Sonntag, 5. Februar 2017

Papst und Malteser: Kardinal Burke endgültig kalt gestellt? - Wer nicht spurt, fliegt raus?

Da werden die Meinungen wieder auseinander gehen, ob die Sicht-
weise der Nachrichtenagentur "CNA" ganz objektiv ist. Aber wessen Sichtweise ist das schon? - Jedenfalls melden diverse Agenturen die aktuellen Fortschritte in der Auseinandersetzung um den Malteserorden, und für "CNA" scheint klar zu sein: Der Papst hat Kardinal Burke nun endgültig kalt gestellt, indem er ihm einen Papst-Vertrauten, Erzbischof Giuvanni Becciu, vor die Nase gesetzt hat.
Es handele sich offenbar um eine Art "Kampf der Kulturen", und man fragt, ob bei Papst Franziskus gelte, "wer nicht spurt, fliegt raus"

Meldung bei "CNA" und bei "kathpress" ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Man kann Kardinal Burke nur bewundern,
    wie er all diese Schikanen des Papstes so ge-
    lassen und christlich erträgt. Ein großes Vorbild!

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  2. Das ist allerdings keine wirklich umstrittene Sichtweise, sondern ganz offensichtlich und wird von allen Lagern so gesehen.

    Etwas einseitig und albern ist halt nur die Darstellung von Kdl. Burke als Unschuldslamm oder Opfer. Der von Wimmer zitierte Julius Müller-Meiningen hatte ja auch berichtet, dass der Patron seinen Auftrag missverstanden und für eigene Zwecke missbraucht hatte. In der letzten Pressekonferenz der Malteser (mit Boeselager) wurde auch nochmal klargestellt, dass Festing auf "falsche Ratgeber" gehört habe. In den Insiderberichten aus Wien heißt es, Kdl. Burke habe Festing ständig erzählt, der Malteserorden sei von Freimaurern unterwandert und der Papst verlange eine Reinigung und werde den Orden sonst enteignen. Da er dem Papst etwas Ähnliches auftischte und seine Intrige mit diesem Doppelspiel vorantrieb, klingt das auch recht logisch. Dieses Freimaurer-Motiv, das in unterschiedlichen Varianten auch in der Berichterstattung der Burke-Anhänger (auch bei Wimmer selbst) auftauchte, macht deswegen hellhörig, weil es auch die Immakulata-Franziskaner-Kontroverse durchzieht und nach Paolo Siano riecht, was bedeuten könnte, dass Kdl. Burke immer noch mit diesen Netzwerken in Verbindung steht.

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    1. Mal wieder die üblichen Einseitigkeiten
      von Jorge. Wer die Artikel von Müller-Meiningen
      gelesen hat, sieht die Darstellung Burkes doch
      ein wenig anders als Jorge das gerne hätte.
      Und was die sogenannten Insider betrifft, so sind
      das mal wieder die üblichen Quellen, wonach einer
      einen kennt, der einen kennt, der einen kennt, der
      einen kennt, und das ist ein dicker Freund vom Papst.
      Sowas sollte man nicht ernstnehmen.
      Im Grunde bin ich mir ziemlich sicher, dass Jorge
      selbst nicht daran glaubt.

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  3. Was bitte soll an der Darstellung bei "CNA"
    einseitig sein?
    Wenn man das so interpretiert wie der Kreuzknappe,
    dann ist alles in der Welt einseitig.
    Der Papst hat, wie ein amerikanischer Kirchenrecht-
    ler schon erklärt hat (hier im Blog war's zu lesen),
    internationales Recht gebrochen und den letzten
    Rest an Glaubwürdigkeit verloren.

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  4. Das gestern in Rom vielfach verbreitete Plakat
    zeigt doch genau die Empfindung, die man bei CNA
    auch hat: Dieser Papst redet von Barmherzigkeit
    und lebt tatsächlich etwas ganz anderes.
    Wäre er nicht der Papst, würde man so unhöflich
    sein und einen solchen Mann einen Heuchler nennen.

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  5. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich seine Eminenz Kardinal Burke von einem Aufpasser kaltstellen lassen wird. Solange man ihm die Zunge nicht herausschneidet, wird er sie gebrauchen.

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    1. Natürlich nicht, nur die Malteser sind jetzt eben gelaufen, da hört niemand mehr auf ihn. Zu tun hat er trotzdem. Vorgestern hat er sich z.B. mit Matteo Salvini getroffen (dem Verbindungsmann der Lega Nord zu US-President Trump).
      http://www.farodiroma.it/2017/02/03/asse-burke-salvini-trump-senza-la-benedizione-del-papa-grana/

      Für Mitte März ist ein Auftritt auf einem Kongress vor rund 150 konservativen US-Kirchenrechtlern in Kalifornien geplant.
      https://www.ncronline.org/news/theology/papal-critic-cardinal-burke-headline-canon-law-conference

      Ich habe den Eindruck, in letzter Zeitsucht Kdl. Burke stärker als bislang erkennbar Kontakt mit ultrarechten Politikern (Bannon, Salvini ... das sind schon Gestalten).

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  6. Bei solchen Gelegenheiten zeigt
    dieser Papst sein wahres Gesicht.

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  7. Der Tradi-Katholizismus zeigt sein wahres Gesicht. Diese Obsession des Schleppen-Kardinals mit den "Freimaurern", die man bei vielen Tradis antrifft, hat etwas Krankhaftes. Zumal oft im selben Atemzug das "Finanzjudentum" mit dem Gottseibeiuns G. Soros als Quelle alles Antikirchlichen ausgemacht wird.

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  8. Das ist krass:
    Leser "Jorge" schreckt offenbar auch nicht vor
    eindeutigen Verdrehungen der Tatsachen zurück.
    Tatsächlich hat der Journalist
    Julius Müller-Meiningen folgendes geschrieben:

    "Wer offen gegen ihn zu rebellieren versucht – so lautet
    die Botschaft des Papstes an seine Widersacher - für den gelten auch anerkannte Grundsätze des friedlichen Zusam-menlebens nicht mehr. Im Fall des Malteserordens hebelte Franziskus das Völkerrecht aus.."

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/malteserorden-streit-aufloesung-katholische-kirche/komplettansicht

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    1. Die Erkenntnisse aus Julius Müller-Meiningens ZEIT-Artikel hatte ich schon beschrieben.

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/streit-um-malteser-orden.html?showComment=1485690429898#c5186760724229821356

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  9. Das ist doch der von den Medien so
    gepriesene "Franziskus-Effekt"...!
    Überall blühende Kirchenlandschaften, brechend
    volle Gottesdienste, die Ordensgemeinschaften können
    sich vor Bewerbern kaum retten,
    und mit den treuen Katholiken und Kardinälen pflegt
    er einen besonders liebevollen Umgang...

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    1. Für ihre billigen Hasstiraden auf den
      Reformpapst ist unseren blinden Tradis
      aber auch nichts zu schade!
      Waren etwa bei Vorgänger-Papst Benedikt
      die Kirchen voller?
      Das ist zumindest mir nicht aufgefallen.

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    2. Wer den Reformpapst Franz lobt, darf den Reformpräsidenten Trump nicht verachten.

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    3. Von wem stammt diese dämliche Regel und mit welchen Argumenten wird sie gerechtfertigt?

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