Samstag, 4. Februar 2017

Kommt der Weltuntergang? - Gemüse wird rationiert, melden die Medien!

Möglichst dramatisch sollte
es schon sein, damit heute im großen Geschrei noch etwas gelesen wird. Und so wird denn auch mediale Alarmstimmung verbreitet, wie z.B. in der "WELT", wo wir erfahren, dass in Großbritannien "Gemüse rationiert" wird. 

Wer nun daraus den Weltunter-
gang ableiten möchte, wird allerdings im Verlaufe des reißerischen Artikels enttäuscht. Es ist einfach so, dass aufgrund der anhaltend miesen Wetter-
bedingungen in den Anbaugebieten (z.B. Spanien) die Produktion von Gemüse schwieriger und teurer wird.

Vermutlich sind die Schreiber der "WELT" nicht allzu oft mit dem Einkauf im Supermarkt beschäftigt, denn sonst wüssten sie im Gegensatz zu mir, der ich alle zwei Tage einkaufe, weil wir möglichst nur Frisches für unsere Mahlzeiten verarbeiten, dass die Preise in Deutschland auch enorm angezogen haben.
Und genau wie in Großbritannien haben auch hier viele Verbraucher so wie ich nicht die Absicht, für einen Salat fast 2,50 Euro zu bezahlen (also 5 DM, wie wir Älteren immer noch gerne in Gedanken umrechnen), und bei ande-
ren Gemüsen sieht es ähnlich aus. 

Das wussten schon unsere Eltern: Die Gemüse- und Obstproduktion in fernen Ländern hat ihren Preis, von der Umweltbelastung für den Trans-
port mal ganz zu schweigen. - Liebe Journalisten, vielleicht wäre das ja mal eine gute Gelegenheit, sich für regionale Produkte zu interessieren...?

Artikel in der "WELT" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Journalisten sind meistens Großstadtmenschen
    und Singles, die haben die Preise sowieso nicht
    im Kopf.
    Wir kaufen auch überwiegend regionale Produkte
    im Hofladen eines Bauern hier um die Ecke.
    Erdbeeren im Januar haben wir uns längst abgewöhnt,
    das ist doch Schwachsinn!
    Danke für den interessanten Artikel!

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  2. Harald Fischbach4. Februar 2017 um 07:56

    Das sind die Auswüchse der ressourcenraubenden
    unverantwortlichen Konsumgesellschaft, die dafür
    sorgt, dass in Afrika Kakaobauern wenige Cent ver-
    dienen und noch nie Schokolade gegessen haben,
    während die hier zu Ramschpreisen verschleudert wird.
    Wir kaufen seit Jahr und Tag regional,
    und wenn man kirchliche und päpstliche Dokumente
    zum Umweltschutz liest, liegen wir damit voll im Trend.
    Wie der Kreuzknappe haben auch wir einen eigenen
    Garten, in dem wir das Nötigste anbauen.
    Gruß!

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  3. Man kann als verantwortlicher Verbraucher
    durchaus seinen Beitrag leisten für Umwelt und
    Gesundheit. Bis vor wenigen Jahren hatten wir
    eine Nutzgartenfläche von mehr als 1.000 Quadrat-
    metern, das mussten wir leider wegen chronischer
    Schmerzen deutlich reduzieren.
    Aber nach wie vor wird eingekocht, wir machen
    Saft und Gelee, und wir kaufen vieles regional.
    Und das Tollste: Diese Produkte haben einen viel
    intensiveren Geschmack, so auch die Bio-Eier,
    die wir direkt vom Bauernhof kaufen - unglaublich
    lecker...!!!

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  4. Ja, unsere Eltern wussten auch noch,
    wie man Lebensmittel richtig einlagert.
    Bei uns daheim gab es den Kartoffelkeller,
    da wurden im September 10 Sack Kartoffeln
    eingelagert, die reichten bis April/Mai.
    Aber die Politik und die geldgierigen Nahrungs-
    mittelkonzerne haben uns zu abhängigen Ver-
    brauchern degradiert.
    Wer sich kundig macht, findet auch heute noch
    viele Bauernhöfe, wo man Regionales bekommt.
    z.B. aktuell als Wintergemüse das hier:

    https://twitter.com/ErnstvAll/status/827605163787579392

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