Freitag, 3. Februar 2017

Über 1.000 Priester verlangen vom Papst die Beantwortung der Fragen der vier Kardinäle

Bezüglich "Amoris Laetitia" kehrt keine Ruhe ein, ganz im Gegenteil: Heute zitiert "kath.net" Artikel aus der englischsprachigen katholischen Presse, in der die "Confraternities of Catho-
lic Clergy"
genannt werden - dort sind über 1.000 Priester und Diakone vertreten.
Die Organisation "verlangt" vom Papst in einer öffentlichen Erklärung, dass er endlich die von den vier Kardinälen gestellten Fragen zu "Amoris Laetitia" beantwortet. Dadurch solle "der Miss-
brauch" des Papstschreibens "korrigiert"
werden.  - Auweia!

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das Chaos, das der Papst angerichtet hat,
    wird immer deutlicher sichtbar.
    Er hat ja selbst schon in einem kürzlichen Inter-
    view geäußert, er hoffe, dass er sich das nächste
    Konklave nicht von der Hölle aus ansehen müsse!

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  2. Unbelehrbare unter sich. "Zitatkarussell" nennt man das glaube ich im Wissenschaftsbetrieb. Die pushen sich gegenseitig hoch und hoffen dann, die daraus resultierende Lautstärke könne die Illusion schaffen, es gebe ein von vielen wahrgenommenes ernst zu nehmendes Problem.

    Das sind immer nur Grüppchen, oft sogar immer dieselben, aber eben sehr laute und gut vernetzte, die nichtmal G.L.Müller zweimalige überdeutliche Abfuhr zur Kenntnis nehmen wollen und weiter Rabbatz machen.

    Das Chaos verdankt sich da vor allem diesen schändlichen "Dubia", die bewirkt haben, dass sich solche Leute ermutigt fühlen weiterzubohren, statt sich selber Gedanken zu machen. Sonst wäre das längst akzeptiert. Außerhalb der angelsächsischen Welt und vielleicht noch ein paar osteuropäischen Zirkeln gibt es diese Verständnisprobleme ohnehin kaum.

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  3. @Jorge

    Es wäre schön wenn es uns gelingen würde die Worte des Herrn im Bezug auf Ehebruch ernst zu nehmen. Mit einem einzigen Satz hat er das Sakrament der Ehe auf ein festes Fundament gesetzt. Mit dem späterem Hinweis, dass die Welt vergeht, seine Worte allerdings nicht.

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  4. @Gerd

    Meiner Ansicht nach geht es bei der ganzen Debatte sowieso gar nicht wirklich um zivil "wiederverheiratete Geschiedene" (das ist nur der Aufhänger), sondern um hartgesottene Frömmler, die sich für was Besseres halten und deshalb darauf bestehen, sie dürften zur Kommunion und andere nicht. Die brauchen das für ihr Selbstwertgefühl bzw. missbrauchen die Religion für ihr Wohlgefühl. Dieser Art von Religions- und Gesetzesverständnis (eine Art Wohlfühlchristentum für Superfromme, die Sündenböcke brauchen) erteilt Jesus im Evangelium eine überdeutliche Absage. Die ganzen Gleichnisse und Sprüche, die hier ernst zu nehmen wären, hab ich ja schon oft erwähnt (Lukas 15, Arbeiter im Weinberg, Schuldturmgleichnis, Balken-Splitter-Spruch, der Pharisäer und der Zöllner im Tempel etc. pp.). Das spricht alles eine sehr klare Sprache.

    Um Ehebruch geht es bei der ganzen Debatte auch nicht. Wiederverheiratete begehen ja normalerweise keinen Ehebruch, sondern halten im Idealfall treu zueinander (und lassen sich, wenn sie normal und gesund denken, von irgendwelchen abgedrehten Priestern nicht vorschreiben, sie hätten sich zu trennen). Eheleute wissen, was sie aneinander haben, da sollte keiner reinreden. Das Problem ist halt nur, dass es nicht die erste Ehe ist. Damit muss man dann umgehen.

    Um Sakramente geht es bei Jesus auch noch nicht. Sakramente gab es zu seiner Zeit noch gar nicht. Und die Ehe ist eines der spätesten, sie wird ja erst ca. 1000 Jahre nach Jesus zum Sakrament.

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    1. @Jorge, das muss man jetzt nicht verstehen. Also ich für meinen Teil werfe "die Perlen nicht vor die Säue", um hier noch einmal Jesus zu zitieren.

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    2. Was muss man nicht verstehen?

      Das mit dem "Perlen vor die Säue" verstehe ich auch nicht, außer dass das glaube ich in diesem Pamphlet aus Malta vorkam und da als Hinweis auf irgendwelche Beschränkungen des Sakramentenzugangs für WvG begriffen wurde, was natürlich hanebüchener Unsinn ist. Da geht es darum, ob heidnische Zuhörer auch etwas von Jesu Heilsbotschaft abbekommen, was Jesus skeptisch sah, während die Kirche es bekanntlich später voll bejaht hat.

      Wenn es um die Kommuniongeschichte gehen soll, ist auch die Geschichte mit der heidnischen Frau aufschlussreich, die sehr schlagfertig auf Jesu Zögerlichkeit reagiert.

      Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
      Eine der ganz wenigen Stellen (ich glaube sogar die einzige) im Evangelium, wo jemand den sonst extrem schlagfertigen Heiland argumentativ aussticht.

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    3. Sorry, P.S.:
      Nur um das klarzustellen, die „Säue“ sind wir in diesem Fall (sind ja alles Heidenchristen). Also Glück gehabt, dass Jesus bzw. die Apostel in diesem Punkt nicht so streng blieben, wie zuerst befürchtet.

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  5. Jorge betätigt sich mal wieder,
    und das sorgt bei einem Teil der Leser vermutlich
    mal wieder für Heiterkeit.
    Heute erfahren wir, dass die katholische Ehelehre
    laut Beschluss von Jorge garnicht gilt
    und deshalb "normalerweise" kein Ehebruch begangen
    wird, wenn man trotz einer noch gültigen Ehe eine
    zweite Ehe mit allen Konsequenzen eingeht.
    Originell!

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  6. Nö, nicht sehr originell, sondern tausendfach durchdiskutiert.
    http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/01/maltas-bischofe-das-gewissen-und-der.html

    Außerdem geht es nicht ums "Eingehen" einer zweiten "Ehe", sondern um das sakramentale Leben von Leuten, die längst so eine irreguläre zweite "Ehe" geschlossen haben.

    Da zu verlangen, sie sollten sich trennen, oder zu unterstellen, das wäre nun so eine Art "Dauerehebruch" (zu Jesu Zeiten sowieso ein undenkbares Konstrukt), ist pure Pfuscherei und ein völlig überspanntes Legaldenken, das Rechtssätze wirklichkeitsfremd verabsolutiert und ihnen die Personen unterordnet statt umgekehrt. Gabs auch zu Jesu Zeiten, daher wissen wir ganz gut, was er davon hält:

    Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
    (Die Essener meinten damals, das dürfe man nicht.)

    Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat? Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.
    (Ähnliche rechtliche Konstellation, Jesus steht auch hier wie immer im Lager der bodenständigen Populisten und nicht der religiösen Hardliner. Beides übrigens zumeist als ipsissima vox eingeschätzt, jdfs. John P. Meier zufolge, wenn ich das korrekt erinnere.)

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