Donnerstag, 9. Februar 2017

Dürfen nur Frauen ein Gewissen haben, Chefärzte wie Dr. Thomas Börner aber nicht?

Der Fall sorgt seit Tagen für Schlagzeilen: Der Gynäkologe, der in 25 Jahren aus Gewissensgründen keine einzige Abtreibung vorgenommen hat, wurde zum Chefarzt der Klinik in Dannenberg gewählt. 
Dann aber nahm das Empörungs-Schicksal seinen Lauf, weil die Klinik unter seiner Leitung keine Abtreibungen mehr vorneh-
men wollte ---> HIER !

Die Klinikleitung stellte sich hinter ihn, aber der übergeordnete Konzern will laut Presse mit den Abtreibungen weitermachen.
Nun sieht es wohl so aus, als wenn der Chef-
arzt seinen Job verliert. - Für Ärzte und Krankenschwestern ist wohl keine Gewissensentscheidung vorgesehen. ---> HIER und HIER und HIER !

Nur für Erwachsene - wollen Sie das wirklich sehen? - Videos über Abtreibung ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das kommt einem doch bekannt vor,
    da darf die kopftuchtragende Lehrerin unterrichten
    und bekommt sogar noch Schadensersatz,
    aber wenn ein Arzt seinem Gewissen folgt, ist das
    nicht erlaubt.
    Deutschland schafft sich ab!

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  2. Dieser Chefarzt ist ein Held!
    Papst Franziskus sollte ihn zur Audienz empfangen.

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  3. Das ist doch wieder mal eine verzerrte Darstellung des Sachverhalts und eine Überstrapazierung des Begriffs "Gewissen".

    Selbstverständlich durfte der Chefarzt jederzeit aus Gewissensgründen ablehnen, eine Abtreibung durchzuführen. Das ist aber nicht das, was er getan hat. Er wollte generell unterbinden, dass an "seinem" Krankenhaus Abtreibungen durchgeführt werden. Nun haben sich offenbar diejenigen Leute eingeschaltet, denen das Krankenhaus tatsächlich gehört (der Chefarzt ist nämlich nur leitender Angestellter). Und die sehen offensichtlich ihre wirtschaftlichen Interessen durch das "Gewissen" des Herrn Chefarztes beeinträchtigt.

    Sprich: Der Chefarzt kann jederzeit Abtreibungen persönlich verweigern. Er wird es aber kaum durchsetzen können, sein persönliches Gewissen dem ganzen Krankenhaus überzustülpen. Das könnte er dann machen, wenn ihm das Krankenhaus gehört.

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  4. Donnerwetter, sogar der "SPIEGEL"
    hat fair berichtet:

    Die Klinikleitung trägt die Entscheidung
    des Chefarztes mit: "Kein Arzt kann verpflichtet
    werden, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen",
    sagt Klinikchef Markus Fröhling zu SPIEGEL ONLINE.
    Dass Börner nicht nur für sich, sondern auch für
    die anderen Gynäkologen des Krankenhauses ent-
    schieden hat, hält Fröhling für richtig.
    "Bei derart schwerwiegenden Eingriffen sollte ein
    Chefarzt die Richtung der Abteilung vorgeben dürfen."

    Umgekehrt rum wird's ja auch praktiziert,
    dass ein Chefarzt die Linie vorgibt: Wir führen Ab-
    treibungen durch, und sein Team muss mitmachen.

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  5. Die erste Reaktion der Klinik ist eher
    eine Ausnahme.
    Insbesondere bei Helfern wie Krankenschwestern
    wird auf das Gewissen nur auf dem Papier Rücksicht
    genommen; wer sich weigert, bei Abtreibungen zu
    assistieren, wird gemobbt.
    Die Begründung ist recht elegant: Wenn jeder sich
    weigert, könne der Auftrag nicht erfüllt werden.

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  6. "Habe sowas auch schon öfter erlebt,
    dass wir fertige kleine Wesen da rausgeholt haben.
    Allerdings werden die Abbrüche bei uns nicht als solche
    auf dem OP-Plan deklariert, sondern nur als Abort-
    Abrasiones."
    So auf einer Seite, bei der sich angehende Kranken-
    schwestern in der Ausbildung "ausheulen" können.
    Von Gewissensentscheidungen wird dort abgeraten,
    das kostet die Karriere!

    https://www.krankenschwester.de/forum/themen/probezeit-in-der-gynaekologie-und-doch-gegen-abtreibung.16864/

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    1. Wenn die Krankenschwester in der Berufsschule aufgepasst hätte, dann wüsste sie, dass "Abort-Abrasiones" Abtreibungen durch Ausschabung bedeuten. Wer das nicht weiß, kann natürlich behaupten dass "Abbrüche bei uns nicht als solche auf dem OP-Plan deklariert" werden. Ernstnehmen kann man Leute, die sich derartig ahnungslos äußern, natürlich nicht. Unabhängig von der Meinung, die man zur Abtreibung hat.

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    2. Wenn Klaus-Peter Kuhn nachgedacht hätte,
      dann wüsste er,
      dass die Schwester sehr gut aufgepasst hat,
      aber damit etwas sagen will:
      In manchen Krankenhäusern werden, wie sie
      schreibt, Abbrüche anders genannt, obwohl
      es Abbrüche sind.
      So erklärt sie es klipp und klar.

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    3. Hä???

      Der Begriff "Abort-Abrasio" gibt nicht nur an was passiert, sondern auch mit welcher Methode: Abtreibung durch Ausschabung. Da wird, zumindest für den Fachmann, überhaupt nichts "anders genannt".

      Kopfschüttel.

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  7. Als meine spanischen Verwandten Ende der 60er Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland kamen, fanden sie auf den Bahnsteigen oft ein Schild mit dem Wort "Abort", wo es zur Toilette ging.

    @Elena: "Abort" heißt eben in allen Sprachen der Welt "Abtreibung", auch auf Deutsch. Auch wenn's im Deutschen ein Teekesselchen ist.
    Die haben den Kulturschock gekriegt und gedacht, in Deutschland würde man Abtreibungen auf dem Bahnhof durchführen können.

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