Mittwoch, 1. Februar 2017

Lebkuchen und Mariä Lichtmess...

Für die Liturgiereform und die drastische Verkürzung des Weihnachtsfestkreises zahlen wir auch einen Preis, manches geht dadurch verloren.
Dass "Mariä Lichtmess" nicht überall so bescheiden gefeiert wird wie hierzulande (bei uns in der Pfarrei gibt es bei acht Kirchorten gerade mal drei Gottesdienste als "Amt für die Pfarrgemeinde"), ist ver-
mutlich bekannt.

Dies und weiteres Informative dazu
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Kommentare:

  1. Die Behauptung des Kreuzknappen (im Blick auf Lichtmess, 2. Februar),
    die Liturgiereform habe den Weihnachtsfestkreis drastisch verkürzt,
    stimmt nicht.

    Die (liturgische) weihnachtliche Zeit, der Weihnachtsfestkreis,
    endete auch vor der Liturgiereform nicht erst mit dem 2. Februar.
    Nach den alten Rubriken dauert die „weihnachtliche Zeit“ (tempus natalicium)
    von Weihnachten bis zum 13. Januar (Oktavtag von Epiphanie) einschließlich.
    Sie wird noch unterteilt in
    - die eigentliche Weihnachtszeit (tempus Nativitatis) und
    - die Epiphaniezeit (tempus Epiphaniae).

    Dies ist der Weihnachtsfestkreis „im engeren Sinn“.

    Wobei der 13. Januar nach vorkonziliarer Ordnung
    das Fest der Taufe des Herrn ist
    (falls der 13. Januar auf einen Sonntag fällt, wird stattdessen
    das Fest der Hl. Familie gefeiert.)

    Nach der neuen Ordnung (Liturgie- und Kalenderreform)
    endet der Weihnachtsfestkreis
    ebenfalls mit dem Fest der Taufe des Herrn,
    das aber nun auf den Sonntag nach Epiphanie (Erscheinung) festgelegt ist.
    Dadurch ist zwar der Weihnachtsfestkreis nach neuer Ordnung
    je nach Jahr ein bis sechs Tage kürzer
    (es sei denn, der 6. Januar fällt auf einen Sonntag),
    aber das ist weder „drastisch“
    noch hängt es in irgendeiner Weise mit Lichtmess (2. Februar) zusammen.

    Außerliturgisch (!) allerdings galt und gilt weithin noch immer der 2. Februar
    als Abschluss des Weihnachtsfestkreises (Weihnachtsfestkreis „im weiteren Sinn“).
    Denn dieser Tag, 40 Tage nach der Feier der Geburt Jesu
    (gemäß jüdischem Gesetz vorgeschriebene „Darstellung“ des Erstgeborenen 40 Tage nach der Geburt in Verbindung mit der rituellen „Reinigung“ der Mutter),
    ist genau wegen dieser engen Beziehung zur Geburt Jesu
    eine letzte Ausstrahlung des erwähnten Weihnachtsfestkreises im engeren Sinn.

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    1. Ich hab's nicht so mit dem engeren Sinn...

      https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Karlsfeld/Page066489.aspx

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    2. Na juut, trotzdem noch ein Nachtrag im engeren Sinn zum engeren Sinn ;-):

      Habe gerade festgestellt, dass in meinem obigen Posting
      ebenfalls was nicht so ganz stimmt ;-) …

      Ich habe da gleich am Anfang
      „weihnachtliche Zeit“ und „Weihnachtsfestkreis“ gleichgesetzt.

      Der „Weihnachtsfestkreis“ beginnt allerdings schon mit dem 1. Advent.
      Auf den Advent folgt die „weihnachtliche Zeit“ (im engeren = liturgischen Sinn)
      bis zum 13. Januar (alte Ordnung)
      bzw. Fest der Taufe des Herrn (neue Ordnung).
      Hiermit endet (liturgisch gesehen) nicht nur
      die „weihnachtliche Zeit“ (im engeren Sinn),
      sondern gleichzeitig natürlich auch der Weihnachtsfestkreis,
      der sich unter diesem Aspekt dann ebenfalls
      als Weihnachtsfestkreis „im engeren Sinn“ bezeichnen ließe.

      Ansonsten bleibt es aber dabei:
      Die Liturgiereform hat die weihnachtliche Zeit
      (bzw. den Weihnachtsfestkreis)
      nicht drastisch verkürzt.

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