Montag, 20. Februar 2017

BITTE NICHT! - Bloggerkollege fragt, ob Sie schon mal an Selbstmord gedacht haben!

"Ich hatte bisher wenig Lebensabschnitte, in denen
ich das Leben genossen habe... Ein paar gute Freunde, eine liebende Familie, aber trotz-
dem meistens einsam und das Leben erscheint mir mehr ein Überleben zu sein. Ich stand am Abgrund und nein, ich meine das nicht in Form einer Bildsprache. Aber den nächsten Schritt kann ich nicht tun..."
 

Ein katholischer Bloggerkollege ist so ehrlich, seine Probleme öffentlich zu benennen; gottlob schließt er trotz düsterer Grundstimmung den Suizid letztlich dann doch aus. ---> HIER und HIER und HIER !
In solchen Momenten bin ich erst mal fix und fertig, da kommen Er-
innerungen hoch an einen Klassenkameraden, der sich umgebracht hat, und das geht mir nicht aus dem Kopf. Aber ich finde es gut, dass der Blogger auch solch ein "intimes" Thema anschneidet, das viel existentieller ist als alle Trumps und alle päpstlichen Formulierungen es je sein können.

Es ist erschreckend, dass sich pro Jahr im verhältnismäßig reichen Deutschland ca. 10.000 Menschen das Leben nehmen.
Hinter jedem "Fall" steht da ein dickes Fragezeichen: Hat man die Signale nicht bemerkt oder nicht bemerken wollen? War das wirklich nicht zu verhindern?

Ich spare mir jetzt kluge Sprüche für den Bloggerkollegen und andere, die am Sinn des (Weiter-) Lebens zweifeln. Redet bitte mit Leuten eures Ver-
trauens; mehr kann ich, den das Thema zu sehr aufwühlt, dazu kaum sagen. -- Ich selbst habe, wie ich bei solchen Anlässen immer wieder be-
merke, das große Glück, viel Zuversicht und Gottvertrauen geschenkt bekommen zu haben, trotz vieler Probleme und ständiger chronischer Schmerzen. Und ich denke an zwei, drei schwerstkranke Leser (ganz herzliche Grüße!), die z.T. seit Jahren lebensbedrohlich erkrankt sind und trotzdem nicht aufgeben. Mehr kann ich dazu im Moment einfach nicht sagen, sorry...

Kommentare:

  1. Meiner Meinung nach sind die meisten Selbstmorde
    im Grunde nur Hilfeschreie: Mir geht es ganz dreckig,
    bitte steht mir bei!
    Wir sind leider viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt,
    als dass wir die Warnsignale bemerken. Traurig!

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  2. Ich schätze mal, bei einem solchen Thema
    werden Links- wie Rechtskatholiken, die sonst
    so eifrig kommentieren, sich in kollegiales
    Schweigen hüllen.

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    1. Zunächst einmal, wir haben ja schließlich Karneval, möchte ich ihren Glaubensschubladen noch eines draufsetzen:
      Wie wird man Linkskatholik?
      Wer bestimmt das?
      Was soll das sein?
      Sie betreiben mit solchem Parteiendenken Kirchenspaltung!
      Entweder Katholik oder Häretiker. Basta! (Alles andere wäre mir auch zu eng)
      Zum Thema:
      Wer sich über psychische Krankheiten informieren möchte, der kann das sehr gut bei Manfred Lütz tun.
      Dort können Sie kurz und knapp nachlesen, daß so manches in diesem Bereich mit physiologischen Fragen zusammenhängt. Da stellt sich kaum so etwas wie eine Schuldfrage.
      Daneben gibt es andere Formen, die las sündhaft angesehen werden müssen:
      Erpressung (Wenn du mich verläßt, ...)
      Nichtsdestotrotz bleibt der Einspruch: Es ist ein Eingriff in die Souveränität Gottes.
      Alle sind unserem Gebet anempfohlen, die Kranken, die Verzweifelten, die Toten. Mögen sie, wie wir dereinst in Gott einen gnädigen Richter finden.

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    2. Was die Zahlen in Deutschalnd angeht:
      Mich wundern diese traurigen Zahlen nicht! Die Menschen vereinsamen immer mehr, wachsende Mobbingzahlen, Druck im Beruf, das Gefühl, gesellschaftlich abgehängt zu sein (siehe Armutsberichte), wachsende Unsicherheit, zwei oder drei Jobs und das Geld reicht hinten und vorne nicht, ... haben Sie mal den Kontoauszug von der Rentenversicherung angeschaut?

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  3. Semper Catholicus20. Februar 2017 um 13:20

    Wenn man sich diesen Blog, ich kannte ihn noch nicht, umschaut, dann stellt man mit Bedauern fest, dass er nicht zur Blogozese zu zählen ist, weil er eindeutig modernistisch und liberal ausgerichtet ist. (Man schaue nur die Hetzlinks gegen Trump an u.a.)

    Es besteht nachweislich ein Zusammenhang zwischen Lebenszufiedenheit und Sinnerfüllung und einem lehramtstreuen katholischen Glauben und Leben. Bei Modernisten dagegen greift oft eine große Sinnlehre um sich und die Suizidrate steigt deutlich.

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    1. Wenn es nicht zynisch wäre, dann würde man angesichts dieses unsäglichen KommenTares auf die Idee kommen, dass der Herr Immerkatholik der größte aller "Modernisten" ist und mit seiner Sinnleere nicht mehr klar kommt. Was nicht erst für dieses Posting gilt.

      Aber gut, dass der Tradi Kreuzknappe so fair ist, auch solche Sachen aus seinen Reihen freizuschalten, damit jeder unbefangen lesen kann, wie die Rechtskatholiken so denken.

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