Samstag, 25. März 2017

Bistum Trier nach der Reform: Eine Pfarrei mit 77.000 Katholiken...

Das Bistum Trier durchläuft seit Jahren einen harten Reformprozess, an dessen vorläufigem Ende nun unter anderem auch riesige Pfarreien stehen. 
Die größte der nur noch 25 (!) Pfarreien im ganzen Bistum ist Saarbrücken mit 77.000 Katholiken, das ist mehr als doppelt so viel
wie das kleinste deutsche Bistum Görlitz...

Die Meinungen darüber, ob so etwas sinn-
voll ist, dürften ziemlich auseinander gehen, nehme ich mal an. Ein Leser schrieb mich an
und machte mich auf diese Situation aufmerk-
sam - er findet das jedenfalls ganz und gar
nicht gut.
Aber was wäre denn die Alternative? - Hundert indische Priester zusätzlich?- Oder...? - Ich weiß es jedenfalls auch nicht...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Da kann man ja nur noch Mitleid haben mit den
    Katholiken im ältesten Bistum Deutschlands.
    Das scheint in den letzten Jahren total abgewirt-
    schaftet zu haben. Selbst Kardinal Marx hat doch
    kürzlich erst erklärt, dass solche Riesen-Pfarreien
    keinen Sinn machen.
    Soll der Priester vielleicht mit dem Hubschrauber
    kommen, wenn ein Seelsorge-Notfall angesagt ist?

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  2. Interessant ist, dass dieser schlimme Zustand
    ausgerechnet in einem "links" orientierten deutschen
    Bistum eingetreten ist.
    Sicher werden noch andere dem Beispiel mehr oder weniger
    folgen, aber man darf doch wohl die Frage stellen, warum
    denn wohl die Priesterseminare in Trier und Nachbar-
    diözesen gähnend leer sind, während sie bei anderen
    wie z.B. den Piusbrüdern oder auch beim österreichischen
    Stift Heiligenkreuz beinahe aus allen Nähten platzen,
    von den indischen Priestern, die es massenhaft gibt,
    mal ganz zu schweigen.

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    1. Man sollte zuerst mal die 27 deutschen
      Bistümer zusammenlegen, wie es die evangelischen
      zumindest ansatzweise auch schon gemacht haben.
      Wenn man z.B. 5 Bistümer weniger hätte,
      spart man damit Kosten und Personal, und die
      Herren Weihbischöfe und Domkapitulare könnten
      in Pfarreien Dienst tun. Mit den Priestern,
      die in den Ordinariaten ihr Leben an Schreib-
      tischen zubringen, kämen so auf einen Schlag
      locker 100 - 150 freie Priester auf den "Markt".

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    2. Sie werden wohl kaum glauben, dass indische und afrikanische Priester unter Leuten leben und Dienst tun wollen, die lautstark der AfD und Pegida zugeneigt sind. Auch indische und afrikanische Priester lesen manchmal deutsche katholische Blogs...
      Da müssen, wenn schon keine einheimischen Priester da sind, schon die Polen her. Die sind genügend rechtsnational für die deutschen Katholiken.

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    3. @Elsterberg: für traditionalistische und konservative Katholiken ist es kaum vorstellbar, dass hierarchisch hoch stehende Prälaten oder gar Bischöfe in die normale Pastoral gehen. Das gilt ihnen als "unwürdig" und Desavouierung des Glanzes, den der hohe Klerus, der Christus gleichkommt, zu verströmen hat.

      Deshalb wird Ihr (eigentlich sehr vernünftiger) Vorschlag in der RKK, wo Hierarchie, Gehorsam und Protokollarisches einen überragenden Stellenwert haben, niemals realisiert werden.

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    4. @Normalkatholik:
      Da gebe ich Ihnen Recht. Als auf dem Höphepunkt der Bischofskrise in Limburg Überlegungen im Vatikan durchsickerten, Bischof Tebartz aus dem Dauerkreuzfeuer zu nehmen und ihn für eine gewisse Zeit zur Pastoral in eine Pfarrei zu entsenden, gab es einen Aufschrei bei seinen konservativen Gefolgsleuten. Genau mit den "Argumenten", die Sie genannt haben: "unwürdig", "Degradierung" etc. Wie kann man einer hochwürdigen Exzellenz auch zumuten, für normale Menschen wie du und ich in einer Gemeinde da zu sein??

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  3. Ein Bischof hat andere Aufgaben als ein Priester - die sind ihm mit der Bischofsweihe übertragen worden, die muss er ausüben, übrigens unabhängig davon, ob er Bischof einer Diözese ist, als Weihbischof arbeitet oder im Vatikan. Das hat überhaupt nichts mit würdig oder unwürdig zu tun. Also: Ein Bischof im aktiven Dienst in einer Pfarrei ist Nonsens.

    Im Bistum Limburg, aus dem ich komme, feiern alle sieben Domkapitulare (und auch die bereits im Ruhestand befindlichen) seit Jahrzehnten Sonntags- und Werktagsgottesdienste in den Pfarreien des Bistums, da geht nicht mehr.

    Priester, die im Bischöflichen Ordinariat des Bistums Limburg arbeiten, gibt es mit Ausnahme der o.g. Domkapitulare schon lange keine mehr. Da sind auch in Leitungspositionen nur Laien. Da würde auch eine Zusammenlegung von Bistümern nichts bringen!

    Im übrigen: Diese Vorschläge sind doch bei dem, was im Bistum Trier geplant wird, völlige Nebensache.

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