Montag, 6. Februar 2017

Bei uns in Deutschland leben fast 50.000 Frauen als Opfer der Genitalverstümmelung!

Hätten Sie sowas für möglich gehalten, liebe Leser? - Wo bleibt da der Empörungs-Tsunami, wo bleiben wochen-
lange Berichte in den Medien? 

Ach so, die katholische Kirche war da ganz unbeteiligt, und es riecht sogar nach Problemen mit der "political correctness", da schreiben wir Medien-
macher erst mal besser nur das Nötigste drüber, sonst wird uns das womöglich als fremdenfeindlich ausgelegt...  ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Was den Mädchen und Frauen da angetan wird,
    ist unbeschreiblich. Sie sind für ihr Leben
    gezeichnet und auch psysisch verletzt.
    Unser Staat sollte tun, was in seiner Macht steht,
    um das einzudämmen, z.B. durch Aufklärung.
    Richtig ist, dass die wenigsten das hier bei uns
    machen lassen, das geschah im Ausland oder man
    reist dafür ins Ausland.

    http://www.emma.de/artikel/klitoris-beschneidung-264915

    https://www.youtube.com/watch?v=ThhLe8a0W_w

    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/grossbritannien-genitalverstuemmelung-100.html

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  2. Der 6. Februar ist der
    „Internationale Aktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung“.
    Das betrifft auch Christinnen/Christen
    insofern, als diese Genitalverstümmelung
    sogar in christlichem Umfeld heute noch praktiziert wird.

    Die fürchterliche weibliche Genitalverstümmelung
    wird zwar vornehmlich muslimischerseits praktiziert,
    ist aber auch im christlichen incl. katholischen Umfeld durchaus noch üblich –
    eine archaische Praktik.
    Hier ein Überblick (2016) zu einigen afrikanischen Ländern:

    http://frauenrechte.de/online/index.php/themen-und-aktionen/weibliche-genitalverstuemmelung2/328-weibliche-genitalverstuemmelung-in-afrika?start=20

    Z. B. in (dem überwiegend christlichen) Äthiopien:
    Musliminnen: 98 Prozent genitalverstümmelt,
    Katholikinnen: 77 Prozent,
    orthodoxe Christinnen: 68 Prozent.

    Nicht von ungefähr hat die katholische Kirche Äthiopiens
    2016 einen Workshop zur bzw. gegen die Genitalverstümmelung veranstaltet:

    http://de.radiovaticana.va/news/2017/01/03/%C3%A4thiopien_workshop_f%C3%BCr_lehrer/1283332

    Oder hier, von einem evangelischen Missionswerk betr. Äthiopien:

    „Obwohl diese Praktiken offiziell verboten sind, werden noch 60 bis 80 Prozent der Frauen fürs ganze Leben verstümmelt. Ob Christen oder Muslime, ob Orthodoxe oder Evangelische, alle machen mit und niemand redet darüber.“

    https://www.berliner-missionswerk.de/partner-projekte-weltweit/projekte/aethiopien-gegen-genitalverstuem.html

    In Ägypten wiederum hat ein Aufruf der koptischen Kirche (in 2001)
    die Genitalverstümmelung unter den koptischen Christen fast ganz beseitigt.

    Aktuelles Statement von Michael Brand, menschenrechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

    „Genitalverstümmelung ist auch in Europa und Nordamerika ein Problem. So lassen Zuwanderer aus Ländern, in denen Genitalverstümmelung grausame ‚Tradition‘ ist, oftmals während eines Urlaubs in der Heimat ihre Töchter beschneiden. EU-weit ist von 500.000 Opfern auszugehen, in Deutschland sind etwa 30.000 Frauen betroffen, bis zu 5.000 weitere sollen nach Angaben des Netzwerks Integra bedroht sein.
    Die Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen ist in Deutschland seit 2013 durch einen eigenen Straftatbestand verboten.
    Wir begrüßen den aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Passgesetzes ausdrücklich. Danach kann Personen zukünftig der Reisepass entzogen werden, wenn sie mit einem Mädchen ins Ausland reisen wollen, um es dort der Genitalverstümmelung auszusetzen.“

    Die katholischen deutschen Bischöfe forderten z. B. 2013
    ein stärkeres Engagement „im Kampf gegen dieses unsägliche Leid“.

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  3. Lange Reportage darüber lief heute im Deutschlandfunk.

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  4. Es gibt dazu vereinzelt durchaus ein paar
    Presseartikel, meistens von Kulturredaktionen.
    Insgesamt kein Thema, da es auch kaum eine
    Lobby gibt. Insgeheim hat die Politik fast resig-
    niert, sie hat wenig Handhabe dagegen.

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  5. Es ist ein verhängnisvoller Irrglaube,
    das beträfe nur irgendwelche afrikanischen
    Länder, nein, es geht konkret auch um Mädchen
    und Frauen, die bereits in Deutschland leben
    (als Flüchtlinge), und denen dieses Schicksal
    droht, zumeist weil die Männer darauf bestehen.

    http://diepresse.com/home/ausland/welt/5165719/Mehr-als-47000-Opfer-von-Genitalverstuemmelung-in-Deutschland?

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