Sonntag, 5. Februar 2017

Trump als IS-Schlächter auf dem Titelbild: Wie schlimm steht es um den "SPIEGEL" wirklich?

Wenn der "SPIEGEL" solch ein Titelbild nötig hat, was kann man daraus schließen?
Gestern gab es international einen Riesen-
wirbel um das Titelbild, das US-Präsident Donald Trump zeigt, wie er mit einem blutigen Messer wie ein IS-Terrorist die amerikanische Freiheitsstatue geköpft hat. 

Das "Netz" sei bezüglich dieser Provokation
in seiner Einschätzung gespalten, heißt es, 

aber in der Tendenz geht es in die Richtung, damit habe der "SPIEGEL" sich offenbar endgültig vom seriösen Journalismus ver-
abschiedet.
Ein paar Beispiele ---> HIER und HIER
und HIER und HIER und HIER !

Nun wissen die etwas Informierten, dass für Zeitschriften wie den "SPIE-
GEL"
nicht die Abonnenten, sondern die Verkaufszahlen an den Kiosken entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg sind ( ---> HIER !), und deshalb versucht man es immer wieder mit möglichst reißerischen Titelbildern. Dem "SPIEGEL" geht es seit vielen Jahren alles andere als blendend; die Auflage ist seit 1998 mit mehr als 26 % Verlust in den Keller gerauscht, und verlagsintern gab es eine ganze Reihe von Krisen
bis hin zum Stellenabbau; man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

War das Trump-Titelbild also eine Verzweiflungstat? - Langfristig geht der Verlust an Seriosität immer nach hinten los, und der "SPIEGEL" hat sich mit dieser Aktion letztlich selbst ins Knie geschossen, finde ich...

Kommentare:

  1. Gut erkannt!
    Dem "SPIEGEL" geht es mit solch einem Titelbild,
    das hart am Rande der Beleidigung ist, um den
    Blickfang für die Kiosk-Kundschaft, aber da die
    Schreiber nicht dumm sind, wurde auch bewusst auf
    den Aufreger im Internet spekuliert, der ja auch
    prompt eintraf.
    Früher war für solch ein Niveau eher die BILD-Zeitung
    zuständig, heute der SPIEGEL. So ändern sich die
    Zeiten...

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  2. Damit wird man den Sinkflug der Auflagenzahlen nicht aufhalten können.

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  3. Interessant ist ja, dass sich fast nur die deutschsprachigen Tweets darüber aufregen, die englischsprachigen sind dagegen überwiegend positiv. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie das ganze live vor Ort ertragen müssen.

    Achja, das Online-Geschäft macht mittlerweile bei fast allen Printmedien einen großen Teil der Einnahmen aus.
    Und auch die sinkenden Verkaufszahlen sagen nicht wirklich was aus, denn PrintMedien sind allgemein am absteigen, die einzigen, die gerne mit ihren "steigenden Leserzahlen" angeben sind kleine Blätter, wo natürlich 100 Leser mehr gleich als riesige Steigerung verkauft werden können ..

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    1. Sie sind erstaunlich schlecht informiert.

      http://meedia.de/2016/04/20/ivw-blitz-analyse-zeitungen-welt-stuerzt-um-176-ab-vier-gewinner-bei-den-wochenzeitungen/

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    2. Quatsch, Gallowglas,
      bei "Buzzfeed", wo jedermann zu Wort kommen
      kann, liest man in Amerika seien die Menschen
      "ziemlich schockiert"

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  4. Wie der Kreuzknappe schon gestern mit dem
    Link auf den "CICERO"-Artikel von Alexander Kissler
    schrieb: Der Hass auf Donald Trump
    verliert bei deutschen Journalisten mit Schaum
    vor dem Mund "jedes Maß".
    Die Linken können es einfach nicht verkraften,
    wenn andere mit anderslautenden Meinungen erfolg-
    reich sind.
    Aber was den SPIEGEL betrifft, erledigt sich das
    Problem bei der Auflagenentwicklung in den nächsten
    10 Jahren sowieso von selbst...

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  5. Das wusste ich nicht, dass es dem SPIEGEL
    so dreckig geht.
    Ab März geben die übrigens einen Extra-Spiegel
    für Senioren heraus, Spiegel "Classic".
    Wahrscheinlich liegt dann jedem Heft eine Preis-
    angabe in "Deutsche Mark" bei.
    Aber vielleicht ist es gut, dass der Spiegel sich
    zum Seniorenmagazin entwickelt. Das passt.

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  6. Ein Münchner auf Erden5. Februar 2017 um 11:16

    Was bin ich froh,
    dass ich nicht beim "Spiegel" arbeiten muss...

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  7. Angesichts dessen, dass immer mehr Amerikaner überzeugt sind, dass Trump die stolze amerikanische Demokratie in eine Diktatur nach (sowjet)russischem Vorbild umwandel nwird (s. seine Begeisterung für den Stalin-Bewunderer Putin), ist das Spiegel-Titelbild mehr als treffend.

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  8. Es ist bezeichnend für das Niveau
    des SPIEGELS, dass man sich ähnliche Abbildungen
    für Erdogan nicht traut.
    Das Titelbild ist nicht Politik,
    sondern der miese Versuch, mehr Geld zu machen.

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    1. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Schauen Sie sich doch mal die mehreren Titelbilder an, die der "Spiegel" letztes Jahr dem Diktator Erdogan gewidmet hat...

      Übrigens, das wird jetzt gerne verschwiegen: das Rechtskatholiken-Idol Trump hat seinen Bruder im Geiste Erdogan in mehreren Tweets als "tollen Kerl" gerühmt...

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