Dienstag, 28. März 2017

Beschwerde: Die Kirchenleitung verschwendet Geld, in den Gemeinden kommt zu wenig an!

Na, da haben die katholischen Bistümer
aber noch mal Schwein gehabt: Die Be-
schwerdeführer sind (diesmal) nämlich evangelische Gemeinden und Pfarrer:
Die Kirchenleitung verpulvere viel zu viel
Geld für "Events", Jubliläen und Strukturen, und in den Gemeinden, wo die eigentliche Hauptarbeit getan wird, komme nur ein
Drittel der Kirchensteuern an... ---> HIER !
Man denkt auch schon ziemlich laut über
eine grundsätzliche Reform der Einnah-
menverteilung nach...

Kommentare:

  1. eine Pfarrgemeinderatsvorsitzende28. März 2017 um 13:30

    Eine grundsätzliche Neuordnung der Finanzen
    ist längst überfällig, auch bei den Katholiken.
    Warum wird das immer noch so praktiziert, dass die
    Gemeinden, in denen die Kirchensteuer zusammenkommt,
    alles abgeben müssen, um dann ein Almosen vom Bistum
    zurückzubekommen?
    Es müsste umgekehrt sein: Die Gemeinden kriegen das
    Geld, und das Bistum beantragt dann Geldüberweisungen!

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    1. "Ein Almosen"?? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, von wem die vielen Hauptamtlichen, die wir in unsere Pfarreien haben, vom Pfarrer bis zum Mesner, ohne die gar nichts liefe, finanziert werden?
      Durch unsere Kirchensteuern!!

      Kirchenleitungsbashing ist hier ganz unangebracht.

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  2. Es gibt da im internationalen Vergleich genügend
    Erfahrungen mit ganz unterschiedlichen Modellen
    einschließlich der Frage, wie sinnvoll überhaupt
    eine Zwangskirchensteuer ist.
    Wir erinnern uns, dass die deutschen Bischöfe von
    Rom eins auf den Deckel bekamen, weil sie automa-
    tisch den Austritt aus der Kirchensteuer mit dem
    Kirchenaustritt gleich gesetzt hatten.
    Der Vatikan stellte klar, dass dies nicht statt-
    haft ist, vielmehr müsse für einen Austritt und
    demzufolge für die Verweigerung z.B. der Kommunion
    erst einmal im Einzelfalle feststehen, dass der-
    jenige wirklich aus der Glaubensgemeinschaft aus-
    treten wolle.
    In der Praxis hätte ein System, bei dem die Kirchen-
    steuer erst einmal bei der Basis verbliebe, und die
    führte einen Prozentsatz nach oben ans Bistum ab,
    zwar auch seinen Reiz, wäre aber ein enormer Büro-
    kratieaufwand.
    Aber es gibt ja auch noch andere Denkmodelle, wonach
    die Bistümer zwar weiterhin die Kirchensteuerein-
    nahmen verwalten, aber der Basis mehr Mitbestimmung
    bei der Verwendung einräumen.
    Der Apparat der Diözesen hat sein Gutes, aber er ist
    eben auch eine Bürokratie wie andere. Als unsere Ge-
    meinde nachträglich anstelle des dritten Beichstuhles
    (zwei wären schon zu viel) einen kleinen Marienaltar in
    der Wandnische einrichten wollte, wurde dies glatt ab-
    gelehnt - so etwas ist insbesondere dann ärgerlich,
    wennn die Gemeinde sich sowie verpflichtet hat, die
    Kosten zu mindestens 80 % zu übernehmen.
    Ergo: Die Bistumsverwaltung steht oft auch im Weg!

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  3. Wenn die "Zwangskirchensteuer" basisdemokratisch (was komplett unkatholisch wäre!) an der Basis in den Pfarreien verbleibt, was passiert dann:
    Es gibt reiche und es gibt arme Gemeinden. Die reichen können sich dann etliche Hauptamtliche leisten, die armen wenige bis gar keine. Wer will das???

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