Samstag, 11. Februar 2017

Medjugorje, x-ter Akt: Papst Franziskus will mal wieder prüfen lassen...

Warum werde ich das Gefühl nicht los,
das Thema "Medjugorje" dreht sich mindestens seit Monaten immer nur im Kreis? 

Wir erinnern uns an diverse Erklärungen, es werde eine Entscheidung über diesen Wallfahrtsort geben, aber das erzählt man uns in allerlei Varianten nun schon seit zwei Jahren.
Weiß jemand, warum das so trödelig geht?
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Kommentare:

  1. Die Tradis sollten froh sein,
    dass Papst Franziskus noch keine Entscheidung
    getroffen hat.
    Wie die ausfallen wird, dürfte jedem klar sein...

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  2. Ich denke, hier steht der Papst vor einem ähnlichen Problem wie bei den wiederverheirateten Geschiedenen: Da gibt es ein dogmatisches Problem und ein pastorales Problem.

    Aus dogmatischer Sicht ist die Sache eindeutig: Es ist für nicht nachvollziehbar (und war es nie), wie man nicht erkennen kann, dass hier in damals politisch wirren Zeiten die Leichtgläubigkeit der Menschen (und ihre spirituelle Sehnsucht in schweren Zeiten) instrumentalisiert wurde. Darüberhinaus ist es eine Lästerung Marias, zu glauben, sie würde tatsächlich seit Jahren Woche für Woche solch dünne Sprüche absetzen. Von daher: Dogmatisch gesehen ist die Sache klar. Constat de non supernaturalitate.

    Aber jetzt ist es eben so, dass es inzwischen Tausende gibt, die da jedes Jahr hinreisen, dort beten, denen das spirituell wichtig ist. Man könnte, wenn man böse ist, sagen "die darauf hereingefallen sind", aber es bleibt das Faktum, dass diese Leute das glauben, und dass dieser Glaube für ihr spirituelles Leben wichtig ist. Es wäre also ein ein Akt der Barmherzigkeit, sie diese Glaubenspraxis fortsetzen zu lassen. Was der Papst nun abwägen muss, ist: ist der geistliche Schaden größer, wenn man die Leute eine objektive Falschheit aus Barmherzigkeit weiter glauben lässt, oder wenn man ihnen diesen Aberglauben austreibt (mit den dann zu erwartenden Folgen). Man sieht: Ein vergleichbbares Dilemma wie bei AL, aber mit vollkommen anders verlaufenden Frontllinien.


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  3. Was die "Frontlinien" betrifft. Die den Piusbrüdern nahestehende Seite katholisches.info lehnt Medjugorje komplett ab, zumindest weiß ich, dass ihr Gründer Jens Falk diese Einstellung hatte; wie die Policy unter Giuseppe Nardi ist, habe ich nicht konkret verfolgt. Sätze wie "die kaum überschaubare Quantität der Botschaften, die in keinem Verhältnis zur Qualität stehen, gilt Skeptikern als eines der Hauptargumente gegen einen übernatürlichen Charakter des Phänomens" (hier)deuten darauf hin, dass es weiterhin so ist. Dagegen ist kath.net geradezu fanatisch "pro Medjugorje", wer Medju auch nur vorsichtig kritisiert, fliegt bei Biermeier-Noe sofort aus dem Forum.

    Also: Wie immer Franziskus entscheidet: Interessante Zeiten.

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