder weitere solcher Plastikwörter.

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  3. Einfach nur beschämend,
    wie Kirchenleute da diffamieren und ausgrenzen.

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  4. Ja, bitte noch mehr von solchen "Argumentations-
    hilfen"! - Da könnte dann z.B. auch drin stehen,
    was SPD-Kandidat Martin Schulz alles im Europa-
    Parlament durchgesetzt und mitbeschlossen hat,
    und da könnte dann auch drin stehen, wie sich z.B.
    die GRÜNEN kirchenpolitisch positioniert haben.
    Das könnte richtig spannend werden,
    auch wenn man die Wahlversprechungen der Kanzlerin
    alle auflistet. Tolle Idee des Bistums Magdeburg!

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  5. Wer weiß, vielleicht wird sogar vorgeschlagen,
    der Einfachheit halber, damit man als Sitzungs-
    katholik genügend Abstand einhält, AfD-Mitglieder
    mit einem speziellen, gut sichtbaren Stern an
    der Kleidung kenntlich zu machen???

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    1. Es ist beschämend und nur noch ekelhaft, dass Sie Leute, die die Partei eines Herrn Höcke wählen, mit den von den Nazis verfolgten und ermordeten Juden vergleichen. Haben die AfD-Anhänger gar kein Schamgefühl mehr?

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    2. @Dottrina Da viele AFD-Wähler ohnehin leugnen, dass den Juden damals auch nur ein Haar gekrümmt wurde, ist der Vergleich vor allem Widersinnig ... (verfolgt aber natürlich einen klaren Zweck)

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    3. Gallowglas:
      Haben Sie sich diesen Unsinn selbst ausgedacht
      oder können Sie das durch Quellen belegen?

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    4. Becher: das wissen Sie als AfD-Anhänger selber am besten, deshalb sparen Sie sich solche pseudo-naiven Fragen. Ich bin mal aus purer Neugier auf eine "Demonstration" der AfD gegangen, jeder zweite schwadronierte dort von der "Holocaust-Lüge".

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  6. Vielleicht sollte in solch einem Leitfaden
    auch drinnen stehen, wie man sich als
    Christ zu benehmen hat.

    http://www.maz-online.de/Brandenburg/18-Angriffe-auf-AfD-Parteibueros-in-Brandenburg

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  7. Bekennende SPD-Wähler durften ja vielerorts nicht zur Kommunion gehen. Das war noch ungefähr zehn Jahre vor dem Judenstern Usus, ein solches Abzeichen braucht es dazu also gar nicht.

    Für AfD-ler könnte man etwas Ähnliches machen ;-)

    Damit würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn ich nehme an, die würden dann schnell damit aufhören, Amoris laetitia oder den Papst zu kritisieren. Sind ja meistens dieselben Leute (Anwesende ausgenommen).

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  8. Zum Thema „15 Prozent“:

    Interview Deutschlandradio 29.01.17:

    Andreas Püttmann sieht INSA-Angaben kritisch –
    Bei den Katholiken stärker differenzieren –
    Kirchennahe Katholiken neigen nur zu 8 Prozent zur AfD

    „Frage: Nun gibt es eine recht frische Umfrage im Auftrag der evangelikalen Nachrichtenagentur idea. Demnach neigen sowohl Katholiken wie freikirchliche Christen fast so häufig zur AfD wie die Konfessionslosen. … Je frommer, desto rechter?

    Püttmann: Nein. Für die Freikirchler ja, in allen Umfragen liegen die so mit 17, 18 Prozent AfD-Befürwortung, soweit die überhaupt extra ausgewiesen werden. Aber das insa-Institut, was für idea tätig ist, das weist die Freikirchler extra aus und da ist es in der Tat so. Bei den Katholiken ist es aber anders. Also, das kann jetzt nur ein entweder nicht ganz richtiger Befund sein oder ein Zufallsbefund, denn andere Umfragen zeigen, dass die Katholiken, wenn sie kirchennah sind, sogar nur zu acht Prozent zur AfD neigen. Bei den Katholiken ist also sozusagen die Gesetzmäßigkeit: je näher der Kirche stehend, desto ferner von der AfD. Den Effekt haben wir nicht bei den Protestanten, was eben schon zu tun hat mit dem relativ hohen Gewicht von Evangelikalen und Freikirchlern, bei den evangelischen Sonntagsgottesdienstbesuchern, und die Kirchennähe wird ja nach Gottesdienstbesuch bemessen. Bei den Katholiken ist es nach Allensbach so, etwa acht Prozent der Kirchennahen und zwölf Prozent der Kirchenfernen stehen der AfD nahe.“

    http://www.deutschlandradiokultur.de/katholischer-publizist-puettmann-ueber-die-afd-als-christ.1278.de.html?dram:article_id=377585

    Als Ergänzung/Bestätigung noch Angaben zur Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg. Die Forschungsgruppe Wahlen hat die Zahlen nach Konfession aufgeschlüsselt.
    Insgesamt kam die AfD auf 15,1 Prozent. Katholiken hatten zu 13 Prozent, die Protestanten zu 16 Prozent für die Partei gestimmt. Interessant sei aber, dass bei Katholiken mit sehr hoher Gottesdienstbesuchsfrequenz die AfD nur sieben Prozent erhielt.

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    1. Ach so.
      Danke für diese Aufklärung.
      INSA ist für "Idea" tätig!
      Das diskreditiert sie natürlich total.

      INSA hatte immer schon von allen Umfrageinstituten die rechtesten Ergebnisse, aber dass die direkt im Auftrag von Rechtschristen Umfragen über Rechtschristen machen, wusste ich nicht.

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    2. idea, der (evangelikale) Informationsdienst der Evangelischen Allianz,
      lässt diese Umfrage zum konfessionsspezifischen Wahlverhalten
      regelmäßig von INSA durchführen, z. B. aktuell:

      http://www.idea.de/politik/detail/sonntagsfrage-cducsu-bei-protestanten-und-katholiken-an-der-spitze-99646.html

      Als Multiplikatoren dieser Umfrage betätigen sich z. B.:

      - das pro-magazin unter dem Dach des evangelikalen Christlichen Medienverbundes KEP, der ebenfalls im Dienst der Evangelischen Allianz steht und unter derselben Wetzlarer Adresse wie idea gemeldet ist,

      https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2016/11/22/umfrage-im-vergleich-waehlen-mehr-frei-als-landeskirchler-afd/

      - oder auch kath.net (kein Zufall bei den engen Connections mit IDEA):

      http://www.kath.net/news/55975

      http://www.kath.net/news/56226


      Im vom Kreuzknappen verlinkten Artikel heißt es auch:

      „Erwähnt werden sollte an dieser Stelle noch, dass INSA ein durchaus umstrittenes Meinungsforschungs-Institut ist. Dessen Besitzer Hermann Binkert war bis 2014 CDU- Mitglied, später AfD-Berater. Dass er AfD-Umfrageergebnisse zu hoch bewerte, weist Binkert jedoch weit von sich und legt Wert auf Unabhängigkeit. Als Beleg erwähnt er gern die Landtagsergebnisse in Sachsen-Anhalt vom März 2016, die INSA mit seinen Umfrageergebnissen relativ gut vorher gesagt habe.“

      Wiki zu INSA/Binker/AfD:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Binkert#Verh.C3.A4ltnis_zur_.E2.80.9EAlternative_f.C3.BCr_Deutschland.E2.80.9C

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  9. Natürlich kann man ganz grundsätzlich nicht gleichzeitig katholisch sein und Mitglied in einer demokratischen Partei.
    Daß die neue deutsche Systemkirche natürlich den deutschen Systemparteien anhängt, ist, so denke ich, ebenso bekannt.

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  10. Es wird Zeit für eine neue "bekennende Kirche"!
    Wehe uns, wenn dieses Land noch einmal richtig in eine Diktatur abrutscht. Einen Löwen von Münster wird man in deutschen landen wohl nicht finden...

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