Dienstag, 14. Februar 2017

Für nervenstarke Katholiken: "Der Osterhase möchte jetzt mit uns die Fürbitten beten..."

Während wir uns daheim gerade mit unserem lieben Verwandten-Besuch (ein echter Polizei-Kommissar nebst Familie) mittels selbstgebackenem Hefezopf und Donauwellen stärken, will ich meine ge-
schätzten Leserinnen und Leser wenigstens mit einem liturgi-
schen Highlight verwöhnen, da der Genuss von Hefezopf leider noch nicht wirklich internetfähig ist.
Ich komme schon Mitte Februar auf das Stichwort "Ostern", weil ich heute früh beim Einkauf im Supermarkt sah, wie die Regale mit Oster-
hasen
, Oster-Dekomaterialien und ähnlichen Saisonartikeln aufgefüllt wurden (Ostern ist ja schon am 16. April, als nur wenig mehr als zwei Monate!).
Da fiel mir ein, dass es da doch in meiner reichhaltigen Sammlung was Passendes geben muss, und siehe da...  -- Ich warne Sie, das ist nur
was für nervenstarke Katholiken, wenn der Osterhase zum Ambo kommt, um die Fürbitten zu lesen! 

Na gut, Sie haben es so gewollt! ---> HIER !

Kommentare:

  1. Grausam!
    Aber bei den Modernisten-Gottesdiensten
    muss man schon zufrieden sein, wenn der
    Hoppelhase immerhin nicht die Kommunion
    austeilt.

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  2. Wahnsinn, diese Österreicher sind der Hammer!

    Ich glaube, dieser Osterhasenauftritt hätte das Zeug, ein echter Hit zu werden, macht ja süchtig. Ich hab mir das Video vier oder fünfmal hintereinander angeguckt und kriege dieses "Jungscharlied" mit Sicherheit heute nicht mehr aus dem Kopf.

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  3. Da gilt mal wieder:
    Man kann garnicht so viel essen,
    wie man kotzen möchte!

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  4. Also, das „Osterhasen“-Gehoppel in der Messe find ich
    nicht zum Lachen (wie die dort Anwesenden),
    sondern einfach nur lächerlich,
    der Würde einer Messfeier
    völlig unangemessen –
    ohne, dass ich deswegen jetzt ausraste
    oder – wie Herr Thuriferar – kotzen möchte
    oder – wie Herr Mynonarius – andere als „Modernisten“ verunglimpfe
    oder sogar gleich tot umkippe ;-).

    Man stelle diesen läppischen Messe-Hasen
    mal dem gegenüber, was – zutreffend –
    in einem Kirchenlied von Maria Luise Thurmair
    (Diözesananhänge „Gotteslob“) steht:

    „Erhebet das Gemüt,
    begreift, was nun geschieht:
    Der Tod des Herrn sich unter uns vollzieht. …
    So lass uns vor dir stehn,
    mit einem Sohn eingehn
    in seinen Tod und in sein Auferstehn.“

    Messe hat wesentlich was mit Würde,
    mit Erhabenheit zu tun,
    mit Ehrfurcht und Andacht,
    mit dem offenen Himmel.

    Ich für mich persönlich finde das am ehesten
    in einer aszetisch-„mönchischen“ Liturgie,
    schlicht und gerade dadurch
    von beeindruckender Erhabenheit.
    Mit barockem Gedöhns oder auch
    (für mich spießbürgerlichen) Ikebana-Gestecken auf dem Altar
    kann ich nichts anfangen
    (erst recht nicht, wenn da auch noch ein „Osterhase“ rumhoppelt).

    Und ich verlinke dazu ganz bewusst ;-)
    - gerade auch als Extrem-Kontrast zum „Osterhasen“-Messe-Video –
    zu einem Foto
    aus der traditionellen Liturgie:

    https://1.bp.blogspot.com/-_UuHZ2ncoHM/ViAAyvzZLNI/AAAAAAAAUSw/MmYq10GmZTU/s1600/TEMPLO%2BRESPETO.png




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    1. Bitte, das ist doch jetzt nicht ernst gemeint?
      Natürlich passt das wie die Faust aufs Auge und ist völlig daneben.
      Aber gerade das ist doch so lustig und erhellend.

      Man versteht sofort, wenn man das sieht, dass die Kleider der Priester auch nicht mehr sind als ein Kostüm, und dieser Osterhase, der vor den Kindern herhoppelt, näher an Christus ist als ein würdevoller schreitender Kardinal.

      Humor ist in dem Sinne eben auch erhebend.
      Die Gesichter der Leute beim Auszug sprechen ja für sich. Wer das verbiestert betrachtet und ernst bleibt, hat nichts begriffen.

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    2. Teil 1

      Quod scripsi, scripsi ;-),
      das war von mir durchaus ernst gemeint,
      wobei: bierernst bzw. verbiestert sein entspricht wiederum
      überhaupt nicht meinem Naturell ….

      Ich halte die liturgische Einbindung eines als Osterhasen Kostümierten
      für eine unzulässige Trivialisierung,
      eine „Eventisierung“ der heiligen Feier,
      in der „der Tod des Herrn“ verkündet
      bzw. seine Kreuzeshingabe vergegenwärtigt wird.
      Nebenbei: Die Priesterkleidung
      stellt keine Kostümierung/Verkleidung wie beim „Osterhasen“ dar,
      auch wenn „Lästerzungen“ wie Ambrose Bierce das behaupten:
      „Messgewänder sind das Kostüm der Narren am himmlischen Hof.“

      Dieser Osterhasen-Auftritt in der Messe ist in der Tat „völlig daneben“,
      völlig deplatziert, unangemessen,
      und gerade deshalb – weil es
      um die Messe und nicht um X-Beliebiges geht –
      für mich auch überhaupt nicht lustig.
      Solch eine Beurteilung in diesem Fall
      bedeutet nicht, dass es mir (ansonsten) an Humor mangelt …
      Und bedeutet auch nicht, dass ich mich über diesen Vorfall
      tierisch ;-) aufrege. Ich stelle nur was fest.
      Weil mir „Liturgie“ sehr viel bedeutet.

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    3. Teil 2

      Ich bin in einer
      (platt formuliert) „liberalen“ Pfarrei „groß geworden“,
      die auch in Sachen Liturgie durchaus experimentelle Ansätze wagte
      (bei großem liturgiewissenschaftlichem Sachverstand),
      aber nie … na ja, sagen wir: fast nie ;-) …
      die kirchlicherseits liturgisch gesetzten Grenzen überschritt
      und ihre Gottesdienste einerseits schlicht-aszetisch
      (so ein bombastisch-feudalistischer Cappa-magna-Kardinalsauftritt –
      einfach unvorstellbar! ;-)),
      andererseits durchaus mit Akzentsetzungen wie
      mittelalterlichen Messgewändern oder viel Weihrauch
      sehr „würdevoll“, „angemessen“ feiert(e),
      bis hin zum (fast) komplett lateinischen Choralhochamt mit Schola.
      So ein Hoppelhasen-Auftritt – einfach unvorstellbar!

      „Die Liturgie hat zwei Pole: den göttlichen Pol, die Heilsgeschichte mit dem Pascha-Mysterium, Tod und Auferstehung Jesu, und die tätige Teilnahme seitens der Menschen, die aber nicht aktionistisch gemeint ist. Der Weltkatechismus betont, dass die Gemeinde das heilige Geschehen trägt, und das muss auch zeichenhaft zum Ausdruck kommen.“ (Albert Gerhards)

      Ein als Osterhase Verkleideter
      ist für mich beim besten Willen ungeeignet,
      das Beteiligtsein der Gemeinde am „heiligen Geschehen“
      zeichenhaft auszudrücken …
      (Wer es anders sieht … der sieht´s halt anders …)

      Nein, in Anlehnung an Teresa von Avila
      („Wenn Fasten, dann Fasten. Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn“):
      Wenn Messe, dann Messe.
      Wenn heilige (Mess-)Feier, dann heilige (Mess-)Feier.
      Wenn Osterhasengehoppel, dann Osterhasengehoppel.
      Alles zur rechten Zeit und am rechten Platz.

      Ich weiß, das es – via Predigt in der Ostermesse – mal das
      „Osterlachen“ in der Messe gab,
      allerdings ist die liturgische Einbindung
      eines als Hoppelhase kostümierten Fürbitt-Vortragenden
      demgegenüber von ganz anderem Kaliber.
      (Nochmals: Wer es anders sieht … der sieht´s halt anders …)

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  5. Absolut kultig!!!

    Wir wollen ein, zwei, viele Osterhasen! :-)

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    1. Absolut.
      Ich pfeife immer noch stundenlang dieses Lied.

      Besonders der Auszug mit dem Hasen voran erinnert mich auch total an die Kappa-Magna-Umzüge, die man heute leider nicht mehr so oft sieht wie vor fünf Jahren

      https://www.youtube.com/watch?v=a888HYbYk30

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  6. Na, da möchte wohl jemand,
    dass uns dieser liturgische Genuss nicht
    mehr gezeigt wird:
    Bei mir jedenfalls ist der anklickbare
    Video-Link seit heute 14 Uhr deaktiviert.
    Der Kreuzknappe hat offenbar nicht nur Freunde...

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    1. Na, da kann Ihnen und
      den anderen Lesern des Kreuzknappen
      mit dem Original-Link geholfen werden,
      der nach wie vor funktioniert:

      https://www.facebook.com/NOVUSORDOINSIDER/videos/vb.214092855420817/491714784325288/?type=2&theater

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    2. Also ein "Original-Link" ist das bestimmt nicht.
      Der Original-Link wird eher der jetzt gelöschte sein.

      Die Ausweichadresse ist wohl eine Urheber- und Persönlichkeitsrechtsverletzung vonseiten dieses
      "Novus Ordus Insider".
      Da der im Ausland sitzt, juckt ihn das vmtl. kaum.
      Missbrauch eben.

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    3. Das können Sie selbstverständlich belegen?
      Da bin ich mal gespannt...

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