Dienstag, 7. Februar 2017

Viel mehr Abtreibungen in Deutschland als bislang bekannt? - Papst Franziskus warnt!

Das evangelische Nachrichtenmagazin "idea" zitiert einen Abtreibungsarzt, der davon ausgeht, dass die offiziellen Statistiken in Deutschland geschönt sind:
Die Zahlen lägen tatsächlich zwei - bis dreimal höher...
---> HIER !

In diesen Zusammenhang
passt auch, dass Papst Franziskus zum x-ten Male vor einer Kultur des Wegwerfens gewarnt hat. Und wieder ist zu beobachten, dass dies so gut wie gar nicht in den deutschen Medien zum Thema gemacht wird, man präsentiert dort immer wieder fast nur den barmherzigen, lächelnden Papst...

Die kritischen Anmerkungen des Papstes ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Das war doch jedem klar,
    dass die Zahlen aus politischen Gründen
    viel zu niedrig sind.

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    1. Nein, das war mir nicht klar.
      Da das von idea lanciert wird, ist das auch eher unzuverlässig und gehört wohl in die Kategorie "Fake News".

      Die Problematik (dass es eine Dunkelziffer gibt, weil Ärzte die Eingriffe angeblich nicht ordnungsgemäß melden) ist aber brisant. Man müsste natürlich viel mehr Stimmen als die dieses einen österreichischen Arztes dazu hören. Vor allem die kruden Schätzungen ("zwei- bis dreimal höher"), die offenbar bloß auf Hochrechnungen basierend auf der Bevölkerungszahl beruhen, wirken unausgereift und skandalisierend.

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    2. Leser "Jorge" hat bei mir inzwischen Kult-Status.
      Egal was es ist - wenn es ihm nicht passt,
      ist es unseriös oder "Fake News",
      heute beleidigt er sogar die angesehene evangelische
      Nachrichtenagentur "idea" mit derart absurden Be-
      hauptungen.
      Würde mich garnicht wundern, wenn es sich um einen
      Tradi handeln würde, der die Linken lächerlich
      machen will und deshalb einen der ihren mimt.

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    3. Also, die Nachrichtenagentur "idea" ist nicht "evangelisch", sondern evangelikal, und genauso seriös oder unseriös wie z.B. die Linzer Plattform kath.net (mit der sie eng verbandelt ist). Das weiß ja nun jeder aus der Branche.
      Neutrale Berichterstattung ist da nicht zu erwarten, vielmehr versucht man die radikalreligiösen Bedürfnisse der Leser zu bedienen. Dazu gehört natürlich auch, die seit langem sinkenden Abtreibungszahlen zu relativieren, damit der Lebensschützer auf seine Kosten kommt und emotionale Befriedigung erlebt.

      Sachlich betrachtet wirkt die Annahme einer solch riesigen Dunkelziffer ("zwei- bis dreimal höher") ausgerechnet für Dtschl. ziemlich abstrus und ist offensichtlich eine Einzelmeinung dieses Österreichers, also keineswegs "jedem klar", wie @Elena meinte.

      Bekanntermaßen sind Abtreibungsdunkelziffern normalerweise umso höher, je restriktiver die Gesetzgebung ist. Von daher klingt eine so riesige Dunkelziffer für Dtschl. extrem unwahrscheinlich.

      In Dtschl. bleiben nach allem, was man hört, wohl hpts. solche Fälle statistisch unerfasst, in denen Deutsche nach Ablauf der gesetzlichen Frist sog. Spätabtreibungen im Ausland (z.B. in den Niederlanden) vornehmen. Das sollen Mitte der 2000er Jahre in den Niederlanden rd. 1100 Frauen gemacht haben. Also jedenfalls keine so riesige Zahl.

      Dass deutsche Abtreibungspraxen reihenweise und systematisch ihren statistischen Meldepflichten nicht ordnungsgemäß nachkommen sollen, ist ein recht gewagter Vorwurf, starker Tobak. Da das nur dieser Österreicher sagt, ist da erstmal Vorsicht geboten.
      Da Abtreibungsgegner in Dtschl. keine große politische Rolle spielen, gibt es dafür auch kein politisches Motiv. Ist also wirklich ziemlich unwahrscheinlich.

      Weitere Skepsis weckt die Argumentationsweise dieses Arztes, indem er Hochrechnungen basierend auf der Bevölkerungszahl vornimmt, um die von ihm behauptete riesige Dunkelziffer zu errechnen. Das ist nun auf den ersten Blick komplett unseriös. Die Abtreibungen in Frkr. (etwa 220 Tsd. jährl.) liegen seit vielen Jahrzehnten etwa doppelt so hoch wie in Dtschl. Das war schon Ende der 30er Jahre so, erst recht seit der Legalisierung in den 70ern. Und plötzlich kommt ein Österreicher und behauptet, das sei nur so, weil deutsche Ärzte ihre Zahlen fälschen? Und warum sollten französische Ärzte ihre Zahlen nicht fälschen? Also ein komplett an den Haaren herbeigezogenes Szenario. "Fake News" eben, Propagandanachrichten.

      Ein anschaulicher Ländervergleich der Abtreibungsraten findet sich z.B. hier (leider sind die Details kostenpflichtig, daher gibt es hier keine genaueren Angaben zum ausgewerteten Zeitraum).
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70858/umfrage/jaehrliche-schwangerschaftsabbrueche-in-europa/

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  2. Es ist empörend, dass hier um Zahlen gefeilscht wird,
    wo es doch um ganz elementare Lebensrechte geht.
    Man schaue diese Fotos (nichts für zarte Gemüter!)

    http://www.prolifeaktion.eu/was-ist-abtreibung.html

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    1. Klar, Empörung ist immer gut, wenn man sonst nichts zu erwidern hat. Das "Feilschen" bzw. Jonglieren mit fantastischen Zahlen kam doch von idea, sonst hat das "hier" niemand getan. Statt Lebensschützerpropaganda zu verlinken, könnte man also auch nachforschen, ob es seriöse Quellen für so eine hohe Dunkelziffer gibt oder ob das eine reine Erfindung dieses Österreichers ist. Dann könnte man sich auch ernsthaft unterhalten.

      Von wegen: "Das war doch jedem klar."

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    2. "Jorge" ist mal wieder peinlich.
      Ein einfacher Blick ins Internet hätte ihn
      vor dieser Falschaussage warnen können.

      Man lese beim "FOCUS"
      http://www.focus.de/familie/100-000-fehlen-experte-sicher-in-deutschland-treiben-viel-mehr-frauen-ab-als-die-statistik-zeigt_id_6582349.html

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    3. Das ist aber doch nun haargenau derselbe Mann.

      Der Artikel ist hier tatsächlich wesentlich ausführlicher als bei idea und diskutiert das Für und Wider der These ganz gut.

      Der unsinnige Frankreich-Vergleich wird auch hier unkritisch übernommen und sogar noch untermauert, indem auf die in Frkr. zuverlässiger erhobenen Zahlen hingewiesen wird. Das mag sein, ändert aber nichts daran, dass die Abtreibungsrate in Frankreich immer schon wesentlich höher als in Deutschland war (oft rund doppelt so hoch) und man darum logischerweise nicht einfach hingehen kann, und mithilfe der frz. Rate fiktive Abtreibungszahlen für Deutschland zu errechnen. Das wird einfach unterschlagen. In dem Punkt hat sich meine Skepsis hinsichtlich der Methode Fialas voll bestätigt.

      Immerhin taucht ja auch die Stellungnahme des Bundesfamilienministeriums auf: „Abweichungen in dem behaupteten Umfang von mehr als 100.000 Fällen sind nicht realistisch.“ Die sehen das also ähnlich.

      Bezeichnenderweise fehlte dieses seriösere Statement zur Dunkelzifferfrage natürlich bei "idea".

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  3. Das ist noch in weiteren Medien zu finden,
    z.B. bei CNA
    http://de.catholicnewsagency.com/article/300000-abtreibungen-jahrlich-in-deutschland-verkehrte-welt-schutzenhilfe-in-diskussion-0062

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    1. Logisch, das wird jetzt überall weiterverbreitet. Ein typisches Merkmal solcher News. Dass "Lebensschützer" auf passende "Fake News" abfahren, ist ja das Problem. Es ist aber immer noch ein und derselbe Österreicher, der mit seinen Behauptungen vollkommen allein steht und sehr wirre Begründungen für seinen Verdacht liefert.

      Der vom @Seelenklempner besorgte Focus-Artikel ist aber doch recht aufschlussreich. Wenn man da die Details studiert und einzelne analytisch hellsichtigere Kommentare liest (die meisten sind Müll, aber es gibt ein oder zwei Leser, die es gut erkennen), bemerkt man auch die Motive, die den Abtreibungsarzt Chr. Fiala zu seiner Theorie bringen. Sie richtet sich gegen eine Initiative österreichischer Lebensschützer, Schwangerschaftsabbrüche in Österreich erstmals überhaupt statistisch zu erfassen, was Fiala verhindern möchte und darum das deutsche Erfassungssystem als unzuverlässig hinstellt. Seine Annahmen (Deutsche müssten genauso häufig abtreiben wie Französinnen und deutsche Ärzte würden aus Bequemlichkeit oder Gewinnsucht hunderttausende von Abtreibungen unregistriert durchführen und weder dem Bundesamt noch dem Finanzamt melden) sind komplett unglaubwürdig.

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  4. Norbert Fischbach7. Februar 2017 um 19:21

    Furchtbar, wie hier um Zahlen gefeilscht wird.
    Es geht um Menschenleben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Und es geht auch um unwiderbringbar verlorene Chancen
    - was wäre z.B., wenn Beethoven abgetrieben worden wäre?
    Insgesamt wurden in Deutschland,
    wenn schon eine Zahl wichtig ist -
    mehr als 8 000 000 000 Kinder seit 1974 abgetrieben,
    das ist ein Zehntel unserer Bevölkerung !!!!!

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    1. Die falschen Zahlen sind das Thema dieser Diskussion.

      In dieser Diskussion geht es nicht um Menschenleben, auch nicht um pro oder kontra Abtreibung (jeder Katholik ist gegen Abtreibungen), sondern schlicht um die propagandistische Verwendung von Zahlen. Das ist alles.

      Die falschen Zahlen kamen von einem österreichischen Arzt und werden von so gen. Lebensschützern in Umlauf gebracht. "Feilschen" tun also diese Leute, und der Sache dienen sie damit ganz und gar nicht (wer einmal lügt, dem glaubt man nicht).

      Die Lebensschützer bedienen mit diesen Zahlen den Wunsch vieler ihrer Anhänger, sich möglichst toll aufregen und gut fühlen zu können.
      "Lebensschutz" ist m.M.n. Wohlfühlchristentum, vergleichbar mit Veganern oder radikalen Tierschützern. Denen geht es sehr oft auch nicht um die Tiere, sondern um ihren eigenen moralischen Kick.

      Und Vorsicht mit bevölkerungspolitischen Argumenten.
      Die haben Ende der 20er Jahre dazu geführt, dass die Abtreibungsdebatte im politischen Kampf von rechts gegen links versandete.

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  5. Korrektheit der Zahlen?
    "Niemand weiß, ob alle Abtreibungen gemeldet und mit richtigen Angaben erfasst werden. Zwischen den Jahren
    1995 und 1996 ist die Zahl der gemeldeten Abtreibungen
    zum Beispiel um rund 33 % nach oben gesprungen – diese Zunahme liegt allerdings vor allem daran, dass in den Jahren zuvor das Statistische Bundesamt schlichtweg nicht alle Abtreibungseinrichtungen kannte, und, wie das StatBA ausführt, sich die gesetzlichen Regelungen zur Statistik zu häufig geändert hätten.
    Andere hingegen schätz(t)en die Zahl der tatsächlich in Deutschland jährlich vorkommenden Abtreibungen auf 200.000–260.000, auch aufgrund von Differenzen zwischen gemeldeten und mit den Ärzteverbänden abgerechneten Abtreibungen." !!!!!

    http://www.ak-lebensrecht.de/info/stat_erl.html

    Ist es nicht merkwürdig, dass mehr Abtreibungen
    mit den Krankenkassen abgerechnet werden als
    für die Statistik gemeldet wurden?

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    1. Das ist zumindest schonmal ein Hinweis, dass es auch 2007 bzw. früher schon Schätzungen gab, die solche horrenden Dunkelziffern in den Raum stellten.

      Wirklich seriös scheint diese extrem hoch gegriffene Zahl aber eben doch nicht zu sein. Die Lebensrechtler aus Gießen kalkulieren jdfs. trotz aller Vorbehalte lieber mit den offiziellen Zahlen.

      Fazit:
      - Man kann davon ausgehen, dass es eine Dunkelziffer gibt (das tut übrigens auch das Statistische Bundesamt).
      - Man kann aber wohl kaum davon ausgehen, dass die Zahlen dermaßen daneben liegen, wie der Österreicher Fiala das (aus Eigeninteresse) darstellt.
      - Vor allem kann man auch nicht davon ausgehen, dass der von 2004 bis 2015 verzeichnete absolute Rückgang eine bloße Erfindung sei.

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  6. Apropos Papst.

    Der hat anlässlich des Lebensschutztages auch eine kleine Provokation hingelegt und in seiner Angeluspredigt Folgendes gesagt:

    Lasst uns an die Kinder denken, die der Gefahr der Schwangerschaftsunterbrechung ausgesetzt sind, und gemeinsam für sie beten, ebenso wie für die Menschen, die an ihrem Lebensende stehen. Jedes Leben ist heilig.

    http://www.farodiroma.it/2017/02/05/francisco-cada-vida-es-sagrada-recemos-por-los-ninos-que-estan-en-peligro-de-la-interrupcion-del-embarazo/

    Das Wort „Schwangerschaftsunterbrechung“, das der Papst hier sowohl in der italienischen als auch der spanischen Fassung der Predigt benutzt, ist eigtl. ein Propagandabegriff der Abtreibungsbefürworter. Bestimmt wollte er damit die Lebensschützer bei allem Verständnis für das gemeinsame Anliegen doch auch ein wenig ärgern.

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    1. Da scheint die Phantasie mit Ihnen
      durchzugehen.
      Der Papst hat öfter von dem "grauenhaften
      Verbrechen der Abtreibung" gesprochen
      https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/53658.html

      und was den von Ihnen verlinkten angeblichen
      Beweis betrifft
      http://www.farodiroma.it/2017/02/05/francisco-cada-vida-es-sagrada-recemos-por-los-ninos-que-estan-en-peligro-de-la-interrupcion-del-embarazo/

      so lautet die Übersetzung nicht "Unterbrechung",
      sondern "Beendigung".

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    2. Naja, aus meiner Muttersprache übersetzen werde ich wohl noch können :-)

      Außerdem bestreitet kein Mensch, dass der Papst (wie jeder von uns) Abtreibungen grauenhaft findet und zutiefst ablehnt und bedauert. Das sagt er ja hier auch.

      Er benutzt halt nur ein etwas unpassendes Wort, womöglich um die Radikalinskis ein bisschen zu ärgern, weil die auf sowas achten (vermute ich, kann mich aber auch irren und es war nur eine Unachtsamkeit oder ein Versehen).

      Um gegen Abtreibungen zu sein, muss man doch kein "Lebensschützer" sein. Gegen Abtreibung ist jeder vernünftige Katholik; "Lebensschützer" hingg. sind Ideologen und Schwärmer und Schlimmeres.

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  7. "Zwischen 2004 und 2010 sank die Zahl der Abtreibungen, die dem Statistischen Bundesamt gemeldet wurden, kontinuierlich von 129 650 um 19 219 auf 110 431. Im gleichen Zeitraum sank jedoch auch die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter von rund 16,6 Millionen um rund 1,5 Millionen auf rund 15,1 Millionen. Zugleich sank auch die Zahl der Lebendgeburten von 705 721 (2004) um 27 774 auf 677 947 (2010). Wer etwa wissen will, ob der Rückgang der absoluten Abtreibungszahlen auch bedeutet, dass Frauen im gebärfähigen Alter tatsächlich weniger häufiger abtrieben, müsste also alle diese Daten in akribischer Detailarbeit zueinander in die rechte Beziehung setzen, und dies Jahr für Jahr.

    Doch selbst dann bekäme er immer noch kein zureichendes Bild der Abtreibungswirklichkeit. Ein Grund: Abtreibungen, die von Ärzten gegenüber den Krankenkassen unter falschen Ziffern abgerechnet und etwa als „Ausschabung der Gebärmutter“ tituliert werden, können statistisch nicht erfasst werden. Das gilt auch für einen Teil der vorgeburtlichen Kindstötungen, die statt mittels eines chirurgischen Eingriffs auf chemischem Wege erfolgen. Denn anders als die Abtreibungspille Mifegyne werden Kontrazeptiva, die ebenfalls frühabtreibende Wirkungen entfalten können, darunter die sogenannte „Pille danach“, die Spirale sowie bestimmte Formen der Anti-Baby-Pillen, statistisch überhaupt nicht erfasst."

    http://www.die-tagespost.de/Weniger-Abtreibungen;art456,132364

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    1. Der Tagespost-Artikel aus 2011 stellt die Richtigkeit der Abtreibungszahlen gar nicht in Frage. Er spielt nur absolute gegen relative Zahlen aus, was an sich nicht viel bringt.

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  8. Mal eine ganz schlichte Frage an die Eiferer hier:
    Was wäre gewesen, wenn Hitler und Stalin abgetrieben worden wären? Millionen Menschen hätten leben dürfen, statt von ihnen gemordet zu werden.

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    1. Antonia,
      wenn Sie selbst abgetrieben worden wären,
      würde uns Ihre Frage jetzt sehr fehlen...
      oder auch nicht!

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  9. Birgit Heinz, MTA8. Februar 2017 um 06:14

    Wie Ricarda schon sehr gut ausgeführt hat,
    sind trotz aller wortreichen und ewig wiederholten
    Bemühungen gewisser Leute hier im Blog
    die Zahlen bezüglich Abtreibung stark anzuzweifeln,
    einmal weil sie nicht in Relation zur Bevölkerungs-
    statistik stehen,
    und zum anderen, weil längst nicht alle Abtreibungen
    als solche deklariert werden, das wird medizinisch
    auch einfach mal als "Ausschabung" und ähnliches be-
    zeichnet.
    Den Tricksereien - auch wegen der ärztlichen Ab-
    rechnung gegenüber den Krankenkassen stehen Tür und
    Tor offen. Das hat jeder sicher selbst schon mal er-
    lebt, wenn er als Privatpatient die Rechnung anschauen
    konnte, was da drin steht und was nicht.

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    1. Ein derartiger Betrug erreicht aber gewiss nicht die Größenordnung von mehreren Hunderttausenden Fällen.

      Außerdem gibt es solche Betrugsfälle nicht erst heute und nicht nur in Dtschl. Sie hätten die Statistik folglich auch früher schon verzerren müssen und ändern nichts am Trend.

      Historisch betrachtet führt nichts an der Einsicht
      vorbei, dass die Zahlen seit sehr langer Zeit
      rückläufig sind.

      1990, als Ebf. Dyba in Fulda die Glocken läuten ließ, gabs in Westdeutschland (ohne DDR!) nach Schätzungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 200.000, nach konservativen Schätzungen (Pro Familia) 130.000 Abtreibungen *inklusive* Dunkelziffer. Das war auch damals sehr viel weniger als in Frankreich.
      Heute gibt es im wiedervereinigten Deutschland rund 100.000 plus X.

      Ende der 20er Jahre kurz vor der Weltwirtschaftskrise gabs im damaligen Deutschen Reich trotz Strafbarkeit (!) geschätzt 5- bis 8-mal so viele Abtreibungen wie heute (500.000 bis 800.000 Abtreibungen pro Jahr bei einer Einwohnerzahl von rd. 64 Mio.).

      Kulturpessimistischer Alarmismus wirkt vor diesem Hintergrund absurd. Deshalb braucht man diese Zahlenspiele bei idea, um die Leute bei der Stange zu halten.

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  10. Was leider auch verschwiegen wird:
    Abtreibung ist ein Riesen-Geschäft, und es gibt
    eine regelrechte Abtreibungsindustrie, die damit
    gut verdient.
    Den Frauen wird oft genug nicht die Wahrheit gesagt,
    was Abtreibung bedeutet.
    Nachher bekommen viele einen Schock, wenn ihnen bewusst
    wird, dass sie zugelassen haben, dass ihr Kind getötet
    wurde und nicht ein "Zellklumpen"

    https://www.youtube.com/watch?v=7EHsHSdIZ80

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  11. Es wird zwar immer wieder gerne
    behauptet, die Zahl der Abtreibungen sei in
    Deutschland zurückgegangen,
    aber das ist statistische Bauernfängerei,
    da die Bevölkerungsentwicklung eine ähnliche Kurve
    zeigt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Deutschlands#/media/File:Bev%C3%B6lkerungentwicklung_Deutschland_1950-2014.svg

    Oder noch einfacher ausgedrückt: Weniger Frauen
    im typischen Alter von 16-35 Jahren bedeuten logischer-
    weise auch weniger Abtreibungen.

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