Samstag, 4. Februar 2017

Heute an vielen Stellen in Rom: Anonyme Plakat-Aktion gegen Papst Franziskus!

Durch eine Leserzuschrift wurde ich darauf aufmerksam: An vielen Stellen in Rom sind heute Plakate aufgetaucht, die Papst Fran-
ziskus auf's Korn nehmen, seine "Missetaten" aufzählen und ihm die provokative Frage stellen: "Wo ist dein Erbarmen?" 

Die Aktion gegen den "tyrannischen Pontifex" ist ein anonymes Machwerk - sowas finde ich schon deshalb nicht gut. Also wenn schon, dann sollte man auch Flagge zeigen!
Hier z.B. sieht man die Plakate ---> HIER
und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Weils der Knappe nicht gut findet, veröffentlicht er auch prompt die Bilder, sehr geschickt! Hat Burke die selbst geklebt oder hat er seine Kleber, so wie er willige Blogger für die Verbreitung seiner Aktion hat?

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    1. Wunderbar, wie "Boom" und "Jorge"
      ausgerechnet von RADIO VATIKAN selbst
      bezüglich ihrer abstrusen Gedankengänge
      widerlegt werden.
      Wenn Radio Vatikan ganz offiziell mit Foto
      für die Verbreitung sorgt,
      dann würde das also laut Jorge bedeuten,
      dass Radio Vatikan inzwischen unter Kontrolle
      der Mafia steht?!

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    2. Da es den Papst betrifft, ist natürlich ein Zeichen von Stärke, das auf seiner eigenen Seite zu veröffentlichen. Kein Grund für Schnappatmung, XY-Unerlöst. Nur der Tradi macht es eben aus anderen Motiven, wie man leicht an seiner nennen wir es einmal "Berichterstattung" der letzten Monate ablesen kann :-)

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  2. Die Mafia hat viel Geld.
    http://www.marcotosatti.com/2017/02/02/frati-francescani-dellimmacolata-resa-piu-severa-la-clausura-per-padre-manelli-un-decreto-del-pontefice/

    Etwas ärgerlich, aber wohl medientechnisch unvermeidbar, dass der Kreuzknappe so eilfertig auf diesen Zug aufspringt und die Hass- und Lügenpropaganda zusammen Marco Tossati, Antonio Socci, Rorate Caeli usw. verbreitet.

    Leider hat der @Römer nicht genau dazu gesagt, wie häufig dieses Plakat wirklich im Stadtbild auftaucht, das täte mich doch interessieren.

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    1. P.S.: Kath.net spricht von "Dutzenden". Auch nicht besonders aussagekräftig.

      In Rom sind am Samstag Dutzende papstkritische Plakate aufgetaucht.
      http://www.kath.net/news/58412

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    2. P.P.S.: Bei Katholisch.de steht "übersät". Wie auffällig ist das denn nun?

      Unbekannte haben Rom mit papstkritischen Plakaten übersät.
      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papstkritische-plakate-in-rom-aufgetaucht

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  3. Der Chef von "Radio Vatikan" hat sofort reagiert
    und in seinem Blog ebenfalls darüber geschrieben.
    Demnach müssen es nicht Auswärtige, sondern Römer
    selbst gewesen sein, die das verfasst haben,
    denn die Plakate seien "in römischem Dialekt"
    geschrieben.
    Interessant ist, dass er selbst einräumt,
    was die Kritiker ganz allgemein seit Monaten am
    Papst kritisieren:
    "Das Gegenargument könnte lauten: Warum lässt der
    Papst bei einigen Verletzungen von Regeln und der unwandelbaren Lehre der Kirche die Zügel schleifen,
    bei anderen aber nicht?"
    Da eiert er herum und weiß selber auch keine wirklich
    einleuchtende Antwort.

    http://blog.radiovatikan.de/wo-bleibt-deine-barmherzigkeit/

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  4. Sogar auf der offiziellen Internetseite
    von "Radio Vatikan" und in deren Newsletter
    wird heute auf diese Plakate gegen den Papst
    verwiesen.
    Wie ist das zu deuten?
    Ist man im Vatikan sehr nervös - oder hilft man
    selber mit, diese Plakate (mit Abbildung!)
    möglichst weitläufig im Internet zu verbreiten?
    Es würde mich gar nicht wundern,
    wenn Fans des Papstes selber dahintersteckten,
    die mit dieser "False-flag"-Aktion den Verdacht
    auf böse Tradis lenken wollen.

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  5. "Die Kirche ist keine Demokratie. Sie kann nur vorwärtsgehen, wenn man versucht, den Willen Gotte zu erkennen, und das machen wir nicht nur als Individuen, sondern in einer Atmosphäre des Dialogs und des Gebets. In letzter Instanz ist es der Heilige Vater, der dann die Entscheidungen trifft und dem wir gehorchen werden."
    Kardinal O'Malley laut "katholisches.info".

    Tja. So ist das halt.

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  6. Egal wer wirklich dahintersteckt,
    ich teile die Auffassung des Kreuzknappen,
    dass sich solch ein anonymes "Machwerk" nicht
    gehört.
    Falls es noch eines weiteren Beweises bedurfte,
    wie schlimm es um die Kirche steht im Zeitalter
    von Papst Franziskus - da haben wir ihn.
    Beten wir für die Kirche und für diesen Papst,
    auf dass er eine weise Entscheidung treffen möge!

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  7. Das wird sich schon noch herausstellen,
    wer dahintersteckt.
    Die Plakate sind nach Aussagen der italienischen
    Presse professionell gedruckt worden, also wird
    das auch irgendwann rauskommen.
    Abgesehen davon tun unsere Medien, die jetzt auch
    darüber berichten, mal wieder so, als sei das eine
    Sensation,
    dabei kommt das öfter vor, so hatten z.B. die
    "Frauenpriesterinnen" im Mai 2016 ebenfalls solch
    eine Plakataktion gegen den Papst organisiert:

    https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20160531/281479275667199

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  8. Bei "katholisch.de" kann man sogar eine
    Leserzuschrift finden, die die Plakataktion klasse
    findet. Die Begründung hat was:
    Der Papst sei jemand, der immer wieder derb austeile,
    da müsse er eben auch mal was einstecken.
    Nicht ganz von der Hand zu weisen, finde ich.

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    1. Naja, solche Hassbilder vom Papst gab es ja von Anfang an, nur blieben sie halt im Netz versteckt. Hagenkord hat es m.E. am treffendsten ausgedrückt, indem er feststellt, dass man damit jetzt "die Öffentlichkeit außerhalb der Filterblasen des Internets sucht."

      Dieser Versuch, gruseliges Papstbashing salonfähig zu machen, hat auch schon vor einiger Zeit angefangen, im deutschen Sprachraum am deutlichsten festzumachen an Alexander Kisslers Kolumne vom Mai 2016, die zum ersten Mal den zuvor nur in abseitigen Medien wie gloria.tv etc. benutzten Tonfall aufnahm und quasi offiziell in den Mainstream einführte. Das war ein Quantensprung der Entgrenzung, der weitere Papstbeschimpfer aus der Deckung lockte.

      Grundsätzlich wird der Papst damit leben müssen und reagiert meine ich relativ souverän, ein weinerlicher Ton wie bei Benedikts Klage über "sprungbereite Feindseligkeit" liegt ihm eher nicht, dafür schimpft er auf "Koprophagen" und den allgemeinen Unverstand. Ob er aber immer da durchgreift, wo es wirkt, und nicht auch schonmal die Falschen trifft, kann man von außen schlecht sagen.

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