Donnerstag, 9. Februar 2017

Wenn das bei Tebartz-van Elst passiert wäre: Büroleiter des neuen Limburger Bischofs mit Kinderpornos erwischt?

Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzu-
stellen, was heute und in
den nächsten Tagen in der deutschen Presse los wäre, wenn das unter Bischof Tebartz-van Elst passiert wäre: 

Wie die "Nassauische Neue Presse" schreibt, besteht der Verdacht, dass der Büroleiter und enge Vertraute von Bischof Bätzing auf seinem Dienst-Computer Kinderpornos gespeichert hat. Entsprechende Ermittlungen seien schon wochenlang "verdeckt" von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ver-
fügt worden. Das Bistum hat den führenden Mitarbeiter prompt "freige-
stellt"
, wie man das heutzutage elegant formuliert.

Wenn es stimmt, worauf vieles hindeutet, dann ist das ein Trauerspiel für die mutmaßlichen Opfer, für den Mitarbeiter, für seine Familie und auch für den Bischof... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Was macht die Presse in solchen Fällen:
    Die überregionalen Medien hüllen sich bis jetzt
    fast alle in Schweigen, obwohl die Nachricht
    schon über 12 Stunden bekannt ist,
    und die vom Kreuzknappen zitierte Zeitung ver-
    sucht es mit dem üblichen Verfahren,
    den Beschuldigten in die ultrakonservative Ecke
    zu stellen: Er gelte "als Vertreter der reinen Lehre",
    hieß es aus seiner früheren Pfarrei Hundsangen -
    ganz klar eine einseitige Aussage, bei der andere
    Meinungen offenbar erst gar nicht eingeholt wurden.
    Soll im Grunde wohl der alte Trick sein:
    Kinderpornos, das machen nur die Tradis!

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  2. Wir leben in Deutschland (noch) in einem
    Rechtsstaat, und da gilt so lange die Unschulds-
    vermutung, bis dem Verdächtigten seine Schuld
    nachgewiesen wurde.
    Wie der Kreuzknappe schon formuliert, spricht zwar
    vieles für einen begründeten Verdacht, aber man
    sollte vorsichtig sein mit Vorverurteilungen,
    das gebietet die Fairness.

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    1. @Mister XY

      Natürlich. Gar keine Frage. Genau darum geht es in dem Beitrag. Und darum, dass das früher nicht so war. Jetzt abgesehen davon, wie die Medien reagiert hätten, wenn TvE noch Bischof von Limburg wäre: Sie erinnern sich noch an den ungeheuren Wirbel in der Presse bezüglich Missbrauch, als Benedikt noch Papst war? Die unzähligen "Fälle" waren sehr häufig auch nur unbewiesene Anschuldigungen, was nicht heißt, dass es nicht auch tatsächlich Missbrauchsfälle gegeben hat. Aber damals hat wohl die Unschuldsvermutung für alle gegolten, nur nicht für katholische Priester. Wie war es also damals mit der von Ihnen (zu Recht) geforderten Fairness?

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  3. Immerhin hat das Bistum den engen Vertrauten
    von Bischof Bätzing bislang noch nicht
    auf den eigenen Internetseiten entfernt.
    Da gibt's den Diakon zumindest jetzt noch:

    https://offizialat.bistumlimburg.de/mitarbeiter/richter.html

    https://www.bistumlimburg.de/bistum-limburg/bischoefliches-ordinariat/dezernat-personal/abteilung-personalausbildung.html

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  4. Bei einem Nachbarn von uns ist mal etwas
    Ähnliches gewesen auf der Arbeitsstelle.
    Nachher hat sich dann rausgestellt,
    dass ein Kollege, der neidisch auf den
    "Aufsteiger" war, die Dateien auf dessen PC
    aufgespielt hat. Doch inzwischen war die
    Ehe längst kaputt und der falsch beschuldigte
    Mitarbeiter entlassen.
    Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, mir vorzu-
    stellen, dass jemand auf einem Bürocomputer,
    wo ständig Leute ein - und ausgehen, Kinderpornos
    guckt, und die IT-Fachleute im Ordinariat können
    bei vernetzten Computern auch jederzeit feststellen,
    was sich auf welchem PC befindet - ... oder dorthin
    manipuliert wurde!

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    1. Nachdem sofort betont wurde,
      es handele sich um einen sehr konservativen
      Seelsorger, liegt ein gewisser Verdacht nahe,
      so wie man das linksgestrickte Bistum Linmburg
      kennt...

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  5. Helmut Schneider9. Februar 2017 um 11:24

    Jetzt kommen wieder die üblichen Pauschal-
    urteile: Die katholischen Priester...!
    Dumm nur, dass es diesmal ein verheirateter
    Diakon war.
    Und damit wäre wieder einmal klar, wie blöd-
    sinnig die Zölibatsdiskussion ist, die unterstellt,
    der Zölibat sei schuld an Missbrauch usw.

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  6. Unfassbar. Bei jedem liturgischen "Missbrauch" sehen die Rechtskatholiken Satan die Herrschaft in der Kirche übernehmen - aber bei Kindesmissbrauch wird relativiert, verniedlicht, verharmlost bis zum gehtnichtmehr.

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