Montag, 6. Februar 2017

"Tolle" Idee der Bistumszeitung: "Amoris Laetitia" als Türöffner für "weitere heikle Fragen"

"Eigentlich ist die Sache klar" - schreibt die Verlagsgruppe der "Kirchenzeitung", in der die Bistumsblätter "Bonifatius-
bote", "Der Sonntag" und "Glaube und Leben" unter einem Dach arbeiten.
Die Stellungnahme der deutschen Bischöfe zu "Amoris Laetitia" sei eindeutig: Das Gewissen des einzelnen Gläubigen ist die entscheidende Instanz; der Kirche kommt nur die Rolle zu, bei der Gewissensbildung behilflich zu sein - wie auch immer das konkret gehen soll (vielleicht durch einen Artikel in der Kirchenzeitung?).

Der Clou ist aber die Folgerung, die ich auch in einem früheren Artikel schon vermutet hatte, denn das war nur eine Frage der Zeit, bis da einer unserer Kirchenredakteure drauf kommt: Dieses Modell, dass der einzelne Gläubige (nach Gewissensprüfung) sagt: "Ich gehe zur Kommunion, und damit basta!" (so meine Übersetzung), lässt sich "vielleicht auch" als "Lösung" und "Modell für andere knifflige Fragen" anwenden, also "unverheiratete oder homosexuelle Paare" - leider wird die Kirchenzeitung da nicht konkreter...
Mit anderen Worten:  Im Zweifelsfalle gilt nicht mehr die kirchliche Lehre, sondern das (irrige) Gewissen. Oder sehe ich das falsch?

Vielleicht gibt das aber auch eine neue Diskussionsmöglichkeit her, wie es denn um die Entscheidung der Gläubigen steht, wenn es um die Kirchen-
steuer geht...

Man lese den wohl bewusst unkonkreten Text im Original ---> HIER !